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Menschen. Wir haben schon gehört, daß es nicht so leicht ist, eine Hexe oder einen Werwolf zu verwunden, weil sie „gefroren“, d. h. unverwundbar sind, daß man ihm aber mit einer Ladung aus Erbsilber oder Hollundermark ans Leben gehen kann und daß, wenn das Hexentier oder der Werwolf verwundet ist, der Mensch nach der Rückverwandlung die Wunde trägt und daran erkannt wird. Zu dieser deutschen Anschauung findet sich eine afrikanische Parallele bei Andree(S. 70 des älteren Werkes). Dort wird berichtet, daß die Zauberer der Fundyneger sich in Hyänen verwandeln können und in der Nacht Menschen und Wild erwürgen. Aber auch bei Tage sind sie gefährlich, denn ihr Blick kann Herz, Hand, Fuß oder Eingeweide unter unsäglichen Schmerzen verdorren lassen. Auf eine Hyäne schoß einst ein Soldat am Dschebel Bela in Ostsen- naar. Leute schlossen sich ihm bei der Verfolgung des schweißenden Raubtieres an, und man drang schließlich auf der Blutspur bis in die Hütte eines wegen Zauberei übel berufenen Mannes, der in seinem Bette lag und sich an einer frischen schweren Wunde verblutete. Da wußbte man genug; der Kranke starb bald, aber ihm folgte nicht lange darauf der Soldat im Tode nach an den Folgen des bösen Blicks, den der Geschossene ihm zugeschleudert hatte.— Eine Oldenburger Hexe oder Walriderske wollte sich nach ihrer Gewohnheit ein Reitpferd schaffen, indem sie einem Knechte einen Zaum über- zuwerfen versuchte, was ihn zum Pferde gemacht hätte. Der Knecht war aber geschwinder als die Hexe und zäumte sie selbst, wodurch sie ein Roß wurde, das der Knecht dem Schmiede zum Beschlagen zuführte. Am andern Morgen hatte des Knechtes Bäuerin Hufeisen an Händen und Füßen.— Dieser Oldenburger Erzählung kann an die Seite gestellt werden, was Wlislocki, Brauch der Magyaren, S. 153, erzählt:„Auf einen Bauer rollte einmal ein Rad los und hätte ihm beinahe alle Glieder gebrochen. Er trug es zum Schmied und während dieser es mit Eisen beschlug, verwandelte es sich in eine Hexe, die ganz mit Eisen überzogen war.“
Die Kunst der Verwandlung bringt also nicht nur Vor— teile; im Gegenteil, es ist eine recht bedenkliche Kunst, denn der verwandelte Mensch muß darauf gefaßt sein, Verwundungen,
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