Aufsatz 
Die Familien, Genera, Subgenera und Sektionen der zweimuskeligen, kopflosen Mollusken, (Acephala lamellibranchiata dimyaria) mit innerem Ligament / von Eduard Römer
Entstehung
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concaver, löffelförmiger, schief nach vorn vorspringender Fortsatz unter den Wirbeln und ein kleiner, genäherter, hinterer Seitenzahn; Ligament doppelt, das äussere(ligament der Eng- länder) randständig, quer zwischen den Wirbeln, das innere(cartilage der Engländer) in jenen löffelförmigen Höhlen; vorderer Muskelfleck quer eiförmig, unter dem Cardinalrand, hinterer kleiner, fast kreisförmig, unter dem Seitenzahn; Mantelbucht kurz, gekrümmt.

Die einzige bekannte Species ist Le Tugon, Adanson Sénég. p. 263. t. 19, f. 2, welche der Autor zu seinemGenre Pholas rechnet. Chemnitz beschreibt sie ausführlich, Gonch. Cab. VI. p. 28. t. 2, f. 13 16, als Mya anatina Guineensis; Lamarck hat sie als Anatina globulosa N. 5 und Deshayes wieder als Mya, Hist. nat. ed. 2, note. Die erste generische Beschreibung ist von Récluz, Revue zool. 1846, p. 168, gegeben. Die Gattung pildet offenbar das Zwischenglied von Mya und Anatina.

3. Genus: Tr drai TnscDie Et Prodrome 1799, p. 85. Nr. 93.

Srn.: Lutricola Plainville 1824, Dict. de sc. nat. t. 32. p. 348 et Manuel de Malac. p. 566.

Thier: Mantellappen vereinigt, vorn zum Austritt des kleinen, zusammengedrückten, zugespitzten Fusses wenig gespalten, hinten in zwei dicke, muskulöse, gänzlich verwachsene Siphonen verlängert. 8

Gehäuse: Oval, etwas ungleichschalig, mit Oberhaut bedeckt, meist glanzlos, weiss, glatt, fein querliniirt, auch gefurcht, auf beiden Seiten besonders hinten klaffend; in der linken Schale ein aufrechter, winkelig zweitheiliger Hauptzahn, zuweilen kleine Seitenzähne, die im Alter mehr oder weniger verschwinden; hinter jenem Hauptzahn eine dreieckige oder abgerundete, unten vorspringende Grube- für das' innere Ligament, über dem ein mehr oder weniger getrenntes, randständiges liegt; Manteleindruck hinten mit einer tiefen Bucht; Innen- rand glatt, schneidend.

Die Gattung Lutraria bildet bei Gray(Proceed. 1847) einen Bestandtheil der Fam. IV. Mactradae und diese ist zur Ordnung Phyllopoda gerechnet, wührend sich Mya unter der Ordnung Cladopoda findet. Dagegen ist Mehreres einzuwenden: Wenn auch der Fuss von Mya etwas dicker als der von Lutraria ist, so pleibt er bei beiden doch koniscl,, also ganz anders, wie bei den Familien Gastrochaenidae, Solenidae etc., welche ächte Cladopoda enthalten; zur Familie Mactradae mit allerdings ebenfalls verwachsenen, aber langen und dünnen Siphonen, grossem, pflugscharförmigem Fuss dürfte Lutraria nur in entfernter Ver- wandtschaft stehen. Auch inAnnals 1854. XIII. behält Gray diese Eintheilung bei und bei den Gebrüdern Adams(Genera p. 381) bilden dieLutrariinae nur eine Subfamilie der Mactridae. Lamarck hat unter Lutraria auch noch die Gattung Scrobicularia Schum. Giperata) die wegen der dünnen, getrennten Siphonen sich weit entfernt.