Aufsatz 
Das Particip des Aoristes bei den Tragikern / von Phillipp Schäfer
Entstehung
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7* 7 1 7 8. 1 ν οmσαςα τυνν‿ 1183 Q Q- 1νιεεν ε᷑νκνκαιιιοειις ιν; Jon 1382 al⁴ο νι Ʒm⁷ rupdνε τέασ μ 709 ui 1ννο αᷣlᷣᷣyα eανοων ε πηνοι ναάνοαννναας. Herc. f. 216 G α 96½-GOι mπυνευννια μεειαραανντιισ 986 αεα ν õL⅒üvαπιοππεέ³νν Qιααηιαε, 996 G⁴⁴ιε 1ντ υπτέ̈καμμονοσσ.

VIII. Das part. aor. in der Bedeutung des sog. gnomischen Acristes.

Auch in dem gnomischen Aorist, glaube ich, kann man mit vollem Rechte die Bedeutung

der Vergangenheit einer Handlung oder eines Leidens finden. Denn was man oft gesehen, was 8 8*

wiederholt geschehen, das kann man als einmal geschehen in die Vergangenheit setzen. Dadurch gewinnt das oft Geschehene, das Allgemeine einen bestimmten Platz in der Zeit. Die Koncentration wiederholt eingetretener Fälle zu einem Bilde geschieht durch den Acrist.

Auch in dem part. aor. liegt bisweilen ein gnomischer Sinn, so in folgenden Beispielen:

8,

Soph. Ant. 476% 00 ν¶ᷣ m ϑρσυεένια 2αἀ dayεέυντα εέσν ν εεεε⁶οις 478 0101 1 mϑυνιιμοωυιεέμνοο A... 9 5 2 ⸗⸗ 4 4 Irονς aααοιιςενιας Aesch. Ag. 933 61Sdo dονςᷣ νυeς uer es 00ονινι σeεν νυμεεᷣοeνναάa 9ειο⁴εοι νντηυννα, Suppl. 973 zu* 1παςσσεέιυμνν Qαμςνν ευιοσος νιι ττάα ι⁸ τταιειιιι qιι eε‿ 21* ꝙƷτεέειινιι εετεινιέεν

Schlusz.

Aus dieser Untersuchung ergiebt sich nun zunächst, dasz dem part. aor. in den allermeisten Fällen eine vollendete Handlung zu Grunde liegt, dasz es diese fixiert, ohne die aus der Vollendung jener sich ergebenden Folgen und Wirkungen auszudrücken. Wenn man von den Verben der Wahr- nehmung, der Gemütsbewegung und des Sagens absieht, so sind die Fälle, in denen das part. aor. nur die Handlung des Verbums an sich bezeichnet, bei den Tragikern sehr selten. Im Gegensatze zu den schwerfälligen Formen des Präsens und besonders des Perfects ist das part. aor. seiner Form und seiner Bedeutung nach so recht geeignet, die Darstellung zu beleben, dem Ausdruck eine Plastik zu geben, die wir durch die Uebersetzung meist zerstören. Wir haben ferner an ihm ein vortreffliches Mittel, in den Geist der griechischen Sprache einzudringen: ein Mittel, dessen wir uns geradezu be- rauben, wenn wir die Bedeutung der Vollendung bei dem Particip des Koristes nicht zu ihrem vollen Rechte kommen lassen. Schlieszlich möchte ich auch darauf hinweisen, dasz es sich sehr oft noch durch seine Form dem Dichter empfiehlt.

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