9
holung in der folgenden Stunde(etwa 15 Min.): Beſchreibung des Verſuchs in zuſammenhängender Darſtellung(wie Zeichnung des Apparates an die Wandtafel) und Wiedergabe des reſultierenden Geſetzes; ev. Hinweis auf die Anwendung des Geſetzes im täglichen Leben. Von Zeit zu Zeit Ruhepunkte zur Vornahme von Gruppierungen und Aufſuchen von Analogien zur weiteren Befeſtigung des Stoffs. Häusliche Arbeit: Vorbereitung auf die Wiederholung(10—15 Minuten).
. Dr. Weimar.
Klaſſe VII.(Vorſchule A, B.)
a. Ev. Religion. Kl. VIl und VIII komb. Mittwoch und Samſtag von 11— 12. Lehrſtoff im Schuljahr 1890/91: Die im Lehrbuch mit U u. einige mit M bezeichneten Geſchichten d. A. T., die 10 Gebote, einige Gebete und 3 Lieder.(Der Lehrgang wird nur zur Zeit der hohen Feſte unterbrochen, um die darauf bezügl. Geſchichten d. N. T. zu beſprechen.) Jede Std. beginnt mit Choralgeſang; dann folgt Wiederholung des in der vorhergehenden Std. Durchgenommenen, zuletzt Durcharbeitung einer kleineren Geſchichte oder bei größeren eines Teiles derſelben(etwa ¾— 1 Seite) in folgender Weiſe: Zuſammenhängendes, freies Vorerzählen durch den Lehrer(oft geht eine ſogenannte Vorbereitung voraus), abſchnittweiſes Erzählen, Abfragen des Inhalts, kurze Wort⸗ und Sacherklärung, Nacherzählen durch die Schüler(Vorzeigen eines Bildes), Beſprechung des Inhalts, Zuſammenfaſſung und Anwendung; im Anſchluß daran Erklären und Einprägen (durch Vor⸗ und Nachſprechen) eines Bibelſpruches oder Liederverſes; Nachleſen der Geſchichte im Buche. Als häusliche Aufgabe wird das Durchleſen der Geſch. ver⸗ langt, ſo daß die Schüler der VII. Klaſſe dieſelbe in der nächſten Std. erzählen und die der VIII. Kl. leichte Fragen beantworten können. Am Ende eines Monats Ver⸗ wendung 1 Std. zur überſichtlichen Wiederholung des in dieſem Monat durchge⸗ arbeiteten Stoffes. Nehrbaß.
b. Kath. Religion.(S. o.) J. Die Kinder des I. Jahrganges lernen in der Schule ſelbſt die nötigen Gebete, ſo daß die Einübung zu Hauſe wenig Zeit erfordert. 1l. Bei den Kindern der übrigen Jahrgänge: Im erſten Jahre J. Hauptſtück des kleinen Katechismus, Bibliſche Geſchichte des alten Teſtamentes(Lehrbüchlein von Knecht). Im zweiten Jahre I1. Hauptſtück des kleinen Katechismus, Bbl. Geſchichte des neuen Teſtamentes 1. Teil. Im dritten Jahre III. Hauptſtück des kleinen Kate⸗ chismus, Bbl. Geſchichte des neuen Teſtamentes II. Teil. Das Penſum wird ſtets in einer Weiſe mit den Kindern beſprochen, daß die Erlernung desſelben zu Hauſe in 10 Minuten ſehr leicht möglich iſt. Heeß, Pfarrer.
Aufſatz(Aufſatzübungen.) Montag 9—10(Anſch. u. Aufſ.) u. Donnerstag von 8—9. Durcharbeitung leichter Erzählungen u. einfacher Beſchreibungen(letztere im Anſchluß an den Anſchauungsunterricht bezw. Unterricht in der Naturgeſchichte). Lehrverfahren: Vorerzählen bei Erzählungen oder Aufbau durch Fragen bei Be⸗ ſchreibungen, ſatzweiſes Abfragen, zuſammenhängende Wiedergabe durch die Schüler, Buchſtabieren und Anſchreiben der ſchweren Wörter, nochmaliges Erzählen durch einen Schüler, wenn noch Zeit übrig iſt, Niederſchreiben in der Stunde, im anderen Falle als häusliche Aufgabe für Donnerstag Einſchreiben ins Arbeitsheft. Donner stag: Vorleſen des angefertigten Aufſätzchens von einigen Schülern, Aufmerkſammachen auf etwaige Fehler, Einſchreiben ins Aufſatzheft. Während des Einſchreibens mündliche und ſchriftliche Uebungen der Schüler der II. Abteilung. Montag erfolgt Rückgabe der korr. Arbeit u. Beſprechung der Fehler. Häusliche Arbeit für Donnerstag: Ver⸗ beſſerung. Alle 14 Tage wird eine Arbeit geſchrieben.
Grammatik. Dienstag 10—11(Gr. u. Leſen), Freitag 8—9(Gr. u. Orth.), event. Donnerstag(Gr. u. Aufſatz). Durcharbeitung des im eingeführten Lehrbuch (Schulze) enth. gram. Stoffs(meiſt nach dem Gang des Buches). Dienstag. Lehr⸗ verfahren: Anſchreiben von Wörtern oder paſſenden Sätzen an der Tafel, Entwicke⸗ lung der grammatiſchen Belehrungen an denſelben, Einprägen der entwickelten Regeln und Sprachgeſetze, vielfache mündliche Uebung der neuen Sprachform durch Bilden
Arbeitszeit
10— 15 Min.
10 Min.
10 Min.
20 Min.


