Aufsatz 
Ehre und Duell / Friedrich Schödler
Entstehung
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C. Naturgeſchichte. 1. und 2. Botanik und Zoologie.

Der Unterricht in dieſen beiden naturgeſchichtlichen Fächern wechſelt in der Art, daß im Som⸗ mer Botanik, im Winter Zoologie gelehrt wird, damit für das erſtgenannte Fach lebendiger Lehr⸗ ſtoff zur Verfügung ſteht. Zur Uebung in der Anſchauung dienen außer zahlreichen Abbildungen der Beſuch des Zoologiſchen Muſeums, ſowie botaniſche Excurſionen.

In allen Klaſſen 2 Stunden wöchentlich.

Sexta. Leſen und Erklärung naturhiſtoriſcher Stücke des Leſebuchs. Einzelbeſchreibung und Betrachtung der bekannteſten Pflanzenformen, insbeſondere Culturpflanzen, und Thierformen.

Quinta. Fortſetzung des Vorherigen unter mehr eingehender Betrachtung der Pflanzentheile nach Form und Bedeutung; Kenntniß der heimiſchen Baumarten. Beſchreibung der Säugethiere und Vögel, vornehmlich nach ihrer Lebensweiſe.

Quarta. Die Lehre von den Organen der Pflanzen. Entwicklung der Begriffe von Art, Gattung und Familie. Einleitung in das natürliche Pflanzenſyſtem; das Linné'ſche Syſtem. An⸗ leitung zum Beſtimmen, Sammeln und Einlegen der Pflanzen. Beſchreibung der Amphibien und Fiſche wie oben.

Tertia. Grundzüge der Anatomie und Phyſiologie der Pflanzen; innerer Bau und Verrich⸗ tung der Organe, mit Erläuterungen durch das Mikroſkop. Fortſetzung des Sammelns. Beſchrei⸗ bung der Inſekten, Kruſtenthiere, Weichthiere, Würmer und niederen Thierformen.

Unter-Secunda. Beſchreibung des Pflanzenreichs an der Hand des natürlichen Syſtems; Hin⸗ weiſung auf Pflanzengeographie, Agricultur und techniſche Anwendung. Sammeln von Pflanzen. Grundzüge der Anatomie und Phyſiologie des Thierkörpers, unter Anwendung des Mikroſkops; das Weſentliche aus der Anthropologie; Menſchenracen, Charakter und Verbreitung mit ethnographiſchen Hinweiſungen.

3. Mineralogie.

Ober-Secunda. Einleitung in die Mineralogie. Kennzeichenlehre. Grundzüge der Kryſtallo⸗ graphie. Die Lehre von den einfachen Mineralen, Oryktognoſie. 2 St.

Unter-Prima. Die Grundzüge der geologiſchen Formationen mit Benutzung der geologiſchen Karten. Hinweis auf die Beziehungen zur Bodenkunde und Agricultur. 2 St.

Der Unterricht durchgehend erläutert durch Demonſtration an Modellen und Handſtücken der Sammlung.

6. Fertigkeiten. A. Zeichnen.

In allen Klaſſen wöchentlich 2 Stunden.

Der Unterricht bewegt ſich in einem ſyſtematiſchen Gang, in den unteren Klaſſen mit den grad⸗ linigen einfachen Figuren und ihren Combinationen beginnend, übergehend zu dem Kreis, der Ellipſe und Entwicklung der daraus abzuleitenden ornamentalen Formen.

Anfänglich wird nach Demonſtrationen an der Tafel und nach Vorlegblättern in vergrößertem oder verkleinertem Maßſtabe gezeichnet und in den mittleren Klaſſen mit dem Zeichnen nach der Natur, zunächſt im Umriß, und in den oberen Klaſſen mit Schattirung, Perſpective und Schatten⸗ conſtruction vorgeſchritten, unter Verwendung zahlreicher Modelle in Holz, Draht und Gyps.

B. Schreiben.

Der Schreibunterricht erſtreckt ſich mit wöchentlich 2 Stunden auf Quinta bis Quarta incl. Derſelbe beginnt mit der Wiederholung in Einübung der einfachſten bis zu den zuſammen⸗ geſetzten Formen der deutſchen Currentſchrift, mit zeitweiſer Anwendung der Taktſchreibmethode. 2