Aufsatz 
Die mitteleuropäischen Libellen : 1. Teil
Entstehung
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*1. Sympetrum scoticum.

Libellula scotica: DONOVAN, 1811. STEPHENS, 1835, VI, S. 94. HAGEN, 1840, S. 35, Nr. 16. SEI.XS, 1840, S. 53, Nr. 13. RAMBR, 1842, S. 105, Nr. 104. EVANS, 1845, S. 27. SELXOS, 1850, S. 48, Nr. 22. BRAUER, 1857, 8. 16. AUSSERER, 1869, S. 239. RIS, 1885, S. 43 und 50. KREJGI, 1892, S. 15, Tr. 15. TUMPEL, 1901, S. 40. PUSCHNIG., 1905, S. 25. Sympetrum scoticum: NEWMAN, 1835, S. 511. MEXER-DOk, 1877, S. 328. WIEDEMANXN, 1894, S. 71. Diplax scotica: BRAUER, 1868, S. 720; 1876, S. 266 und 297. BUCHECKER, 1876, S. 10. SELXS, 1884, S. 32, Nr. 2. K0HAUT, 1896, S. 44, Nr. 7. Libellula nigra: BURMEISTER, 1839, S. 851, Nr. 20. CHARPENITIEN, 1840, S. 83, Nr. 15(excl. syn. VAN DER LINDEN). Lib. nigricula: EVERSMANN, 1835, S. 240. Lib. can- cellata: MUILLER, 1764, S. 61, Nr. 537. Lib. pallidistigma: STEPIIENS, 1835, S. 94. Lib. melanosticta und palatina: HERRICH-SCHAFFER. Lib. si vatica: HANSEMANN. Lib. flaveolata: LINNE, Syst. nat., ed. XII, S. 901(2. T.); Faun. suec., 1761, S. 372(z. T. 9).

Abbildungen: DO0NOVAN, 1811, XV, Taf. 523. EVERSMANN, 1835, Taf. 1, Fig. 1 und 2. EFANS, 1845, Taf. 19, Fig. 1 und 2, Taf. 20, Fig. l. CHARPENTIER, 1840, Taf. XII, G und Q. BUCHEOKER, 1876, Taf. 11. TUMPEI, 1901, Taf. IX.

Maße: Ganze Länge 29 33, Hinterleib 18 23, Vorderflügel 25 27, Hinterflügel 22 27, Pterostigma 1·5 2·3.

Der Kopf ist ziemlich groß, schwarzhaarig, die Stirn schön gelb, bei älteren Männchen mit einem großen schwarzen Fleck, bei den Weib- chen am oberen Rande schwarz, die Oberlippe ganz, die Unterlippe in der Mitte schwarz, die Augen oben gelbbraun, unten gelblich; auf dem Hinter- kopf sind vier schwarze Flecken. Der schwarze Prothorax hat eine gelbe Rückenlinie, die Hinterrandlappen tragen lange gelbe Haare. Der Thorax ist auf glänzend schwarzem Grunde von langen Haaren gelb- lich, hat jederseits zwei schiefe hellgelbe oder bräunlichgelbe Streifen und einige(5) ebensolche Punkte, auf der Unterseite drei zueinander gekehrte längliche Flecken(heraldische Lilie) von hellgelber Farbe; bei den Weibchen ist die Vorderseite fast ganz gelbbraun oder hellrotbraun. Die Flügel sind länger als der Hinterleib, glashell, am Grunde nur beim Weibchen safrangelb in beschränkter Ausdehnung; Aderung ziemlich weitmaschig, Vorderrandader schwarz. Das Flügelmal ist kurz und breit, also fast quadratisch, schwarz, am unteren Rande weißlich, bei jungen Weibchen oben und unten weiß(L. pallidistigma STEPHENS), das Flügelhäutchen sehr klein, weißlich oder hellgelb. An den schwarzen Beinen haben Weib- chen Hüft- und Schenkelringgelenke gelb. Der Hinterleib der Männ- chen ist am Grunde schwach verdickt, in der Mitte eingeschnürt, der der Weibchen besonders gegen das Ende leicht seitlich zusammengedrückt, bei ausgebildeten Männchen ganz schwarz, bei jungen und Weibchen schwarz und gelb gefleckt, besonders das vierte bis sechste Segment gelb, das siebente und achte mit schwarzem Rückenfleck; außerdem haben alle Segmente der Weibchen schwarze Seitenstreifen. Die oberen Analanhänge der Männchen sind schwarz oder dunkelbraun, schwarzhaarig, gegen das Ende dicker, doppelt so lang als das letzte Segment, der untere kürzer, die der Weibchen gelb oder braun, kürzer als die der Männchen. Die Scheidenklappe ist groß, rechtwinklig abstehend, dreieckig.

Ihr Flug beginnt Ende Juni, erreicht seinen Höhepunkt Mitte August, hält bis September, sogar noch bis Oktober an. Man findet diese Art sowohl in der Ebene als im Gebirge, sogar im Hochgebirge, auf Sumpf- wiesen, an Lehmteichen und Torfmooren, ebenso sah ich sie auf Brach- feldern nicht selten; sie ist überhaupt häufig, sogar bisweilen in sehr