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Arbeit und skizzenhafter Ausführung sind die Schüler zu bewahren und ist darauf sehr zu achten, da die Schüler sehr leicht in diesen Fehler verfallen.
I. Zeichnen von geraden Linien und geradlinigen Figuren(Taf. I— III).
Als erste Uebung tritt natürlich das Zeichnen der geraden Linie auf. Das Stellen der Punkte senkrecht über- oder wagerecht nebeneinander, mit welchem die Stigmographie den Anfang macht, kann mehr als Spielerei betrachtet werden; es enthält für die Ausbildung der Hand wenig Uebung.
Die Gerade muss ohne jeglichen Gebrauch von Häülfsmitteln, als des Lineals, des Papierstreifens etc. hergestellt werden und zwar ganz fein, um das Misslungene bald mit Gummi beseitigen zu können. Entspricht die so entworfene Gerade der Leistungsfähigkeit des Schülers, so wird mit einem weicheren Bleistifte die Gerade stärker ausgezeichnet. Diese Auszeichnung muss sich durch ihre Kraft und Stärke deutlich von der übrigen Zeichnun abheben, damit das der Zeichnung inneliegende Dekorationsmotiv dem Schüler deutlich una bestimmt vor Augen tritt.
Der Gebrauch des sog. Messpapieres ist nur dann zu gestatten, wenn es sich darum handelt, dass sich der Schüler von der Richtigkeit seiner Zeichnung, etwa der Geraden oder der Einteilung in 2, 3 etc. Teile, überzeuge.
Beim Zeichnen der Geraden muss sich die Hand frei bewegen, und sind die Schüler anzuhalten, die Linien soviel als möglich in einem Zuge zu vollenden.
Damit bei der vorbin angedeuteten Auszeichnung das folgende Blatt des Zeichenheftes nicht laedirt werde, indem der stärkere Druck auf den Bleistift leicht Risse auf diesem Blatte hinterlässt, so ist es zweckmässig, direkt unter das Blatt, welches benutzt wird, ein Blatt Aktendeckel oder ein Stück dünner, glatter Pappe von der Grösse des Zeichenheftes zu legen.
SDie in Uebung 1 dargestellten Senkrechten sind etwa ein Centimeter(Fingerdicke) von einander entfernt und reichen oben und unten bis zu Wagerechten, die einen Centimeter von dem oberen und unteren Rande des Buches entfernt sind. Diese beiden Wagerechten wären demnach zuerst zu zeichnen.
Ist der Schüler im Stande, die geraden Linien wirklich gerade, scharf und sauber darzustellen und hat derselbe die senkrechte und wagerechte Lage aufgefasst, so darf zu der Vereinigung zweier Geraden geschritten werden.
Es folgt das Zeichnen von Winkeln, wobei die Nachbildung des rechten, stumpfen und spitzen Winkels völlig ausreicht(Fig. 4). Das Vorführen der verschiedenen Winkel- arten wird leicht langweilig und ermüdend und zudem findet sich dazu später noch reiche Gelegenheit..
Von den Dreiecken möge das Zeichnen eines rechtwinkligen und eines gleichschenkligen genügen(Fig. 5).
Die nachfolgenden Uebungen haben das Quadrat zur Grundlage. Das Grundquadrat nimmt stets eine volle Seite ein, wie Fig 5 zeigt und ist so zu zeichnen, dass die Quadrat- seiten vorn, oben sowie unten einen Centimeter vom Rande entfernt sind. Im Anfange wird dieses Zeichnen des Quadrates dem Schüler Schwierigkeiten machen; es muss also langsam neben sorgfältiger Erklärung dabei vorgegangen werden. Der auf dem Blatte rechts vom Quadrate noch freibleibende Raum wird zum Zeichnen von Parallellinien in senkrechter, wagerechter oder schräger Lage, von einfachen Figuren als Dreiecken, Rechtecken etc. ver- wendet. 3
Sämmtliche Uebungen lassen sich zurückführen—
1) auf das Zeichnen von Quadraten in verschiedener Stellung(Fig. 6. 9 12. 13).
2) auf das Zeichmen von Diagonalen(Fig. 7. 12. 13 etc.) welche sich, völlig geradlinig, im Mittelpunkte des Quadrates schneiden.—
3) auf das Teilen der Geraden, der Quadratseiten, der Diagonale ete. und zwar:
a. in 2 gleiche Teile(Fig. 8. 9. 12. 18. 19 etc.).
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