Aufsatz 
Ehre und Duell / Friedrich Schödler
Entstehung
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Fortſetzung in ähnlicher Weiſe in Beziehung auf lateiniſche Schrift, Rundſchrift und, ſoweit zuläſſig, Einübung von Zierſchriften. Schreiben von Dictaten, Geſchäftsaufſätzen und kaufmänniſchen Schriften. Schüler oberer Klaſſen mit ſchlechter Handſchrift werden zeitweiſe noch zum Schreib⸗ unterricht beigezogen.

C. Geſang.

Am Geſangunterricht ſind alle hierzu nicht unbefähigten Schüler 1 Stunde wöchentlich betheiligt. Die muſikaliſch begabteren Schüler bilden einen zu beſonderen Leiſtungen ausgebildeten Geſangchor.

Der Unterricht beginnt mit Aneignung der zum Elementargeſang erforderlichen Begriffe der Muſik, Uebungen in rhythmiſcher und melodiſcher Hinſicht; Einübung deutſcher Volkslieder mit Aus⸗ wendiglernen des Textes; ſpäter Einübung von Chorälen, drei⸗ und vierſtimmigen Cantaten.

D. Turnen.

Jede Klaſſe für ſich allein 2 Stunden wöchentlich, im Freien oder im Turnſaal.

Im Allgemeinen iſt das modificirte Syſtem von Spieß zu Grunde gelegt, das mit den Frei⸗ und Ordnungs-Uebungen beginnend zu den Geräthe⸗Uebungen, und zwar von den leichteren bis zu den ſchwierigen, fortſchreitet.

Beulschule zweiter Granung.

Jehrſtoff im Schuljahre 1876/77. Sechſte Klaſſe. Klaſſenführer: Haeling.

A. Keligionsunterricht. 1) Katholiſcher(Herke), 2 Stunden: Einübung der nothwendig⸗ ſten Gebete. Beichtunterricht. Katechismus: Erklärung des apoſtoliſchen Glaubensbekenntniſſes bis zum ſiebenten Glaubensartikel. Bibliſche Geſchichte: Von Erſchaffung der Welt bis zur babyloniſchen Gefangenſchaft. 2) Evangeliſcher, gemeinſchaftlich mit der 5. Klaſſe(Steinmetz), 2 St.: Bibliſche Geſchichte des alten Teſtaments, nach Rauſchenbuſch. Katechismus, Frage 1148. Geiſt⸗ liche Lieder wurden memoriert. 3) Iſraelitiſcher, gemeinſchaftlich mit der 5. und 4. Klaſſe(Fürſt), 1 St.: Bibliſche Geſchichte bis Joſua; Cahn, Leitfaden, Einleitung und erſter Theil: von Gott.

B. Sprachen. 1) Deutſche Sprache(Haeling), 6 St.: a) Der grammatikaliſche Unter⸗ richt umfaßte das Geeignete von dem reinen und durch Beifügung erweiterten Satz, ſowie von den darin vorkommenden Wortarten; Deklination und Conjugation; Wortbildung und vielfache orthogra⸗ phiſche Uebungen, nach dem Leitfaden von Brümmer. b) Leſen und Erklärung proſaiſcher und poe⸗ tiſcher Stücke aus dem Leſebuch von Buſchmann. 2) Franzöſiſche Sprache(Keilmann), 5 St.: Regeln über die Ausſprache; Artikel, Mehrzahlbildung und Deklination der Subſtantive, Vorwörter, Theilungsartikel, Conjugation der Hülfszeitwörter avoir und ôtre in fragender und ver⸗ neinender Form, Fürwörter, Zahlwörter; Memorieren von Vocabeln; Leſeübungen; mündliche und ſchriftliche Ueberſetzung der Uebungsſtücke in Otto's Grammatik, Lection 1 bis 16.

C. Matkematik. Rechnen(Haeling), 4 St.: Die vier Grundrechnungsarten mit unbenann⸗ ten und benannten ganzen Zahlen; das Wichtigſte aus dem Münz⸗, Maß⸗ und Gewichtsſyſtem. Theil⸗ barkeit der Zahlen. Leichte Fälle aus der Rechnung mit gemeinen und Decimalbrüchen; Kopfrechnen.

D. Hiſtoriſcke Wiſſenſchaften. 1) Geſchichte(Hölzl), 2 St.: Erzählungen aus der Sagen⸗ geſchichte der Griechen. 2) Geographie(Haeling), 2 St.: Geographiſche Vorbegriffe. Orientirung