Aufsatz 
Die Familien, Genera, Subgenera und Sektionen der zweimuskeligen, kopflosen Mollusken, (Acephala lamellibranchiata dimyaria) mit innerem Ligament / von Eduard Römer
Entstehung
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Typus ist P. Deshayesiana Hinds, auch gehört P.(Myllita) Deshayesii d'Orb. et Récl. von Neuholland hierher. Ich zweifle, dass die übrigen, namentlich die glatten Arten in diese Gattung gehören. A. Adams beschreibt Zool. Proceed. 1856. p. 47. 5 Arten, meist von den Ostasiatischen Inseln und Hanley fügt I. c. p. 340. noch P. mactroides vom Cap, nuculoides von den Gesellschaftsinseln hinzu. Von Mazatlan kommt P. sublaevis Carp.

IV. Familia: Ungulinidae.

Thier: Mantel grösstentheils gespalten zum Durchtritt des langen, anfangs wurmför- migen, dann in einer breit zungen- oder platt eichelförmigen Spitze endigenden Fusses, hinten mit einer einzigen Oeffnung ohne Siphonen ¹); jederseits zwei blattartige Kiemen; Mund mit vier kurzen oder mässig langen, dreieckigen Tastern.

Gehäuse: Gleichschalig, kreisrund bis eiförmig, gleichseitig auch etwas ungleichseitig, geschlossen; Oberfläche glatt oder mit Querreifen, meist von Epidermis bedeckt; ein doppel- tes, dicht aneinander schliessendes Ligament, das innere in einer schrägen, mehr oder weniger randständigen Furche; ein oder zwei Hauptzähne in jeder Schale, seltner schwache Seiten- zühne; Manteleindruck ohne Bucht; Muskelflecke gerundet oder verlängert, schmal eiförmig; Innenrand glatt.

Es ist unbegreiflich, wie man Ungulina und Scacchia nach Gray's Vorgang immer noch bei der Familie Lucinidae lassen kann, die sich doch durch eine Kieme jederseits, einfach wurmförmigen Fuss, mangelnde Lippentaster, zwei hintere Oeffnungen, wie durch andere Form der Schliessmuskeln so wesentlich unterscheidet. InAnnals and Mag. 1854. XIV. p. 25 bringt Gray jene Gattung endlich an die rechte Stelle.

l. Genus: Ungulina Daudin. Bosc. Hist. nat. 1802. III. p. 76.

Thier: Mantel unten weit geöffnet, hinten mit einer einzigen Oeffnung(nach Mittre), (mit zwei ebenso langen als breiten Spuren von Siphonen, nach Récluz), vier dicken, konischen, sehr kurzen Mundlappen.

Gehäuse: Fast kreisrund, dick, ziemlich solid, gleichschalig, wenig ungleichseitig, ge- wöhnlich wegen des eingeschlossenen Wohnortes mehr oder weniger unregelmässig; Oberfläche durch verworrene Querfurchen rauh, mit starker, gefalteter Epidermis bedeckt; Wirbel spitz, vorspringend, vorwärts gebogen; zwei nahe zusammenstehende, kleine Hauptzähne(zuweilen

¹) Nach Récluz Journ. de Conch. II. 1851. p. 60. ff. besitzen Ungulina alba und rubra zwei kurze Siphonen. Ich zweifle einstweilen an der Richtigkeit der Beobachtung.