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neren Baues gegeben. Hierauf werden die beſchriebenen Gegenſtaͤnde verglichen, zuerſt nach ihren gemeinſchaftlichen, dann nach ihren unterſcheidenden Merkmale, und dieſes fuͤhrt dann den Schuͤler zur Auffaſſung der Merkmale einer jeden Klaſſe. Nach der Beſchreibung eines als Klaſſen⸗Repraͤſentant hervorgehobenen Individuums kann man den Schuͤlern noch eine Anzahl verwandter Arten der⸗ ſelben Klaſſe zur Anſchauung und kurzen Vergleichung in guten Abbildungen oder natuͤrlichen Exemplaren vorlegen, wodurch ſich das Bild der Klaſſenmerkmale deſto feſter und beſtimmter einpraͤgen, und der Schuͤler zugleich in den Stand geſetzt werden wird, ſich nach und mit den wichtigſten Arten ſaͤmmtlicher Klaſſen eines Reiches wenigſtens durch die Anſchauung bekannt zu machen. Ganz auf dieſelbe Weiſe werden auf der zweiten Stufe die Ordnungen ſaͤmmtlicher Klaſſen der drei Reiche durch Anſchauung, Beſchreibung und Vergleichung ein⸗ zelner Individuen der verſchiedenen Ordnungen als deren Repraͤſentanten ent⸗ wickelt. Bei einer jeden Ordnung werden noch die wichtigſten Gattungen und in der Botanik auch die wichtigſten Familien namhaft gemacht, letzteres nach dem natuͤrlichen Syſtem Perleks, nach welchem auch die Klaſſen und Ordnungen des Pflanzenreichs beſtimmt ſind; bei einer jeden Pflanzenbeſchreibung wird jedoch auch auf das Linne'ſche Syſtem Ruͤckſicht genommen. Die Klaſſen, ſowohl des Thier⸗ als Pflanzenreichs, werden uͤbrigens im erſten Curſus wieder in hoͤhere Gruppen, Kreiſe genannt, zuſammengefaßt. Die Naturgeſchichte des Mine⸗ ralreiches zerfaͤllt in zwei Zweige, deren erſter die Oryktognoſie(die Lehre von den ungemengten Mineralien), der zweite die Geognoſie(Lehre von den gemengten Mineralien oder Felsarten) enthaͤlt. Von den zwei Stufen, in welche wieder der oryktognoſiſche Unterricht zerfaͤllt, handelt die erſte von den Klaſſen und Ordnungen, die zweite von den Familien mit Nennung der wichtigſten Gattungen.
In der Zoologie und Botanik geht Eichelberg alſo nur bis zu den Ordnun⸗ gen, in der Mineralogie bis zu den Familien hinab. Nach denſelben Principien koͤnnten aber die beiden erſten Theile der Naturgeſchichte in drei weitere Curſe zerfallen, welche von den Familien, Gattungen und Arten handeln wuͤrden; in der Mineralogie aber wuͤrden noch zwei Curſe zur Beſchreibung der Gattungen und Arten erforderlich ſein.
Als Anhaͤnger der ſynthetiſchen Methode tritt auch Gabriel auf in ſeinem Werke:»Naturkunde fuͤr gebildete Freunde derſelben, namentlich fuͤr Lehrer, nach methodiſchen Grundſaͤtzen«, wovon zu Berlin 1839 als erſter Theil die An⸗ thropologie erſchienen iſt. Ueber die Vertheilung des naturgeſchichtlichen Lehr⸗ ſtoffes im Curſe ſpricht ſich derſelbe in dem Vorworte zu ſeiner Anthropologie auf folgende Weiſe aus:
Der naturgeſchichtliche Lehrſtoff zerfaͤllt in zwei große Abtheilungen, in Be⸗ trachtung der Materie und in Betrachtung des Lebens, oder in Anatomie und Phyſiologie. Die Anatomie zerfaͤllt wieder in die aͤußere und innere,
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