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Worte offenbart, und man ſollte ſich daher doch recht huͤten, ſo ge⸗ ringſchaͤtzig von der Natur zu reden, oder von der Naturwiſſen⸗ ſchaft, welche die in den Naturdingen dargeſtellten Gedanken Gottes nachzudenken einen Verſuch macht.« Deinhardt.»Es iſt Manchem viel mehr moͤglich, in der Natur den Schoͤpfer zu erkennen, als in der Geſchichte, weil die Vernunft, welche ſich in der Natur offenbart, nicht durch die Willkuͤhr der menſchlichen Freiheit getruͤbt wird, wie in der Geſchichte, in der man erſt durch das Boͤſe hindurch und hinter dem Boͤſen das Gute und die Lenkung Gottes, freilich dann auch in einem viel helleren Lichte erkennen kann.⸗ Derſelbe.»Gibt es irgend ein Mittel, wodurch die in dem jugendlichen Ge⸗ muͤthe gewoͤhnlich ſehr fluͤchtigen Regungen der Religion, die nur als einzelne Strahlen ihres Lichtes zu betrachten ſind, zu einer durch das ganze Leben er⸗ leuchtenden und erwaͤrmenden Sonne vereinigt werden koͤnnen: ſo beſteht dieſes Mittel in einer Naturkenntniß, die nicht mit der Religion im Gegenſatze, ſondern im Einklange ſteht.« Blaſche. Ueberall, vom duͤrren Heidenſtrauche des kahlen Nordens, wie unter den duftigen Oelbaͤumen des uͤppigen Suͤdens, an dem Krater verheerender Vulkane und auf dem Meere ſturmbewegter Wellen habe ich die Herrlichkeit Gottes geſchaut, und haͤtte ich auch keine andere Verhei⸗ ßung, der Blick in die Natur und ihre ewigen Geſetze wuͤrden Unvergaͤnglichkeit meines beſſeren Weſens mit vollſter Zuver⸗ ſicht mich hoffen laſſen.«“ Baumann Naturgeſchichte fuͤr das Volk. S. II. „Wir oͤffnen durch die Naturkenntniß der jungen Seele das große Buch, aus welchem allein die wahre Weisheit zu ſchoͤpfen iſt; wir halten ihr den Spiegel vor, in welchem ſtie allein außer ſich Gott ſchauen kann; wir machen ſie mit der Welt, ihren Einrichtungen und Verhaͤltniſſen bekannt, um ſich nicht in das Irdiſche zu verlieren, ſondern ſie uͤber daſſelbe zu wahrer Gottſeligkeit zu erhe⸗ ben; wir weiſen ſie auf die Ordnung und Geſetze der ſichtbaren Natur hin, um ſie darin die Ordnung und die Geſetze der geiſtigen Natur erkennen zu laſſen; wir machen ſie mit der Erde bekannt, um ſie während ihrer Wanderſchaft auf derſelben von den vielen Irrthuͤmern, welche ſie von ihrem Ziele abbringen koͤnnten, zu bewahren. Wichtiger alſo, als man beim leberblick der Rubriken eines gewoͤhnlichen Schullections⸗Manuals glauben moͤchte, iſt dieſer Unterrichtszweig in jeder Erziehungsanſtalt, ganz beſonders bei einer Erziehung im Geiſte des Chriſten⸗ thums.⸗ Hergenroͤther.»Ihr, Lehrer des Volks und der Jugend, ihr ſeid berufen, das goͤttliche Wort zu verkuͤndigen, und ihr vergeßt die erhabenen Worte des Pſalmiſten: Die Himmel erzaͤhlen die Ehre Gottes und die Veſte verkuͤndigt ſeiner Haͤnde Werk! Fuͤhret im Geiſte eure Zuhoͤrer hinaus in die Natur, und lehret ſie die Wunder des Hoͤchſten kennen, die er taͤglich vor ihren Augen thut! Wahrlich, ſie werden es inniger und lebhafter fuͤhlen, wie Gottes Gegenwart ſie allenthalben umgibt, wie er im


