Aufsatz 
Versuch einer Geschichte der Hilde- und Kudrunsage / vom wissenschaftlichen Hilfslehrer Heinrich Schmitt
Entstehung
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8. Metrische Übersetzung eines Abschnitts aus Vergils KAneide.

9. Der Nutzen des Fußsreisens.

10. Siegfried, das Ideal eines deutschen Helden, nach dem Nibelungenlied.(Klassenaufsatz.)

Spiefs.

3. Lateinisch: C. A u. B je 8 St. a) Grammatik: Tempora, Modi, Infinitiv, Participien, Gerundium und Supinum, Konjunktionen nach Ellendt-Seyffert. Repetitionen aus den vorhergehenden Pensen. Das Wichtigste aus der lateinischen Stilistik. Wöchent- lich abwechselnd Exercitien und Extemporalien.

Flach. Adam. b) Prosaische Lektüre: C. A: Livius VIII. Cicero, Cato maior. Flach. C. B: Livius XXII. Cicero de imperio Cn. Pompei und Catilin. I. Adam. c) Poetische Lektüre: 2 St. C. A: Vergil. Aen. III. C. B: Vergil. Aen. IV. Dieselben.

4. Griechisch: C. A u. B je 7 St. a) Grammatik: 2 St. Tempora, Modi, Infinitiv und Participium nach Curtius' Grammatik und Böhmes Übungsbuch. Wöchentlich abwechselnd ein Exercitium und ein Extemporale. Grammatische Repetitionen.

Flach. Adam. b) Prosaische Lektüre: 3 St. C. A: Xenoph. Hellen. I. Herodot VII. Flach.

C. B: Xenoph. Hellen. V und VI. Herodot VIII.

Adam. c) Poetische Lektüre: 2 St. C. A: Homer, Odyss. XII-XV. Müller.

C. B: Homer, Odyss. II, XVI, XVII, XVIII, XIX. S.: Schlaadt. W.: Spiefs.

5. Französisch: a) Grammatik: Plötz' Schulgrammatik, Lekt. 61 79; alle 14 Tage abwechselnd Exercitien und Extemporalien.

b) Lektüre: C. A: Lüdeckings Lesebuch II, aus- gewählte Stücke aus Abschnitt III; Gedichte.

C. B: Lüdeckings Lesebuch II, ausgewühlte Stücke aus Abschnitt II; Gedichte. Ammann.

6. Hebrüisch(fakultativ): 2 St. Schriftliche und mündliche Einübung des starken Verbums nach Seffer. Spieſs.

7. Englisch(fakultativ): 2 St. a) Grammatik: Ge- senius' Grammatik I, Kap. 123 mit den UÜbungs- beispielen der ersten Reihe; alle 14 Tage abwechselnd Exercitien und Extemporalien.

b) Lektüre: Ausgewühlte Stücke aus dem Lese-

buch. Ammann.

8. Geschichte: 2 St. Römische Geschichte bis 180 n. Chr. Repetitionen. Thomae. Fritze.

9. Geographie: 1 St. Physische und politische Geographie der auſsereuropäischen Erdteile. Repe- tition der Geographie von Europa.

Thomae. Fritze.

10. Mathematik: a) Arithmetik und Algebra: 2 St.: Repetition der Potenzen und Wurzeln; Logarithmen; Gleichungen ersten Grades mit mehreren Unbe- kannten und Gleichungen zweiten Grades mit einer Unbekannten.

b) Geometrie: 2 St.: Trigonometrie. C. A: Bücheler. C. B: Klau.

11. Physik: 2 St. Wärme, Magnetismus und Elek- trizität. C. A: Bücheler. C. B: Klau.

Untersekunda.

Ordinarien: Cötus A: Gymnasiallehrer Dr. Lohr. Cötus B: Gymnasiallehrer Fritze.

1. Religionslehre: a) Evangelische. 2 St. C. A u. B: Erster Theil der Kirchengeschichte. Lieder und Sprüche. Gelesen wurde das Evangelium nach Lukas. Lohr.

b) Katholische. 2 St.(Komb. mit II 2 des R.-G.) Kirchengeschichte II. Teil: von Gregor VII. bis zum XVIII. Jahrhundert. Wedewer.

2. Deutsch: 2 St. Gelesen und erklärt wurden: Schillers Balladen,Das Lied von der Glocke undWilhelm Tell. Einzelne Gedichte wurden memoriert. Repetition früher gelernter Gedichte, das Wichtigste aus der Poetik. Monatlich ein Aufsatz.

Themata der Aufsätze:

C. A: 1. Wie verherrlicht Schiller in derBürgschaft die Freundestreue?(Klassenaufsatz.)

2. Warum kündigt Amasis dem Polykrates die Freundschaft?(Nach SchillersRing des Polykrates.)

3. Womit entschuldigt der Ritter bei Schiller den

Kampf mit dem Drachen?

Lob des Waldes.

Das Feuer, ein Freund des Menschen. Und dies sei fortan ihr Beruf

Wozu der Meister sie erschuf:

S8

Dem Schicksal leihe sie die Zunge;

Selbst herzlos, ohne Mitgefühl,

Begleite sie mit ihrem Schwunge

Des Lebens wechselvolles Spiel. (Klassenaufsatz.)

7. Wie schildert Homer den Polyphem?

8. Ut sementem feceris, ita metes.(Chrie.)

9. Welchen Gang nahmen die Verhandlungen der Schweizer auf dem Rütli?(Nach Schillers Tell II, 2.)(Klassenaufsatz.).

10. Wodurch wird der Bund veranlaßst, den die drei Männer, Melchthal, Stauffacher und Walther Fürst, schlieſfsen?(Nach SchillersTell I.)

Themata der Aufsätze:

C. B: 1. Aus welchen Gründen konnte Karl der Großse den Mai Wonnemonat nennen? 2. Wie urteilen Ankläger und Verteidiger über das Bürgerrecht des Dichters Archias? 3. Eine unterbrochene Aufführung von Aeschylus' Eumeniden.(Nach SchillersKraniche des Ibykus.)

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