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Schüler), Erläuterung und Erklärung; Zuſammenfaſſen des Gefundenen, anfangs unter Beihilfe des Lehrers, ſpäter durch die Schüler allein; Einprägung u. Wieder⸗ holung des Durchgenommenen. Bei Schulſpaziergängen werden oft geographiſche Belehrungen gegeben, Beobachtungen angeregt, die dann im Unterrichte verwertet werden. Nach Behandlung des Heimatkreiſes kommt die Karte von Heſſen und das Lehrbuch v. Müller in Gebrauch. Zunächſt Einführung in das Verſtändnis der Karte, dann Behandlung der Provinz Rheinheſſen und des Großherzogtums nach folgenden Geſichtspunkten: Lage, Grenzen, Bodengeſtaltung, Bewäſſerung, Klima, Produkte, Größe, Bevölkerung, Verkehrsmittel, politiſche Einteilung, wichtige Orte unter Anknüpfung geeigneter Sagen u. geſchichtlicher Erzählungen. Häusliche Auf⸗ gabe: Aufſchreiben einiger Sätze oder Nachleſen des Penſums im Lehrbuch und Wiederholen nach der Karte.
Anſchauungsnnterricht. Montag 9 ½— 10 u. Donnerstag 8—9. Einzelbe⸗ ſchreibungen von Tieren. Vorzeigen des Tieres(in natura oder Abbildung), Be⸗ ſprechung desſelben in fragend⸗entwickelnder Lehrform nach folgender Dispoſition: Anſchauen und Benennen des Tieres, Anſchauen und Beſchreiben der einzelnen Kör⸗ perteile, Größe, Bedeckung, Farbe, Fortpflanzung, Lebensweiſe,(Aufenthaltsort, Nahrung, Feinde) u. beſondere Eigenſchaften, Nutzen oder Schaden, Arten, Angabe der Ordnung, verwandte Tiere. Nach jedem Abſchnitte Zuſammenfaſſen des Weſent⸗ lichen und am Schluſſe mündliche Reproduktion des Ganzen durch die Schüler; Ver⸗ wertung des Beſprochenen in der Aufſatzſtunde. In der nächſten Std. Wiederholung des Durchgenommenen. Außerhalb der Schulzeit: Das in der folg. Stde. zu be⸗ ſchreibende Tier iſt zu beobachten. Nehrbaß.
Rechnen. Montag von 10—11. 1. Abteilung. Fortſetzung der in der II. Abt. begonnenen Uebungen. Kenntnis der Maße u. Gewichte, Uebung der 4 Spezies an denſelben, mündlich und ſchriftlich. II. Abteilung. Weiterausbau des Zahlenraumes von 100— 1000 und darüber. Uebungen in den 4 Spezies. Bei der Erklärung der einzelnen Maße u. Gewichte wird die 11. Abt. mit der IJ. beſchäftigt. Beide Abtei⸗ lungen haben von den in der Stunde erklärten Aufgaben einige zu Haus zu löſen. Abwechſelnde Beſchäftigung durch den Lehrer. Dienstag von 9—10, Arbeitszeit 15 Min. Mittwoch von 8— 9, Arbeitsz. 10 Min. Donnerstag von 10—11, Arbeitsz. 15 Min. Freitag von 10—11, Arbeitsz. 15 Min. Samstag von 8—9, Arbeitsz. 10 Min. Nach Durchſicht der häusl. Aufgaben iſt das Verfahren an den 5 vor⸗ ſtehenden Tagen genau ſo wie am Montag. Minnich.
Latein. VIIa(nicht verbindlich). Winter⸗Halbj. 1. Montag, 11—12: In der erſten Hälfte d. St. wöchentl. ein Exercitium(⸗Ueberſetzung genau beſprochener deutſchen Sätze, oder Umſtellung, bezw. Retroverſion lat. S. S.) abwechſelnd mit einem Diktat genau durchgearbeiteter l. Sätze. Exercitien je ½ S.: Dez. 1., 15., Jan. 12., 26., Febr. 9., 23., März 9. Diktate je ½— ¼ S.: Dez. 8., Jan. 5., 19., Febr. 2., 16., März 2. In der zweiten Hälfte der Stunde: Ueberſetzung, Mutation u. Retroverſion lat. S. S. mit öfterer Benutzung der Wandtafel: Im Anſchluſſe daran Einführung in die Formenlehre und Einübung derſelben. Auswendiglernen kleinerer im Zuſam⸗ menhang ſtehenden Stücke. Die Wörter werden erſt gelernt, wenn ſie in Sätzen bereits angewandt worden ſind. 2. Dienstag, 9—10: Wie Montag zweite Hälfte. 3. Freitag, 8—9: Rückgabe und Beſprechung der Montags geſchriebenen Exereitien, bezw. Diktate, ſodann wie Dienstag. 4. Samstag, 10—11: Wie Dienstag.— Dem häuslichen Fleiße bleiben die Wiederholung überſetzter S. S., das feſtere Ein⸗ prägen der in der Stunde bereits verwandten Wörter, zuweilen Auswendiglernen einzelner S. S.(ſiehe oben!) und vereinzelte Präparationen überlaſſen.
Obenauer.
Klaſſe VIII. Vorſchule C. D.)
II. Abteilung. Schreibleſen. Montag 10—12, Dienstag 9—10, Mittwoch 10— 11, Donnerstag 10— 12, Freitag, 10—11, Samstag 10—11. Kenntnis des kleinen und großen Alphabets in deutſcher Schreib⸗ und Druckſchrift.
Arbeitszeit
10 Min.
15 Min.
15 Min.


