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ter den 3 Isenburgern, und in einer anderen, eine Schenkung betreffenden Urkunde Hermanns von Virneburg vom J. 1219 150) gleich hinter Heinrich von Jsenburg als Zeu- ge. Das dürfte also immerhin mehr für Herleitung des Anteils an Westerburg aus Jsen- burgischem Besitz sprechen. Gerlach II. wage ich ihn eben auch nicht, nicht einmal vermutungsweise, zuzusprechen.
Ein Allodialgut besass Gerlach II. zu Kruft im Kreis Mayen, wie aus einer Ur- kunde von 1213 151¹) hervorgeht, worin der Aussteller Heinrich. Gerlachs Sohn, ein Gut. welches er für ein Drittel des Burgbergs von Grensau und 230 Mark an die Abtei
laacde verkauft. bezeichnet als ein allodium, quod a progenitoribus meis in Crufte bossed 1.
Wenn ferner c. 1195 Werner II. von Bolanden 152) einen Hof in Elre d. i. Eller an der Mosel im Kreis Cochem cum omnibus villis pertinentious ad illam curiam von Gerlachs II. Söhnen Gerlach und Heinrich zu Lehen hat 153), So rührte dieser gemein- same(allodiale?) Besitz doch wohl daher, dass ihr Vater Gerlach die Güter auf sie ver- erbt. also selbst sie besessen hatte.
Derselbe Werner II. hatte 154) die Hälfte des Kirchsatzes, sowie des Zehnten in Särstadt und allen dazu gehörigen Dörfern(villae), deren es anfänglich 155) 15 waren, nämlich ausser Bärstadt selbst 156) Schwalbach, Hausen, Wambach, Fisch- bach. Lindschied, Heimbach, Ramstadt, Hettenhain, Langenseifen, Ober- und Niedergladbach Collatur und Zehnten dieser beiden hatte schon um d. J. 1000 Erzbischof Willegis von Mainz an das dortige Skt. Viktorstift geschenkt 157)— und die ausgegangenen Orte Selhain(bei Niedergladbach), Fortelbach(bei Fischbach) und Anselburg(bei Hausen) 1¹58), aus welchen allen im 14. Jahrhundert sich die Kirchspiele Bärstadt, Langenschwalbach und Niedergladbach bildeten, von Gerlach von Jsenburg, also dem Sohne Gerlachs II., zu Lehen. Ob diese Hälfte wohl darauf hinweisen mag, dass Gerlach II. selbst das Ganze allein oder etwa auch schon mit seinem Bruder Rembold gemeinschaftlich hatte, ist danach noch fraglich, um so mehr, weil 1315 Pauline von Frauenstein und ihr Sohn Siegfried„Bärstadt mit allen Gülten und Rechten, die sie daselbst haben’, an Wilhelm I. von Katzenellenbogen für 350 Mark verkauften 159), woraus eher zu schliessen sein dürfte, dass die Ritter von Frauenstein, die als ein Zweig der Ritterfamilie von Schierstein gelten, sich mit Gerlachs II. Sohn oder schon mit Gerlach II. selbst in die Rechte und Einkünfte zu Bärstadt teilten. Allein eben weil gerade die Frauensteiner oder Schiersteiner 160) neben Gerlach III. von Jsenburg(-Covern) hier mit bedeutendem Besitz erscheinen und später die Jsenburger Herren von Limburg, Nach- kommen Gerlachs II., nicht aber Gerlachs III., auch einen Anteil an der Burg Frauen- stein hatten 16¹1), was auf frühere Vereinigung dieses Jsenburgischen Besitzes unter einem gemeinsamen Stammvater der Coverner und Limburger Linie und zugleich vielleicht auf Familienverwandschaft. die schon im 12. Jahrhundert zwischen Jsenburgern und Schiersteinern bestand, hinweist, möchte einerseits etwa die Folgerung gestattet sein, dass eben im 12. Jahrhundert der Teil an Schiersteinischem Gut im Besitz Gerlachs II. gewesen sei, andererseits dass vor Gerlach III. auch Gerlach II. schon den halben Kir- chensatz und Zehnten in Bärstadt und seinen Filialen gehabt habe. Und wenn nach dem Erlöschen der Jsenburger in Limburg ihr Rechtsnachfolger, der Erzbischof von
150) Mitt. Urkdb. III S. 106. 151) Mitt. Urkdb. III S. 4. 152) nach Sauer. D. ältesten Lehensbücher der Herrschaft Bolanden, 1882, S. 27. 153) Kölluer S. 30 u. Gör⸗ II S. 175 haben Elve statt Elre, und Görz erklärt es als Alf, was demnach zu berichtigen. 1¹⁵4) Sauer I. c. S. 28. Vgl. auch Köllner S. 30. ¹155) nach Vogel S. 613. 156) nach Bodmann, Rheingauische Altertümer S. 693. 157) Vogel S. 586. Vgl. Zaun. Beiträge z. Gesch. des Landcapitels Kheingan, 1879, S. 208 f. 1⁵8) Vogel S. 616, 613. 615- 159) Wenck Ib S. 87; Nass. Urkdb. I 3 S. 95. 160) Die Burg Frauenstein, meint Vogel S. 543, sei erst im Anfang des 13. Jahrhunderts von einem Schierstsiuer Ritter erbaut worden. 16¹) den 1310 Johann von Limburg an Mainz für 200 Muark verkaunfte.


