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lehrer seiner Klasse zu wenden hat, versäumt werden. Erregt ein häufiges Fehlen wegen angeblicher Krankheit Verdacht, so ist auf Verlangen ein ärztliches Zeugniss vorzulegen.
3. Die Schulzimmer werden erst eine Viertelstunde vor Beginn des Unterrichts aufge- schlossen. Die Eltern werden daher gebeten, die Schüler nicht zu früh nach dem Schulhause zu schicken, weil dieselben sonst auf der Strasse stehen bleiben müssten. Der Pedell ist indessen angewiesen, Schüler, welche von benachbarten Dörfern kommen, alsbald nach ihrer Ankunft in die betreffenden Klassenzimmer einzulassen.
Nachtrag vom 10. März.
Alles Vorstehende war schon der Druckerei übergeben, als dem Unterzeichneten ge- meldet wurde, dass abermals einer unserer Schüler aus diesem Leben abgerufen worden sei. Philipp Saur, zu Ostern 1859 in unsere vierte Klasse eingetreten und jetzt der techni- schen Abtheilung der ersten Klasse angehörend, ist nach fast sechsmonatlicher Krankheit am 9. März früh Morgens gestorben. Derselbe hatte sich in allen Klassen, deren Glied er war, durch Fleiss und unbescholtenes Betragen bestens empfohlen, und berechtigte auch hinsichtlich seiner geistigen Begabung zu den schönsten Hoffnungen. Mit aufrichtiger Trauer werden daher die Lehrer der Realschule und die Schüler der Klassen I.— IV. morgen den 11. März
seinem Sarge folgen.
Bitte.
Die hiesige städtische Schulbibliothek besitzt zwar die Programme der kurhessischen Gymnasien seit 1835 zum grösseren Theile, von keinem Gymnasium jedoch vollständig. Der Unterzeichnete erlaubt sich darum die ganz ergebenste Bitte auszusprechen, dass die vor- handenen Lücken durch gütige Zusendungen ausgefüllt werden möchten. Es fehlen uns von dem Gymnasium zu. Cassel die Programme von 38, 47;
Hanau„„„ 35— 40, 42, 55;
Fulda„„„ 36— 42, 49, 54, 55;
Marburg„„„ 36—39, 41, 53;
Hersfeld„„„ 37— 39;
Rinteln„„„ 35— 38, 40— 42, 45, 46, 48, 49, 54, 55.
Auch ältere Programme und andere Gelegenheitsschriften, namentlich Inauguraldisser- tationen inlündischer Doctoren der Philosophie, würden von dem Unterzeichneten zum Abge- ben an die hiesige städtische Schulbibliothek dankbarlichst entgegengenommen werden.
Dr. Grebe.


