Aufsatz 
Das Particip des Aoristes bei den Tragikern / von Phillipp Schäfer
Entstehung
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Aesch. Prom. 307 sagt Prometheus von sich, er habe, ein Freund des Zeus, diesem seine Herrschaft errichten helfen: deεμκν ϑςμα, 16νε τννμεμς idον, 10ν ουνταιατm⁴σρ᷑ννπιασα μν τυοασνυνννιϑeα 01.α υππι αχιτον τπη[μιιμοωνναχισαι Qαἀᷣναμσνοαά; in demselben Stücke, V. 949, sagt Hermes zu Prometheus: 0E, 10ν Gσανꝙντν νμειμηιιαις νmπηιόρσπσιιαον, τν εεμαφσετνν εeς 5εοdsς.... 16, dich, der gegen die Götter gefrevelt. Häufiger ist das Particip des Aoristes von aælεlνα mit dem Artikel verbunden. So heiszt es Aesch. Eum. 414:α ᷣõoᴵΤ⏓mr-cνt ποι τ⁶ ια τᷣ qupis; wo d ανανν einfach bedeutet, derjenige, der getötet hat. Wir würden sagen:der Mörder, aber das würde sprachlich ebensowenig den griechischen Ausdruck treffen, als wenn man für 6 ϑασσν έder Tote sagen würde. Eum. 918 lesen wir: d e muũυαασςσ ⁵5αε‿ν τιν˖ d' 0106*, ö9eν diyx Slrou, wer diese(die Eumeniden) nicht für sich gewonnen, der weisz nicht, woher, wenn sie ihm zürnen, die Schicksalsschläge sein Leben treffen. Ch. 310: οσασντιι τππταιειινν½τ ταιιεέιν μιοο τε νωνεt:dem Thäter das Leid, so lautet die uralte Satzung übersetzt Todt schön diese Stelle. Aber wenn wir von Thäter sprechen, so schwebt uns doch noch der auf die That, auf das Thun folgende Zustand vor; der griechische Ausdruck ρσασ abstrahiert davon vollständig; die Folge ist, dasz auch hier der Inhalt des Verbums mehr zur Geltung kommt. Pers. 752: dεοιιμα, π, aouroν ππ⁶ οG 0d0 σόισπτς εέννυννιαι το †φ¶doοαωννοε doupy, ich fürchte, der von mir erworbene Reichtum fällt zum Raube dem Menschen, der zuerst gekommen. Wir würden hier wohl eher das Particip des Präsens erwarten: aber indem der Dichter den Aorist nimmt, versetzt er den Darius, der diese Worte spricht, schon in die Zeit, die er kommen sieht: vor seinem geistigen Auge sieht er schon, wie der, der zuerst in seinen Palast eingedrungen, seine Schätze raubt. Dasz durch eine solche Ausdrucksweise die Darstellung sehr gewinnt, ist nicht zu leugnen. Ag. 309: zlM τι oςονιιν να 70ικmα⁴⁶νντιν iνα doyyds droueεrν ενιι σιυιαιαοο dνσς wo ol dawres die sind, die unterlagen, 2όάσσ⁶νπε die, die gesiegt haben; übersetzen wir die Participien mitdie Besiegten unddie Sieger, so schwebt uns wieder auch der auf die vergangene Handlung folgende Zustand vor. Ag. 1530: uiεανειαι ϑ μνμηινιοε εέν ϑινς τανεανν τν εοεςντα, solange Zeus regiert, erwartet Leid den, der gefehlt.

In allen diesen Beispielen bezeichnet das Particip des Aoristes einen Zustand, es ist eine Handlung fixiert, aber insoweit, dasz, wie schon gesagt, nur das ausgedrückt wird, dasz etwas gethan oder erlitten worden ist.

Ein Particip des Aoristes möchte ich noch besonders hervorheben, das sehr häufig mit dem Artikel verbunden gefunden wird, oder bei dem er zu ergänzen, es ist das part. aor. von 1ʃαι.

Aesch. Suppl. 677 lesen wir: 10 vdo εᷣννυνιπν σιας τοιιον τν εέννμεςιαο drας εeνναρν 1eενιοσοiιμναον, denn diese Scheu vor den Eltern ist als dritte unter den Satzungen der am höchsten geehrten Dicke aufgeschrieben. Scpt. 901 dνυιασεμόυ σi τiVονςσσ 1ττο ταͥα νυνναedν drodαα Texανονοοι zν̈᷑ννντα, unglücklich, die sie geboren, von allen, die Frauen heiszen; Eur. J. A. 1551 n οτανρα τ rerövrt AnGioν deε⁸ 1⁴ε; d τeννν ‿έ‿ der Erzeuger..

Wenn wir für d τέν έ der Vater und für rexoũα= die Mutter, für ol rezévres= die Eltern sagen, so verbinden wir damit Begriffe und Vorstellungen, die in dem griechischen Ausdruck nicht liegen. Er ist ein ethisches Moment, das in unseren Bezeichnungen, auch sprechlich schon, liegt, das dem griechischen Ausdruck aber fehlt. Hier wird vielmehr das physische Verhältnis betont.