26 bei der Königswahl ſtand überhaupt feſt und war allgemein anerkannt.
Nach Rankes(Weltgeſchichte VII, 137) Worten, war dem Mainzer Erzbiſchof auch ein formell leitender Einfluß eingeräumt geweſen, wie es Lambert von Hersfeld(der es wiſſen konnte, da er ſeinerzeit vom Erzbiſchof von Mainz zum Prieſter geweiht worden war) für ſeine Zeit bezeugt;„archiepiscopus Moguntinus cui potissimum propter primatum Moguntinae sedis eligendi et consecrandi regis auctoritas deferebatur“. In einer von Jaffé nicht beanſtandeten Urkunde erkennt Papſt Benedict den Einfluß des Mainzer Erzbiſchofs„in rege consecrando“ ausdrücklich an. (Guden I, 10). An der Erhebung Konrads IJ. hatte ohne Zweifel Hatto, Erzbiſchof von Mainz, den bedeutendſten Anteil, Hildibert von Mainz an derjenigen Ottos I., Willigis von Mainz krönte Heinrich II, der in Mainz die kaiſerlichen Ehren empfing. Nach Mainz wurden die Fürſten berufen, als es ſich unter Heinrich IV. um die Wahl eines Gegenkönigs handelte, und nach Heinrichs V. Tod hatte ebenfalls zu Mainz die Verſammlung ſtatt. Zu Mainz, wie es in einer Chronik heißt:„im Thiergarten beym thum wurde Herzog Albrecht zu einem römiſchen Könige“ erwählt. Schon Urban IV.(1261— 1264) nennt die Rheingefilde in einem Schreiben an König Richard: loca ad electionem deputata specialiter ab antiquo. Von früheren Wahlen ſei nur erwähnt, daß, als die ripuariſchen Franken ohne König waren, da Markomer in römiſche Gefangenſchaft geraten war, die Fürſten in Mainz zur Beratſchlagung zuſammentraten und Pharamund zum Könige wählten. So hat auch die Anordnung der Wahl Konrads in den Hinden des Mainzer Kirchenfürſten gelegen.
Für die Thätigkeit Aribos ſpricht doch auch die Thatſache, daß er ſofort nach der Thronbeſteigung Konrads anſehnliche Vorteile erhielt: die Belehnung mit einer Grafſchaft und das Erzkanzleramt für Italien, und all das trotz ſeiner Weigerung die Gemahlin Konrads, Giſela, zu krönen. Offenbar lagen für ſeine Belohnung bindende Verſprechungen vor.— In den Kreiſen der Eingeweihten war man ſich längſt darüber klar, daß als Bewerber um den Thron nur die beiden Konrade ernſtlich in Betracht kamen. So war in gewiſſem Sinne ein Teil der Wahl wenigſtens ſchon abgethan, ehe ſie noch


