Aufsatz 
Die mitteleuropäischen Libellen : 1. Teil
Entstehung
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Weibchen gelblich, kürzer als beim Männchen. Scheidenklappe anliegend, ausgerandet, daher fast zweispitzig.

Abarten. 1. Weibchen haben die Hinterflügel über die Hälfte gelb, jedoch in der Mitte von einem farblosen Band unterbrochen, die Vorder- flügel mit gelbem Mittelfleck. Von HAGEN beschrieben aus Kasan. 2. Vorder- und Hinterflügel mit sehr kleinem gelben Fleck am Grunde. Aus derselben Gegend. 3. Weibchen haben das Gelb nur an der Basis der Hinterflügel. SELYS, 1888(Catal. rais.), S. 135.

Man findet diese Art von Juni bis September, mitunter sogar bis in den November. Sie ist fast in ganz Europa und im nördlichen Asien ver- breitet; charakteristisch ist sie für den Norden Europas. Auf Torfwiesen, auf Ackern, seltener auf der offenen Wasserflüche ist sie bei ihrem etwas schwerfälligen Fluge leicht zu fangen.

Anmerkung. Da- LINNE in der Fauna suecica S. 372 sagt: Thorax niger utrinque maculis duabus obliquis flavis, meint SELYS(Revue, S. 36), daß LINNE an

dieser Stelle das Weibchen von S. scoticum im Auge hatte und daß er im Systema naturae beide Species vereinigt habe.

6. Sympetrum Fonscolombei.

SEIL.VS, Monographie, 1840, S. 49, Nr. 11: Libellula Fonscolombii. Para- stigma grand, jaune. La pase des ailes inférieures et un vestige à celle des supérieures jaune-safrané. Les cuisses noires, jaunes en dehors. Abdomen à peine plus court que les ailes, jaunâtre(rouge chez les maàles adultes). RAMBUR, 1842, S. 102, Nr. 100. SL.S, 1850, S. 37, Nr. 18. BRAUER, 1857, S. 15. A08SEIL, 1869, S. 238. RIS, 1885, S. 41 und 49. KREIGI, 1892, S. 15, Nr. 12. FUNMPEI., 1901, 8. 39. Sympetrum Fonscolombii: MEYER-DOR, 1877, S. 327, Nr. 9. S8ELXS, 1887, 8.9, Nr. 7. WIEDEMANN, 1894, S. 70. Diplax Fonscolombii: BRAUER, 1868, S. 720. SELYOS, 1884,§. 34, Nr. 5. KOIIAUI, 1896, S. 42, Nr. 3. Libellula erythronevra: SOHNEIDENR, 1845, S. 111, Lib. flaveola: FONSOCOI,OMBE. 1837, S. 144. Lib. ruficollis: HAGEN, 1840, Nr. 12 z. T. Lib. insignis: BRITTINGER, 1850, S. 332.

Maße: Ganze Lünge 38 42, Hinterleib 20 25, Vorderflügel 29 31, Hinterflügel 26 30, Flugelmal 3.

Der kugelige, gelbe Kopf hat beim Männchen eine lebhaft rote Stirn, ebensolche Oberlippe, die Unterlippe schwärzlichrot, die Augen oben dunkelrot, unten blaugrau, die Schläfen mit vier schwarzen Flecken. Längs der Augen verläuft eine schwarze Linie. Der Prothorax ist an den Rändern behaart. Der Thorax des reifen Männchens ist vorn und oben lebhaft rot, des Weibchens gelb(wie überhaupt alles, was beim Männchen am Kopf, Thorax und Abdomen rot ist, beim Weibchen gelb ist). Die drei schiefen schwarzen Linien an den Seiten fließen gegen die Beine zu ineinander, der Raum zwischen der zweiten und dritten Linie ist besonders deutlich rot; Unterseite wenig oder nicht gefleckt. Die Flügel sind glashell, die Hinterflügel an der Basis zwar nicht weit(nie über das Flügeldreieck hinaus), aber intensiv safrangelb, ebenso eine Spur am Grunde der Vorderflügel; Vorderrandader außen rötlich oder hellgelb, auch die meisten anderen Längsadern rötlichgelb. Das Flügelmal ist groß, lang und breit, hellgelb, bei sehr alten Männchen rötlich, von schwarzen Adern begrenzt; Flügelhäutchen gelbbraun oder graugelb. Die Beine sind gelb oder rot mit schwarzen Linien, die Schienen, besonders des letzten Paares, beim Männchen ganz schwarz. Der Hinterleib ist am Grunde wenig verdickt, in der MWitte nicht eingeschnürt, im allgemeinen lebhaft rot

(G) oder gelbbraun(Q), unten schwürzlich mit roten oder gelben Flecken;