Aufsatz 
Die mitteleuropäischen Libellen : 1. Teil
Entstehung
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verengt, beim Weibchen seitlich zusammengedrückt, beim reifen Männchen rot, beim Weibchen hellgelbbraun, auf der Unterseite rot und schwarz( oder weißlich bestäubt(H). Ein großer Teil des ersten Segmentes und die Basis des zweiten sind dunkelbraun bis schwarz; das achte und neunte Segment trägt nur beim Weibchen schwarze Rückenstriche. Die feinen gelben Ränder an den Gelenken der Segmente verschwinden an den toten Tieren; auch sind die schwarzen Seitenstriche nicht immer deutlich. Von den roten Analanhängen sind die oberen ungefüähr spindelförmig, der untere am Ende ausgerandet. Scheidenklappe anliegend und abgerundet, also weder vorspringend noch ausgerandet.

Diese Art, die von Ende Juli bis Mitte September mit dem Höhe- punkt Mitte August fliegt, findet man seltener am Wasser als auf Ackern und Feldern, und zwar in einem großen Teil des gemäßigten und be- sonders des südlichen Europa, auf den Mittelmeerinseln, in Nordafrika und Kleinasien.

Anmerkung. Die Flügel dieser und der vorhergehenden Art sind sehr häufig auf der Unterseite an den Adern mit einer roten Milbe(Acarus Libellulae DE GEER u. a.) besetzt. Darauf mag sich wohl eine Stelle bei BUCHEGCKIER, S. 2, beziehen,daß die Flügel der Männer ganz mit Eiern bedeckt sind. Die daselbst angeführte Begrün- dung dieser(wahrscheinlich falschen) Beobachtung hat wenig Glaubhaftigkeit.

*8. Syumnpetrum striolatum.

CIHIARPENTIER, Libellulinae europaeae, 1840, S. 78, Nr. 11: Libellula strio- lata. Lib. corpore cylindrico, lutescens: abdomine maris rufo, foeminae luteo, in lurido- virescens abeunte: pedes in utroque sexu lutei, nigro-lineati, fronte maris flavido. HAGEN, 1840, S. 32, Nr. 11. SELNS, 1850, S. 40, Nr. 20. BRAUER, 1857, S. 16. AUSSEIER, 1869, S. 238. RIS, 1885, S. 42 und 47. KREJGI, 1892, 8. 15, Nr. 13. TUMPEI, 1901, S§. 39. PUSOHNIG, 1905, S. 25. Sympetrum striolatum: MEVYER-DUR, 1877, S. 325, Nr. 6. SEl.VS, 1887, S. 10, Nr. 9. WIEDEMANXN, 1894, S. 70. Diplaxstriolata: BRAUER, 1868, S. 720. SEI.VS, 1884, S. 34, Nr. 7. KOHAUT, 1896, S. 42, Nr. 4. Sympetrum vulgatum: NEWMAN, 1833, S. 512. Libellula vulgata: VAN DER LINDEN, 1825, S. 14, VIII. FONSGOI.OMBE, 1837, S. 147. SELXS, 1840, S. 50, Nr. 12. RAMBUR, 1842, S. 99, Nr. 98. Sympetrum vulgatum, var. a. Lib. striolata: KIRBXY, 1890, S. 14. Lib. sicula: HAGEN, 1840, S. 35, Nr. 14. Lib. macrocephala: SEI. P8, 1841, S. 245. Lib. ruficollis: CHARPENTIER, 1840, S. 80, Nr. 13.

Abbildungen: CHARPENTIER, 1840, Taf. X, Fig. 2, G. und O; Taf. XI, Fig. 2,& (ruficollis). LUKAS, Expl. Alg., III, 1849, Taf. 1, Fig. 2. TUMPEI., 1901, Taf. VII, S.

Maße: Ganze Lünge 37 40, Hinterleib 23 27, Vorderflugel 27 31, Hinterflügel 25 30, Flugelmal 2 ½ 3.

Am gelblichen Kopf geht von der grünlichgelben, bei älteren Männ- chen beinahe rosafarbenen Stirn die schaarse Randlinie nur bis zu den Fühlern, jedoch nicht langs der Augen herab. Unterlippe gelb, Schläfen mit, drei oder vier schwarzen Flecken; Augen oben braun oder rotbraun, unten grün bis graugrün. Der gelbe Hinterrand des Prothorax ist in der Mitte tief ausgerandet und stark bewimpert. Der feinbehaarte Thorax ist vorn und oben braungelb, hat an den Seiten zwei blaßgelbe, bei den Weib- chen oft undeutliche Streifen, begrenzt von drei braunen oder schwarzen schmalen Linien, welche unten in schwarze Flecken sich verbreitern; die Flügelansätze sind rot, die Unterseite rotbraun oder grünlichbraun mit schwarzen Flecken. Die glashellen Flügel sind am Grunde gar nicht oder nur unmerklich gelb gefürbt; Vorderrandader rot(G*) oder braun(9), die andern Adern rötlich oder gelblich. Das rotbraune oder braune, bei jungen