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umsäumt; Flügelhäutchen lichtgrau, fast weiß. An den gelben Beinen überwiegen mitunter die schwarzen Linien an Ausdehnung. Der Hinter- leib ist gelbbraun, beim ausgewachsenen Männchen dunkelrot, selten auch bei Weibchen mit rötlichem Anflug; das erste Segment ist in der basalen Hälfte, das'zweite nur am Grunde schwarz. Die drei ersten Segmente haben auf jeder Seite eine schwarze unterbrochene Längslinie, das dritte bis siebte jederseits zwei schwarze Punkte und an der Basis eine kurze schwarze Querlinie, das achte und neunte oben einen kurzen schwarzen Strich. Die Seitenränder aller Segmente sind schwarz. Die Weibchen haben an der Seite eines jeden Segmentes eine schwarze Längslinie, am achten und neunten einen schwarzen Rückenstrich, die Unterseite weißlich be- stäubt. Die oberen Analanhänge sind spindelförmig zugespitzt, braungelb, auf der Unterseite schwarz gezähnelt, der untere am Ende ausgerandet. Genitalhaken kurz, breit, stark gekrümmt, nicht übereinander gebreuet, schwärzlich. Scheidenklappe nicht ausgerandet, zugespitzt, stark abstehend (bildet mit dem Hinterleib fast einen rechten Winkel), braun oder gelb mit schwarzem Ende.
Diese Art fliegt von August an manchmal bis in den November; sie ist gemein im nördlichen und mittleren Europa, auch in Sibirien und Kleinasien; man trifft sie besonders an Torfgewässern; das Weibchen fliegt selten weit vom Wasser weg, nur die Männchen fliegen über dem trockenen Lande.
Anmerkung. Zwischen S. vulgatum und striolatum gibt es UÜbergangsformen, die oft schwer zu unterscheiden sind; es waren lange überhaupt die Meinungen geteilt, ob man es hier mit zwei verschiedenen Arten zu tun habe. Während SEL.NS bereits in der Révue des Odonates, 1850, auf die Unterschiede aufmerksam machte(S. 47), scheint er 1884 in der Révision des Diplax paléarctiques S. 34 im Zweifel zu sein bezüglich der Verschiedenheit der Arten; er gibt, SGIIOCNI recht, der in den Mitt. der schweiz. ent. Gesellsch., 1880, V, sagt, daß die Männchen kaum zu unterscheiden sind, und erwühnt, daß sich auch MAC LACHILAN(Linn. Soc. London, XVI, 1881) fur die Vereinigung der peiden Formen ausspricht. Er hält jedoch in Odonates de l'Asie mineure(Ann. Soc. ent. Belg., 1887, S. 10 und 11) die Trennung wieder aufrecht, hauptsächlich sich stützend auf die verschiedene Form der Genitalhaken, auf die ihn ALBARDA aufmerksam gemacht hatte; ebenso 1888 im Catalogue raisonné(Ann. Soc. ent. Belg., Bd. 32, S. 136). Auch RIS (Die schweiz. Libellen, 1885) tritt fur die Trennung der beiden Arten ein, stellt nicht nur die körperlichen Unterschiede fest(S. 41), sondern gibt auch(S. 48) biologische Ver- schiedenheiten an, die sich insbesondere auf die Flugzeit beziehen; auf diese interessanten Ausfuhrungen von RIS möchte ich ganz besonders verweisen.
3. Gattung. Orthetrum NEWMAN.
NEWMAN, 1833, S. 511.— KIRBX, 1889, NXII; 1890, 8. 35, Genus 67.— Libella: BRAUER) 1868, S. 731, B1. Gattung; 1876, S. 297.— SIl.X8. 1888(Catal.), 8. 136.— KOHNUIT; 1896, S. 36, 3. nem.— Hydronympha: BUCHECK ER, 1876, S. 8, 1. Genus.— Libellula: LINNE, FABR., LATH., SIII.X8 u. a.
Die Flügel, die am Grunde keinen dunklen Fleck haben, auch nicht oder nur sehr schwach gelblich sind, haben 10— 15 Antecubitalqueradern; das Flügeldreieck ist durch eine Ader geteilt; die Sektoren des Arculus sind gestielt. An den mäbig langen, starken Beinen sind die Dornen un- gleich. Der Hinterleib ist im allgemeinen spindelförmig, mehr oder weniger flachgedrückt, bei älteren Männchen blau bereift, bei Weibchen am achten Segmente schneidig oder erweitert; Analanhänge kurz.


