Aufsatz 
Versuch einer Geschichte der Hilde- und Kudrunsage / vom wissenschaftlichen Hilfslehrer Heinrich Schmitt
Entstehung
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4. Griechisch: 6 St. a) Grammatik: 1 St.

t

10.

6.

. Mathematik:

8. Et Aristidis et Camilli gratia ingratae patriae relata egregia fuit.

9.(Klassenaufsatz): Uter maior fuerit, Caesar an Pompeius. Otto.

Gram- matische Repetitionen. Extemporalien aus dem Deutschen in das Griechische und aus dem Griechischen in das Deutsche. Müller. Otto. b) Prosaische Lektüre: 3 St. C. A: Lys. orat. in Pratosth. Platos Phaedon mit Auswahl. UÜbungen im Extemporieren(Xen. Hell.). Müller. 9. B: Plato, Apologia Socratis; Lysias, orat. XVI, XXIV, XXX. Ubungen im Extemporieren(Xen.

Hell.). Otto. c) Poetische Lektüre: 2 St. C. A: Hom. II. VI. C. B: Hom. II. XIX XXIV. Müller.

. Französisch: 2 St. a) Grammatik: Plötz' Schul-

grammatik, Lekt. 70 79; alle 3 Wochen ein Extemporale.

b) Lektüre: C. A: Erzühlungen aus Souvestres Au coin du feu und Gedichte von A. Chénier.

C. B: Erzühlungen aus Souvestres Au coin du feu und Gedichte von V. Hugo. Ammann.

Hebräisch(fakultativ): 2 St. Das schwache

Verbum schriftlich und mündlich eingeübt nach Seffers Elementarbuch. Das Wichtigste aus der Lehre vom Nomen. Gelesen wurden ausgewählte Abschnitte aus Seffer. Spiefs.

. Englisch(fakultativ): 2 St.(komb. mit I1).

Ammann.

Geschichte und Geographie: 3 St. Deutsche

Geschichte bis zum Augsburger Religionsfrieden. Geographische Repetitionen. C. A: Scholz. C. B: Fritze.

a) Arithmetik und Algebra: 2 St.: Gleichungen zweiten Grades mit einer und mehreren Unbekannten; arithmetische und geometrische Reihen; Zinseszins- und Rentenrechnung, Ketten- brüche.(Aufgabensammlung von Heis.)

b) Geometrie: 2 St.: Stereometrie(Elemente III

von Reidt). C. A u. C. B: Bücheler.

Physik: 2 St. Die Lehre von dem Gleichgewicht

und der Bewegung der Körper. C. A u. C. B: Bücheler.

Obersekunda.

Ordinarien: Cötus A: Oberlehrer D r. Flach.

Cötus B: Oberlehrer Dr. Adam.

. Religionslehre: a) Eoangelische. 2 St. C. A:

Reformation. Lieder und Sprüche. Gelesen wurde im Urtext der Brief Pauli an die Galater und das

Kirchengeschichte, besonders das Zeitalter der V Evangelium nach Markus. Lohr.

C. B: Neueré Kirchengeschichte, besonders das Zeitalter der Reformation. Das Kirchenjahr und die Geschichte des evang. Kirchenliedes. Wieder- holung einzelner Lieder. Gelesen wurden: die Apostelgeschichte im Urtext und die Augustana, bis zum 21. Artikel einschließslich. Die wich- tigsten Unterscheidungslehren. Spiefs.

b) Katholische. 2 St.(komb. mit II1 des R.-G.). Die Lehre von der Offenbarung überhaupt und von der Göttlichkeit des Christentums und der Kirche im besonderen.(Grundriſs der Apologetik von

Wedewer.) Wedewer.

2. Deutsch: 2 St. C. A: Gelesen und erklärt

wurden: SchillersSpaziergang,Wilhelm Tell, Jungfrau von Orleans; LessingsMinna von Barnhelm. Anleitung zur Abfassung von Auf- sätzen. Repetition früher gelernter Gedichte. Poetik.

Themata der Aufsätze:

1.Früh übt sich, was ein Meister werden will. (Chrie.)(Klassenarbeit.)

2. Welches kulturhistorische Bild entwirft Schiller in seinem GedichteDer Spaziergang?

3. Ist Volkes Stimme allezeit auch Gottes Stimme?

4. Ferro nocentius aurum.(Chrie.)(Klassenarbeit.)

5. Ein Gang um Mitternacht.

6. Die Lebensgeschichte der Jungfrau von Orleans. (Nach Schiller.)

7. Was läſst sich für und wider den Ausspruch des Ovid sagen: Differ; habent parvae commoda magna morae.(Klassenarbeit.)

8. Was man ist, das blieb man andern schuldig.

9. Ob in SchillersJungfrau von Orleans das Benehmen Johannas gegen ihren Vater wirklich von einem unkindlichen Herzen zeugt.

10. Warum ist es gut, dafs wir die Zukunft nicht vorher wissen?(Klassenarbeit.) Flach.

C. B: Gelesen und erklärt wurden: Goethes Hermann und Dorothea; SchillersEleusisches Fest undWallenstein; das Nibelungenlied. Im Anschluls an die Lektüre wurden die wichtigsten Teile der Rhetorik und Poetik besprochen und die wichtigsten Daten aus dem Leben der Dichter, insonderheit Goethes, nach Herbsts Leitfaden herangezogen. Ausgewählte Abschnitte wurden memoriert und deklamiert. Abwechselnd freie Vorträge der Schüler, meistens über erklärte Lesestücke. Grundzüge der Dispositionslehre, namentlich die Chrie.

Themata der Aufsätze:

1. Wie beweist Cicero in seinemCato major die Unsterblichkeit der menschlichen Seele?

2. Wie wird uns in den ersten Gesängen von GoethesHermann und Dorothea der Wirt geschildert?(Klassenaufsatz.)

. Festina lente!(Chrie.)

. Wodurch erregt Alexander der Groſse unsere

Bewunderung?

Die Erkennungsscene im 16. Buche der Odyssee.

(Klassenaufsatz.)

. Gedankengang des Prologs in SchillersWallen-

stein.

. Concordia res parvae crescunt, discordia maximae dilabuntur.(Chrie.)

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