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Fischer 62) unbestritten auch Ariendorf gehörte(auch die verlorenen„Gerichte“ Leubs- dorf und Dattenberg beanspruchte 1266 Heinrichs I. Enkel Gerlach und zum Teil der Burggraf von Hammerstein). Nach einer Urkunde von 1136 6³) hatte es damals ein Gerlach von Jsenburg; und da schon 1092 64), wo der Probst Poppo vom Skt. Simeons- stift zu Trier Anordnungen über Verbesserung der Einkünfte seines Stifts aus dem Hof (curtis) Hönnigen trifft, der Vogt des Gutes(vadvocatus ipsius boni“) Gerlach genannt wird. so müssen wir unter diesem uns auch einen Jsenburger denken. Letzterer kann nun wohl nur Gerlachs II. Oheim gewesen sein, und weil Gerlachs II. Sohn Heinrich spä- ter die Vogtei hatte, so ist der Inhaber derselben 1136 Gerlach II. und anzuneh- men. dass Sie von Gerlach I., der ohne Erben oder wenigstens ohne Söhne gestorben zu sein scheint. auf unseren Gerlach Il. überging. Das Gut Hönningen, dessen Vogtei die Jsenburger hatten und zwar nach der Urkunde bei Fischer 65) vom J. 1346 als Trie- risches Lehen 66), war mit anderen von einer Wittwe Gerbirch 1041 dem Erastift Trier durch Precarie(d. h. Schenkung unter der Bedingung des lebenslänglichen Genusses vom Er- trag des Geschenkten und etwa, wie hier, auch anderer dem Schenker überwiesener Ein- künfte) zugefallen, von dem damaligen Erzbischof Poppo(1016— 47) aber ward be- stimmt, dass nach Gerbirchs Tode das Stift St. Simeon zu Trier es erhalten solle. Da in der hierüber ausgestellten Urkunde 6⁷) neben Graf Gerolt von 30 weiteren Zeu- gen zuerst ein Gerlach und ein Reginbolt stehen,(wie auch an 2. und 3. Stelle unter 21 in einer Urkunde Poppo's von 1042 68), so müssen diese beiden Jsenburger— denn da- für sind gewiss nicht nur die letzteren, wie es Görz 69) mit Simon 7⁰) thut. zu halten. vondern auch die in der Urkunde von 1041 rechnet Simon sicherlich mit Recht zu ihnen 71)— sehr angesehen bei dem Erzbischof Poppo. dem Sohne des Markgrafen Luitpold I. von Oesterreich, gewesen sein, und man wird kaum fehlgehen, wenn man annimmt. dass einem von ihnen schon die Vogtei zu Hoenningen übertragen worden sei. die wir 1092 pei dem Geschlechte finden. Uebrigens stritten nach einer Urkunde vom 24. 72) Sept. 1269 73) damals das Simeonsstift, dem der Erzbischof Theoderich von Trier 1216 auch die Kirche(Pfarrei) Hönningen incorporiert hatte 74), und Gerlach von Jsenburg- Arenfels über Leute, von denen jenes behauptete, dass sie als Freie ihm zugehürten („ liberos et absolute ad nos pertinere*). Gerlach aber. sie gehürten ad suam advocati- am de Hoingen. Und da in einer Urkunde ven 1266 75⁵) zwischen dem„ Gericht* von Hönningen und der Vogtei des Simeonshofes unteischieden wird. wie äbnlich in der Belehnung durch Balduin von Trier 1346 76) zwischen Vegtei und Herrschaft der Jsen- burger zu Hönningen, so erwarben oder besassen die Jsenburger dort wohl auch selbst eine Grundherrlichkeit— nach der Verg'eichsurkunde von 1266 soll Burggraf Johann von Hammerstein wenigstens Güter in Niederhammerstein von Heinrich II. v. Nenburg und seinem Sohn Gerlach von A enfels zu Lehen erhalten—. Dass sie etwa gar eine
6²) I S. 15 n. Urkde. VI u. VII. 63³) Mitt. Urkdb. I S. 515 64) Mitt. Urkalb. I S. 413. 65) II S. 107 ff. 66) Auch das Georgenstift zu Bamberg hatte bis 1422 einen(nach der Vergleichsurkunde von 1136 kleineren) Hof zu Hönningen, den ihm Kaiser Heinrie h II. geschenkt. S. Mitt. Urkdb. 1 S. 344. Günther Cod. dipl. I S. 105 mit den Anm. Das Meieramt über den Hof hatte 1262 der Burggraf Johaun v. Hlam- merstein, wie mindestens schon desseu Vater Friedrich. S. Günther, Die Burggrafschaft Hammerstein. 1821. S. 4 u. 6 A. 8, auch dessen Cod. dipl. II S. 304.(7) Mitt. Urkdb. I S. 369. 68) Mitt. Urkdb. I S. 372. 69) Mitt. Reg. I S. 364. 7⁰) II S. 73 u. 74. 71) 1. c. Vgl. auch Pr. III S. 15. 72²) 28. nach Gorz III S. 557. 7³) bei Honth. Hist. Trev. I S. 788. 74) Görz Mitt. Reg. II S. 357. 75) Fischer II S. 7 u. Görz III S. 491; Günther, D. Burggrafsch. Hammerstein S. 6. Es ist ein Vergleich zwischen Gerlach v. JIsenburg- Arenfels und Burggraf Johann v. Hammerstein über die Gerichte zu Hoenningen u. Niederhammerstein, wonach Johann auf das von Henningen, Gerlach auf das zu Niederhammerstein verzichtet. 76) Fischer
II S. 108.


