Heeres einreißende Mutlosigkeit die Kraft des Geistes lähmt und es zu entschlossenem Vorwärtsgehen unfähig macht, ebenso erzeugen häufige Niederlagen auf geistigem Gebiete Schwäche des Willens. Diese hat der Erzieher von seinem Zögling fernzuhalten. Durch richtige Anleitung muß dem Schüler die Überzeugung beigebracht werden, daß er die gestellte Aufgabe lösen kann. Anfangs bedarf es hierzu kräftiger Unterstützung. Es muß durch eingehende Be- sprechung gezeigt werden, wie für einen Aufsatz der Stoff zu sammeln und zu ordnen, welcher Weg bei der Lösung einer mathematischen Aufgabe einzuschlagen, wie ein um- fangreiches Satzgefüge in einer fremden Sprache zu zer- legen und zu verstehen ist. Wenn dies in hundert Fällen geschehen ist und wenn die Erfahrung dem Schüler ge- zeigt hat, daß seine Kräfte vollkommen ausreichen, die gestellten Aufgaben zu bewältigen, so geht er nunmehr mit der frohen Erwartung an die Arbeit, daß ein glück- licher Erfolg seine Anstrengung belohnen werde. Diese Stimmung des Geistes hilft dazu, entgegenstehende Schwierigkeiten zu besiegen und führt zu der Gewohn- heit, von der Arbeit nicht eher abzulassen, als bis sie er- folgreich zu Ende geführt worden ist. Es ist also damit diejenige Kraft des Willens hervorgerufen, die, auch wenn die Anleitung und Beaufsichtigung des Lehrers mehr zu— rücktritt, den Geist zu fortdauernder Aufmerksamkeit auch bei Behandlung schwieriger Probleme befähigt.—
Wir haben nur von der schwerwiegenden Bedeutung der Aufmerksamkeit gesprochen, soweit sie der Ver— standesbildung dient. Die hohe Klarheit und Deutlich- keit der Vorstellungen, die das Wesen der Aufmerksam- keit ausmacht, erzeugt eine feste Verbindung des innerlich Zusammengehõrigen; dadurch wird das Zurückrufen der Vorstellungsgruppen durch die Erinnerung erleichtert und das Gedächtnis gestärkt, und es gewinnt der Verlauf der geistigen Vorgänge an Sicherheit und Raschheit. Wir können nicht ausführen, wie von hier aus die politische,


