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In der Mathematik und Physik haben die Wandtafel, die Rechenmaschine, Modelle und Experimente vor den Augen der Schüler schon immer eine große Rolle gespielt, und in der Naturkunde sind die Anschauungs-— mittel aus dem Pflanzen-, Tier- und Steinreich schon lange verwendet worden, doch wird jetzt auch der Projektions- apparat mit gutem Erfolge benutzt, und es sind z. B. die Zusammenstellungen der Entwickelung verschiedener Tiere, z. B. des Frosches oder der Seidenraupe, jetzt viel lehr- reicher ausgestaltet, als es früher der Fall war. Ebenso steht es mit dem sehr verbesserten Kartenmaterial, den Reliefdarstellungen der Umgebung des Wohnortes und mit den Bildern für den erdkundlichen, den Geschichts- und den Religionsunterricht. Wer sich hiervon eine Vorstellung machen will, der vergleiche die neueste Ausgabe von Seydlitz' Lehrbuch der Erdkunde mit früheren geographi- schen Lehrbüchern. Von der Bodenbeschaffenheit der Sahara, von den Gletschern des Hochgebirgs, von den Cannons des Colorado und von den Wassermassen des Niagara und von hundert anderen Punkten der Erde ver- mitteln die guten Abbildungen eine klare und deutliche Anschauung. Wenn der Lehrer der Geschichte vor Schilde- rung der drei Schlachten von Metz drei einfache Karten- skizzen an die Wandtafel zeichnet, von denen die erste die deutschen Fruppen östlich von Metz mit der Front nach Westen, die zweite sie westlich von Metz mit der Front nach Norden, die dritte sie mit verkehrter Front, das Gesicht nach Osten gewendet, zeigt, so ist damit der Fortschritt des Riesenkampfes klar vor Augen geführt. Durch den Angriff am ersten Tage wurde der Abzug der Franzosen durch Metz verzögert; durch den Kampf am zweiten Tage wurde der Marsch der Franzosen nach Paris und die Vereinigung mit dem Heer Mac Mahons unmöglich gemacht; am dritten Tage wurde Bazaine nach Metz zurück- geworfen und dort eingeschlossen. Es leuchtet ein, daß der Anblick der Skizzen dieser drei Stellungen den Gang


