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Aus Euripides:
Med. 1206: eoπννεμαςν ϑεέμ³ς νυννινι τεσαυσ⁶σστιι⁴αν corpus eius amplexus; J. A. 684: zaεέα meναἀο*ος ϑιιεν αι ινιἀωυν υμααννι σονm, denn rasch kommen Thränen mir, wenn ich so dich umfange; Rh. 210: S⁴doν τ τεοσ τ⁵οοαν—ταςαοιαꝝς zdõ τsα νιιονς νᷣrανσαοννμι 90 ά,⁷uνον νιεννιοων Bacch. 851 rναάχ ν πκιωνπμοω ◻φOmLανν νεέις εεαμαφν νυιαν, zuerst bringe ihn von Sinnen, loslassend die flinke Wut; Jon 460: ³6 α Nizd, 16 4⁄ε I1 910ν O1zOν OAον I0νευων σα‿dν μνιαηιέ̈νααιςς demνυι⁴ komme zum Iause des Pythiers, geflogen aus den goldnen Gemächern des Olympos etc. Herc. f. 109: d*‿αοοα ⁴μ‿ςdα zα m—⁵ᷣάοα§ϑε‿ννν, dναιων—⁵ἀέάιον⁸ 0ει dεμιμνοο. 8GrdAννν, zum Hause und zu der alten Lagerstätte kam ich, gestützt auf den Stab; 1012 s A„ Sas uπονντ⁴⁴υι⁶έωντπτσνοεειει⁴|ααο ον εdοανε᷑νοιs. dasz er, vom Schlafe ablassend, nicht noch eine That dem Vollbrachten hinzufüge; Cycl. 417 2&mπχαααεν οιν ⁴νιιιειν εένι dmπmε dοας Ieioα, er schlürfte, einen starken Zug gethan, und lobte(den Trank),„die Hände zum Himmel erhoben.“
Diese Beispiele mögen genügen. Wir ersechen aus ihnen, wie die griechische Auffassung und Darstellung vielfach der unsrigen entgegengesetzt ist, wie aber die griechische Sprache durch ihr aoristisches Particip mit der Bedeutung der Vollendung einer Handlung einen groszen Vorzug hat.
V. Das Particip des Aoristes von Verben der Bewegung.
Ein besonderes Kapitel glaube ich den Verben der Bewegung im Particip des Koristes widmen zu müssen. Denn einmal ist das Particip dieser Verben fast durchweg das des Koristes, was nach dem oben über den Geist der griechischen Sprache Bemerkten nicht Wunder nehmen kann: das Vollendetsein ist das, was interessiert, nicht das sich erst Entwickeln, das Werden. In dem Ausdruck des Vollendetseins liegt etwas Energisches, etwas Lebendiges. Das alles tritt bei diesen Verben ganz besonders stark hervor. Dann aber gewinnt die Darstellung durch den Acrist dieser Verba auch in anderer Beziehung. Im Deutschen schwächen wir dieselbe meist erheblich dadurch ab, dasz wir der Gleichzeitigkeit, dem Werden Ausdruck verleihen, oder bisweilen das Particip eines solchen Verbums gar nicht wiedergeben, es gleichsam als phraseologisch behandeln, was es für uns, aber in keinem Falle für den Griechen ist.
Zunächst einige Beispiele:
Aesch. Ag. 935 2α⁴ σωσ 1μνπε ⁶ιιαιειν εᷣοτiαeẽõ Ʒένιρ⁶ ν εν Ʒειιαννι υσνιαινεέ ⁴μοννꝛ und da Du gekommen zum häuslichen Herd, bringst Du, gekommen, Wärme uns zur Winterszcit.
Aesch. Prom. 730: 109140„v..... Kιεει⁶ν νιƷαεέιν ν ϑασσνυοσσ⁴mνμφν ν μσυηνσœα νιμν εμρeαεᷣο aꝛα-οινον, 735 I1τονσσ ιοανπνε εQιεον νππνιον φενεάν 1oοι⁶; in beiden Beispielen ziehen wir das Präsens vor. Prom. 707 001ν οιένςνεέμάνιέμνꝙ*⁴παμιον—ττοωε dντοs Gνοέιναμαα dντν 9-rεντν⁷ ãklunrous„bas, zuerst dich von hier nach Osten gewandt, wandle die unbebauten Fluren; Eur. Ph. 21: d ϑ⁶ωιmν νς ες ε 5απανmονπτεέαασννꝙεέσσιέιαεεν*νυιιmυάας: ein Beispiel, aus dem man aufs beste die Kraft, die Energie erkennen kann, die in dem Particip des Aoristes steckt. Eben- dieselbe Beobachtung können wir in den Versen 69 und 71 desselben Stückes leicht machen: 210


