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Thier: Mantel unten geöffnet, Fuss wurmförmig, in ganzer Länge canaliculirt, in einer erweiterten, zusammengepresst eichelförmigen Spitze endigend; hinten eine einfache Oeffnung ohne Siphonen; jederseits zwei mässig lange, dünne, spitze Mundtaster.
Gehäuse: Ungleichseitig, mehr oder weniger kreisförmig, dünnschalig, auch ziemlich fest; Oberfläche glatt, querliniirt, seltner granulirt; Wirbel klein, spitz, zurückgekrümmt, wenig vorspringend; in jeder Schale unter den Wirbeln zwei kleine Hauptzähne, von denen der vordere in der linken, der hintere in der rechten Schale dicker und gespalten ist; keine Seitenzähne; hinter jenen eine horizontale, randständige, verlängerte Grube für das innere Ligament, auf dem das äussere, vornpringende unmittelbar liegt; Muskelflecke schmal, ver- längert eiförmig. 580.
Europäischen Fundortes sind: D.(Telina) Pofundnt Mont., von England bis zu den Canarischen Inseln; D. apicalis Phil., Mittelmeer bis Canarische Inseln; D. trigonula Bronn, Golf von Neapel. Sie leben in 5— 60 Faden Tiefe in Felsenhöhlen und in Sand. Man kennt gegen 40 Arten aus allen Meeren.
4. Genus: Felania Récluz. Journ. de Conch. 1851. II. p. 60.
Diese Gattung ist angeblich auf den Félan Adans. Sénégal p. 227. N. 8 gegründet; wie zweifelhaft es ist, dass diese Species mit derjenigen, welche als Felania diaphana Gmel., I. c. p. 71 beschrieben wird und deren Thier von Mittre gesehen sein sollte, einerlei sei, darüber vergleiche meine Arbeit in„Malakoz. Blätter“ 1862. VIII. p. 28.
Thier: Unbekannt ¹).
Gehäuse: Fast gleichseitig, linsenförmig, dünn, mässig angeschwollen; Oberfläche sehr fein querliniirt, mit dünner Epidermis bedeckt; Wirbel spitz, vorspringend, vorwärts gekrümmt; vor denselben eine sehr kleine Lunula; innen fast unter den Wirbeln zwei diver- girende Zähne, von denen der hintere in der rechten, der vordere in der linken Schale ge- spalten ist; keine Seitenzähne, aber auf der hinteren Schlossplatte ein verlängerter Canal; zwischen jenen und diesem eine randständige Grube für das verlängerte, einfache Ligament; Muskelflecke fast gleich, eiförmig verlängert, vorderer etwas kürzer; Manteleindruck mit einer kleinen, engen, dreieckigen Bucht. Récluz beschreibt zur obengenannten noch F. rosea vom Senegal, wo sie im Meeressande lebt.
¹)„Car j'ai sous les yeux l'animal du Félan d'Adanson, qui est une véritable Onguline, et que j'ai trouvé enfoncé dans le sable sur le rivage de Dakar, près de l'ile de Gorée“ sagt Mittre, vergisst aber den Beweiss, dass die Ungulina, von der Récluz amnimmt, sie sei sein Genus Felania, mit Adanson's Species zusammenfalle. 2


