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Wiesen nahe an Waldungen.„Sie entfernt sich nicht weit von stehenden Wässern und läßt sich nach kurzem Flug sowohl auf der Erde als auch auf Gesträuch zum Ausruhen nieder.“(WIEDEMANN.)
* 3. Leucorrhinia pectoralis.
CHARPENTIER, Horae entomologicae, 1825, S. 46: Libellula pectoralis. Lib. alis posticis basi macula atra: thorace viridicaeneo, flavomaculato: abdomine atro, supra maculis fulvis vel sanguineis.— BURMEISTEN, 1839, II, S. 851, Nr. 21.— CIHIARPENIER, 1840, S. 85, Nr. 16.— SELNS, 1850, S. 56, Nr. 25.— BRAUER, 1857, S. 15.— RIS, 1885, S. 40 und 46.— KRE]JGOI, 1892,§. 14, Nr. 8.— TUMPEL, 1901, S. 41.— Leucorrhinia pectoralis: BRAUEN, 1868, S. 719; 1876, S. 297.— MEYER- DOR, 1877, S. 323.— SEL.VS, 1888(Catal.), S. 134, Nr. 3.— KIRBVY, 1890, S. 11, Nr. 1.— WIEDEMANN, 1894, S. 67.— KOHAU, 1896, S. 39, Nr. 1.— Coenotiata pectoralis: BUCHECKER, 1876, S. 10, 4.— Libellula rubicunda: RAMBUR, 1842, S. 109, Nr. 109(ohne Synonyma).— HAGEN, 18¹0, Nr. 20 z. T.— Lib. flavidorsis: EVERS- MANN ⁰).— Lib. melanostoma: SUNDEVALL.
Abbildungen: LVONNIIT, 1832, Taf. XVIII, Fig. 8, 9(7).— CHARPENTIER, 1810, Taf. XIII G et O(jedoch nicht die Varietät).— BUCHECKER, 1876, Tat. 12.— TUMPEIL, 1901, Taf. IV œ& und O.
Maße: Ganze Lünge 36— 40, Hinterleib 24— 27, Vorderflügel 32— 35, Hinterflügel 30— 33, Fluagehmal 1·5— 2˙3.
Der Kopf ist ziemlich groß, im allgemeinen schwarz, die Stirn auf- getrieben, weiß, ins Grünliche übergehend, mit kurzen, schwarzen Haaren besetzt, die Oberlippe der Männchen hellgelb, vorn mit schwarzem Rand, der Weibchen ganz schwarz, die Unterlippe bei beiden Geschlechtern schwarz. Lüngs der schwarzbraunen, unten grünlichgrauen Augen verläuft eine schwarze Linie. Die schwarzen Schläfen tragen einen gelben Punkt; der Hinterkopf ist licht behaart. Der Prothorax ist schwarz mit gelbem Vorderrand(wenig deutlich beim Weibchen), der Thorax ebenfalls schwarz, metallisch grün und violett schillernd, an den Seiten unregel- mäßig ocker- oder orangegelb gefleckt, unten schwarz, grauweiblich be- haart, im Zwischenflügelraum gelb oder rot. Die Flügel sind glashell, die der Weibchen bisweilen gelblich, besonders am Grunde, die vorderen mit einem oder zwei kleinen schwarzen, beim Weibchen häufig fehlenden Flecken, die hinteren mit einem schwarzen, dreieckigen Basalfleck und einem(oft fehlenden) schwarzen Punkt. Das schwarze oder schwarzbraune, rechteckige Flügelmal ist beim Weibchen lünger als beim Männchen; die Vorderrandader gelb oder weißlich, das übrige Geüder schwarz. Das Flügel- häutchen ist grau oder weißlich, braun gerandet. Die ziemlich langen Beine sind schwarz. Der im ganzen zylindrische Hinterleib ist am Grunde mäßig verdickt, am dritten Segment eingeschnürt. Das erste Seg- ment hat kleine Seitenflecken, ist am Hinterrande leicht gelblich, die Segmente bis zum sechsten sind mit gelbbraunen oder olivenbraunen lanzettlichen, vorn breiten Flecken gezeichnet; der eitronengelbe Fleck des siebenten Segmentes ist dreieckig mit nach hinten gerichteter Spitze und fast so lang wie das ganze Segment; die letzten Segmente sind gan⸗ schwarz. Die Rückenflecken der Weibchen, besonders der jungen, sind ockergelb. Die Unterseite ist weiß behaart. Analanhänge der Männchen!) schwarz, zugespitzt, unten gezühnt, der untere um die Hälfte kürzer, glatt, am Ende tief ausgerandet, die der Weibchen kürzer. Genitalien am zweiten
1) CHARPENTIER, 1840, Taf. 47, Fig. 15.— SE.XOS, 1850, Taf. 1, Fig. 3.


