das zweite in der Mitte einen nierenförmigen und einen kleinen Seiten- fleck, das dritte am Grunde einen Querstreifen, der in der Mitte fast unterbrochen ist, und einen kleinen runden Fleck, der beim Weibchen größer ist; die folgenden Segmente sind ungefleckt. Bei den Weibchen, bei denen die Flecken lebhafter sind, finden sich auch auf dem vierten bis sechsten Segmente schmale Rückenflecken, das siebente ist ungeflcckt. Bei dem älteren Männchen ist der Hinterleib bis zum vierten Segment (selten auch noch das fünfte) sowie die ganze Unterseite bläulich oder grau bestäubt, desgleichen auch die Unterseite der Weibchen. Die oberen Analanhänge des Männchens¹) sind weiß mit brauner Spitze, fast von der Länge der zwei letzten Segmente, spindelförmig, zugespitzt, auf der Ober- seite mit kleinen Zühnchen; der untere ist kürzer, braun, breit, ab- gestumpft; die des Weibchens sind kürzer, spitzig, durch einen Höcker am Ende des Hinterleibes ein wenig auseinandergespreizt. Die Scheiden- klappe ist in ein kurzes, abgerundetes, ganzrandiges Blättchen verlängert.
Diese Art fliegt von Ende Mai bis Anfang Juli, mitunter noch später, auf Torfwiesen und in Waldlichtungen, setzt sich auf schwimmende Blätter und auf die Erde, weniger auf Sträucher; sie ist in ganz Mittel- europa, auch in Schweden, Finnland, Rußland, jedoch nirgends häufig. ²)
5. Leucorrhinia caudalis.
OCHARPENTIER, Libellulinae europaeae, 1840, S. 89, Nr. 17: Libellula cau- dalis. Lib. alis hyalinis, posticis in basi macula nigra: thorace viridi-aeneo, fulvo- maculato, abdomineé ad basim apicemque valde inflato, in media parte attenuato, atro: segmentis tantum basalibus fulvo-maculatis, appendicibus albis.— HAGEN, 1840, S. 38, Nr. 19.— SEIL.VS, 1850, S. 62, Nr. 27.— BRAUERN, 1857, S. 15.— SCHOCI, 1880, S. 338.— RIS, 1885, S. 39 und 46.— TUMPEL, 1901, S. 42.— Leucorrhinia caudalis: BRAUER, 1868, S. 719; 1876, S. 297.— SEL.NS, 1888(Catal.), S. 134, Nr. 4.— WIEDE- MANN, 1894, S. 69.— Coenotiata caudalis: BUCHECKRR. 1876, S. 10.— KIRBX, 1890, S. 12, Nr. 1.— Libellula albifrons: SELYS, 1840(Bull.).— RAMBUR, 1842, S. 110, Nr. 110(syn. excl.).— Lib. Hellmanni und fallax: EVERSMANN, 1841, 8. 351.— Lib. ornata: BRITTINGER, 1845, Stett. ent. Ztg., S. 205.
Abbildungen: EVERSMANN, 1841, Taf. 5, Fig. 7— 11(lellmwumi). Fig. 1— 6 (tallax’— CHlARENTPILR, 1840, TPaf. XL.IV.— BUCHECKER, 1876, Taf. 13.— TOMPEIL, 1901, Taf. IV Gp.
Mabe: Ganze Länge 34— 37, Hinterleib 21— 23, Vorderflugel 29— 33, Hinter- flagel 29— 32, Flugelmal 1·8— 222.
Der schwarze Kopf hat die Stirn grünlichweiß, die Oberlippe gelb- lich, allseits unregelmäßig schwarz gerandet, beim Weibchen ganz schwarz, die Unterlippe schwarz, ebenso die Schläfen und einen längs der Augen herablaufenden Streifen; diese selbst oben dunkelbraun, unten grünlich, bei jungen hellbraun. Der schwarze, am Vorderrand von einer zarten gelben Linie begrenzte Prothorax ist an den Hinterrandlappen mit zahl- reichen gelbbraunen Haaren besetzt. Der braunwollige, schwürzlichgrüne Thorax zeigt auf der Vorderseite zwei sehr kleine gelbe Flecken, an den Seiten zwei undeutliche gelbe Flecken, die an jungen Tieren rötlichgelb sind. Flügel glashell, am Grunde besonders die Hinterflügel neben dem schwarzen dreieckigen Fleck gelblich; die Vorderflügel ohne scharzen Basalfleck;, Jostalader außerhalb des Flügelmales weißlich; letzteres ist beim
¹) SEIL.VS, 1850, Taf. 1, Kig. 4.. —„Um Zurich häufig“.(Mitt. d. schweiz. entom. Gesellsch., VII, S. 208.)


