Aufsatz 
Die mitteleuropäischen Libellen : 1. Teil
Entstehung
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Segment stark vorspringend mit einem langen Haarbüschel. Scheiden- klappe in zwei kleine dreieckige, parallele Blättchen verlängert.

Abarten. Vorderflügel vom Grunde bis zum Flügeldreieck, Hinter- flügel noch darüber hinaus gelb. Wenn an der Basis der Vorderflügel der schwarze Fleck fehlt, ist gewöhnlich auch an den Hinterflügeln der kleine schwarze Punkt nicht vorhanden.

Diese Libelle trifft man von Mitte Mai bis Mitte Juli an stehenden, torfigen, kalkarmen Wassern. Sie setzt sich nicht auf schwimmende Blätter, sondern auf Ufergesträuch; ich habe sie am leichtesten von den Stämmen junger Bäume in der Nähe der Teiche weggefangen. Die Männchen sind meist zahlreicher als die Weibchen. Nördlich von den Alpen ist sie in ganz Mittel-, Nord- und Osteuropa verbreitet, jedoch nicht überall häufig; ihre westliche Grenze erreicht sie bei Paris.

Anmerkung. RAMBUR führt, obwohl er unzweifelhaft die pectoralis CHARP. vor sich hatte(fronte alba, abdomine segmento septimo magula flava, alis... posticis macula basali nigra), die Synonyma der L. rubicunda LINNE an. Schon in den Horae entomologicae bemerkt CHARPENTIER S. 47: Diagnosis et quaedam ex descriptione Lib. rubicundae LINNEI in Fauna Suecica proposita Libellulae pectorali nostrae con- veniunt; sed verba:thorax niger, alae macula marginali(i. e. parastigmate) ferruginea prorsus aliam denotant speciem.

4. Leucorrhinia albifrons.

BURMEISTER, Handbuch der Entomologie, II. Bd., II. Abt., 1839, S. 851, Nr. 19: Libellula albifrons: nigra opaca, fronte alba; alis aqueis, posticis in basi fusco- nigris, omnibus nubecula alba post stigmata. HAGEN, 1840, S. 38, Nr. 20. SELYS, 1840, S. 57, Nr. 16; 1850, S. 59, Nr. 26. BRAUER, 1857, S. 15. RIS, 1885, S. 39 und 46. TUMPEL., 1901, S. 42. Leucorrhinia albifrons: BRAUEN, 1868, 8. 719;

1876, S. 297. KIRBV, 1890, S. 12, Nr. 7. Coenotiata albifrons: BUCHECKER,

1876, S. 10, 4e. Libellula exusta: SUNDEVALL. Lib. sylvicola: HAGEN. Lib. leucorhinus: CHARPENTIER, 1840, S. 87 z. T. Lib. Hellmanni(: EVERSMANN, 1841, S. 352. Lib. fallax(O): EVERSMANXN, 1891, S. 355.

Abbildungen: BUCHECKEHI, 1876, Taf. 13. TUMPEI., 1901, Taf. IVG.

Maße: Ganze Länge 35, Hinterleib 24 25, Vorderflügel 30, Hinterfluügel 30, Flugelmal(G) 25,(Q) 3.

Der schwarze Kopf hat die Stirn gelblichweiß mit langen, schwärz- lichen Haaren, die Oberlippe gelblichweiß, beim Weibchen mit einem mittleren, großen, schwarzen Fleck, die Unterlippe in der Mitte schwarz, an den Seiten zwei gelblichweiße Flechen, die Augen braun, unten grünlich; längs derselben verläuft eine schwarze Linie. Der kleine, schwärzlichgrüne, hellgelb behaarte Thorax ist auf der Vorderseite mit zwei hellen Flecken, an den Seiten mit einer gelben Querlinie und acht ungleich großen, nur bei jungen Tieren deutlichen Flecken gezeichnet, hat den Zwischenflügel- raum gelb mit schwarzen Flecken und die Unterseite schwarz mit einem gelben, nierenförmigen Fleck. Die Flügel sind glashell oder schwach rauchgrau; die Vorderflügel haben am Grunde selten einen Punkt; das schwarze Basaldreieck der Hinterflügel ist bei den Männchen gar nicht, oder nur sehr schwach, bei den Weibchen auffallend safrangelb gesäumt. Die Vorderrandader ist schwarz, außerhalb des schwarzen Flügelmales weißlich. Flügelhäutchen zuerst weißlich, später grau. Beine schwarz. Der zylindrische, gegen das Ende nicht verbreiterte, am Grunde schwach verdickte Hinterleib ist auf der Oberseite schwarz mit folgender gelber Fleckenzeichnung: das erste Segment hat an der Seite einen kleinen Fleck,