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ihre Augen auf den Lehrer richten, nicht auf ihre Mit— schüler oder zum Fenster hinaussehen; schon dadurch wird manche Verlockung zur Unaufmerksamkeit abgeschnitten. Die Autorität des Lebrers, sein Lob und sein Tadel, unter Umständen der Hinweis auf das Ehr- und Pflichtgefühl, müssen den Willen zur Aufmerksamkeit vor Erschlaffung bewahren. Das beste Mittel aber zur Stärkung dieses Willens liegt in der Steigerung des Vertrauens der Schüler auf ihre eigene Leistungsfähigkeit Willens-— kraft kann nur der Mensch haben, der seine Fähigkeiten oft an schwierigen Aufgaben erprobt hat und aus dem Kampfe mit Hindernissen als Sieger hervorgegangen ist. Denn Kraft des Willens erwächst hauptsächlich aus der Uberzeugung, daß die Erreichung des vorgesetzten Zieles der Anspannung unserer Kräſte gelingen müsse. Daraus ergibt sich, was der Erzieher zu tun hat, um ein Kind mit festem Wiillen zur Aufmerksamkeit auszurüsten: er muts ihm Aufgaben stellen, die es zu bewältigen vermag und darf die Schwierigkeit, die bei ihrer Lösung zu über- winden sind, nur langsam und mit genauer Berechnung der Kräfte des Lernenden steigern. Jedesmal, wenn eine Arbeit, deren Ausführung anfangs schwierig erschien, glücklich zu Ende gebracht worden ist, hat das Kind ein Gefühl der Freude, sei es daß es die zerstreut liegenden Teile eines zerschnittenen Bildes in richtiger Ordnung zusammengefügt, eine gelernte Fabel fehlerlos aufgesagt oder eine kleine Rechenaufgabe geschickt gelöst hat. Kann dagegen ein Kind eine derartige Aufgabe, obgleich ihm einige Hilfe geboten wird, bei mehrfachen Versuchen nicht lösen. so bemächtigt sich seiner das niederdrückende Ge-— fühl der Enttäuschung, das sich in den Worten„Ich kann es nicht“ Luft macht. Jene Gefühle der Freude über ge- lungene Arbeiten und diese Empfindungen der Ent- täuschung über mißlungene Unternehmungen summieren sich. Jene erzeugen Selbstvertrauen, diese Mutlosigkeit. Wie aber die in den Reihen eines mehrfach geschlagenen


