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die hervorzuhebenden Merkmale, und vermehre von Curſus zu Curſus die Zahl der ſeltneren und auslaͤndiſchen Naturprodukte.
Vierter Curſus. Sein Stoff iſt: 1) Anthropologie; 2) das Wichtigſte uͤber den inneren Bau und die Seelenthätigkeit der groͤßeren Thiergruppen; 3) das Wichtigſte uͤber den inneren Bau, die chemiſchen Beſtandtheile und das Le⸗ ben der Pflanzen; 4) das Wichtigſte uͤber die Grundſtoffe der Mineralien; 5) eine genaue Vergleichung der drei Naturreiche. Hier ſind anatomiſche Praͤparate und Abbildungen ſowohl zur Anatomie des Menſchen, als zur vergleichenden Anatomie, zuweilen auch Zergliederungen von Thieren und Pflanzen, chemiſche Zerlegung von Mineralien und der Gebrauch des Vergroͤßerungsglaſes erfor⸗ derlich. Fuͤr die Anatomie und Phyſiologie der Thierwelt dient der Bau des menſchlichen Koͤrpers zum Maßſtabe; denn der Menſch iſt, wie Oken ſagt, das Maß und der Meſſer der Schoͤpfung. Daher muß dieſer Curſus mit der Ana⸗ tomie beginnen; mit dem Bau des Menſchen wird dann die Organiſation der uͤbrigen groͤßeren Thiergruppen verglichen.
Die ſynthetiſche Methode hat Kuͤtzing in ſeinem Compendium der geſammten Naturgeſchichte praktiſch durchgefuͤhrt. Er theilt den ganzen naturge⸗ ſchichtlichen Unterricht auf folgende Weiſe in drei Curſe ein:
Erſter Curſus. Nachdem der Begriff des Koͤrpers uͤberhaupt und des Naturkoͤrpers insbeſondere entwickelt, dann die Gruppirung der Naturkoͤrper zu organiſchen und unorganiſchen und ihre Eintheilung in drei Reiche gezeigt und die Merkmale derſelben zur Anſchauung gebracht worden ſind, folgen die Merk⸗ male der Klaſſen eines jeden Reiches. In jeder Klaſſe werden die wichtigſten Familien beſchrieben und bei einer jeden die wichtigſten Gattungen angegeben. Jedem Reiche voran geht eine kurze Terminologie. Es verſteht ſich, daß die Begriffe der Klaſſen und Familien, ſo wie die terminologiſchen Ausdruͤcke, mit Hilfe der Anſchauung an Individnen, welche als Repraͤſentanten diüſes Gruppen gelten koͤnnen, entwickelt werden. Wie bei der analytiſchen Methode werden auch hier dem Schuͤler einzelne Naturkoͤrper aus allen Reichen zur Betrachtung und Beſchreibung vorgelegt; er ſoll aber an ihnen nur die allgemeinſten Merk⸗ male auffaſſen, und von den Gattungs⸗ und Artkennzeichen einſtweilen noch ab⸗ ſtrahiren. Dabei kann und ſoll der Schuͤler, wenn auch nur durch die Anſchauung, ohne daß ſchon hier die Einpraͤgung der Artkennzeichen verlangt wird, mit vielen wichtigen Arten ſaͤmmtlicher Reiche bekannt gemacht werden. Den Begriff der Ordnung hat Kuͤtzing nicht aufgenommen; dagegen faͤllt das, was er Familie nennt, in der Zoologie meiſtens mit den Gruppen zuſammen, welche gewoͤhnlich Ordnungen heißen. Man koͤnnte als zweckmaͤßig auch noch den Begriff der Ord⸗ nung aufnehmen, jede Klaſſe in ihre Ordnungen nach dem einfachſten kuͤnſtlichen Shliime eintheilen laſſen und aus jeder Ordnung einige wichtige Familien be⸗
reiben.


