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Krone ſich erklärt. In dem unteren Theile der Röhre bemerken wir vier vom Thalamus aus in dieſelbe eintretende Gefäßbündel, die aber keineswegs zur Krone ſelbſt, ſondern zu den mit derſelben verbundenen Theilen der Staubblätter gehören, und die denn auch an der Ab⸗ löſungsſtelle derſelben in die freien Fäden und, dieſe durchlaufend, ſogar ſchon in das Connectiv eintreten, ohne aber hier die ſpätere kolbige Gruppe zu bilden. Nach Wegnahme des Kelches und der Oberlippe ſieht man die vier Staubgefäße ſehr deutlich durch die durchſcheinende Röhre der Krone hindurchleuchten. Außerdem prägen die Antheren auch durch ihre bedeutende Maſſenzunahme der dicht ſich anſchmiegenden Röhre ihre Form in der Art auf, daß man ſchon an der Außenſeite derſelben ihre Theile, die Antherenhälften und das Conneecciv, deutlich aus⸗ geprägt findet. Die Staubgefäße haben jetzt noch ganz ihre urſprüngliche Stellung, ſie ſind noch vollkommen gleichmäßig ringsum vertheilt. An den freien Theilen der Staubfäden, die übrigens auch jetzt noch ſehr kurz ſind, iſt von der ſpäteren Krümmung noch nichts zu bemerken und die vorderen und hinteren ſind auch in der Größe noch nicht im Mindeſten von einander verſchieden. In dieſem Blattkreiſe herrſcht alſo noch durchaus die urſprüngliche voll⸗ kommene Regelmäßigkeit in Form und Stellung.
Länge der Antheren 0,01572“,
Breite der Antherenhälften 0.01041“.
Die Kölbchen ſind noch blaßgrün gefärbt und dabei noch ſehr ſtark durchſcheinend, ſo daß man das innere Gewebe leicht von außen erkennen kann. Die Haare auf den Kölbchen ſind alle erſt einzellig, die meiſten ſogar nur erſt halbkugelige Erhöhungen, deren Länge die Dicke noch nicht übertrifft.
Höhe und Dicke der letzteren 0,00046˙, Länge der größeren bis 0,00092“, Dicke derſelben 0,00069“.
Auf Querſchnitten durch die Antheren findet man ſchon die Scheidewände derſelben auf's Deutlichſte von dem übrigen Gewebe geſchieden, und die Kölbchen ſind alſo in dieſer Periode vierfächerig. Die Form dieſer Scheidewände iſt bei ihrem erſten Auftreten ſchon die nehmliche, wie bei ihrer ſpäteren Zerſtörung. Dies liegt in der Art ihrer Entſtehung; ſie bilden ſich nehmlich nicht, wie zuweilen behauptet wird, indem ſie vom Connectiv aus in die vorher einfächerige Antherenhälfte hineinwachſen, ſondern ſie ſind von Anfang an im Ur⸗ parenchym der Antheren mit angelegt und es bleibt alſo dann nur noch übrig, daß ſie ſich durch beſondere Ausbildungsweiſe von dem umgebenden Gewebe differenziren, und das iſt eben in dieſer Periode ſchon geſchehen. Während nehmlich jetzt ſchon das noch beſonders zu beſchrei⸗ bende Zellgewebe der Fächer aus Zellen anſehnlicher Größe beſteht, haben die Zellen der Scheidewände noch ſehr geringe Dimenſionen. Außerdem enthalten dieſelben auch Kerne von verhältnißmäßig bedeutender Größe(0,00016— 0,00031“ im Durchmeſſer), aus traubig zuſammengeballten kleineren Körnern beſtehend, welche die Eigenſchaft haben, obwohl ſie in Wirklichkeit eine gelbbraune Farbe beſitzen, bei beſonderer Einſtellung des Mikroſkopes mit ſchwarzer Farbe zu erſcheinen. Das iſt denn hauptſächlich die Urſache, weßhalb ſich die Scheide⸗ wände ſcharf von ihrer Umgebung abheben und ſelbſt, wenn man die ganze Anthere unter dem Mikroſkope betrachtet, mit deutlichen Umriſſen durch das umgebende durchſcheinende Ge⸗ webe hindurch ſichtbar ſind. Vom Connective an gehen dieſelben gerade aus bis an die Rima, die Längsfurche, an welcher die Antheren bei der Blüthenentfaltung aufſpringen, um den reifen Blüthenſtaub zu entlaſſen, und die jetzt an beiden Antherenhälften auf der inneren Seite deutlich


