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ein gespaltener) in jeder Schale unter den Wirbeln, dahinter eine schiefe, verlängerte, die Schlossfläche von oben bis unten einnehmende, durch ein schräg von den Wirbeln nach hinten laufendes Rippchen getheilte Grube für das innere, dicke, mässig lange Ligament, auf dem das im Aussenrande liegende zweite unmittelbar sitzt und durch einen Einschnitt von aussen etwas sichtbar ist; keine Seitenzähne; Muskelflecke beide schmal, gebogen, verlängert.
Es sind nur 2 Arten bekannt: U. alba Rang und U. rubra Roissy,(oblonga et trans- versa Lam.), welche am Senegal in untermeerischen Felsen und Corallen leben, die von ihnen,
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nach Rang, perforirt werden.
2. Genus: Scacchia Philippi. Enumeratio Moll. Sicil. II. 1844. p. 27.
Thier: Mantel fast bis hinten hin gespalten, hier mit einer einzigen Oeffnung; Fuss zusammengedrückt, zungenförmig, durch eine Einschnürung von der Eingeweidemasse getrennt; innere Kieme vorn mit der äusseren und beide innere Kiemen hinten verwachsen; Mundtaster dreieckig, länglich, mässig gross.
Gehäuse: Ungleichseitig, eiförmig, sehr dünnschalig, ziemlich flach; Oberfläche glatt; Wirbel klein, spitz, wenig vorspringend; unter diesen ein oder zwei Hauptzähne in jeder Schale, dahinter in einer verlängerten Grube das innere Ligament, über welchem dicht ein kleines äusseres liegt; an der Hinterseite ein schwacher, faltenartiger Seitenzahn in jeder Schale, der zuweilen obsolet ist; zwei kleine, ziemlich gleiche, runde Muskelflecke.
Typus ist Tellina elliptica Scacchi; ausserdem hat Philippi S. ovata beschrieben, beide
bei Neapel im Meeressande lebend.
3. Genus: Diplodonta Bronn. Italien's Tertiärgebilde 1831. p. IX.
Syn.: Mittrea ¹) Gray(ex parte) Annals of N. Hist. 1854. XIV. p. 25.
Gray und Adams geben dieser Gattung den Namen Mysia Leach; da derselbe vom Autor nie publicirt, von Lamarck aber(Lucina N. 13,) und von Gray selbst(Brit. Aceph. and Brachiop. 1851. p. 5) auch auf Venus undata Penn. ausgedehnt wurde, so scheint die Bedeutung desselben nichts weniger als klar zu sein und man thut wohl, die unzweideutige
Benennung, welche Bronn gegeben, beizubehalten.
¹) Zu Ehren des verstorbenen Dr. Mittre, der im Journ. de Conch. 1850. I. p. 238. eine„Notice sur les genres Diplodonta et Scacchia“ veröffentlicht hat, in der er den berühmten Heidelberger Zoologen Bronn
tsets als„Mr. Brown“ und unsern Landsmann Philippi als„zoologiste napolitain“ aufführt.


