— à—
Grund legte, ohne sich eine ausreichende Kenntniss der lebenden Mollusken verschafft zu ha- ben, ein Uebelstand, der schon manchen Paläentologen auf Irrwege geführt hat. Agassiz hat seine neuen Gattungen in folgenden Werken veröffentlicht:„J. Sowerby, the Mineral Con- chology of Great Britain“ 1812— 1830, in's Deutsche übersetzt von Agassiz 1837— 1844; —„Etudes critiques sur les Mollusques fossiles“ 1843;—„Nomenclator zoologicus“ 1842— 1847;—„Neues Jahrbuch für Mineralogie“ von Leonhard und Bronn.
Der fruchtbarste aller Systematiker ist der vielseitige Vorstand des British Museum, Dr. Gray. Seine Systeme sind stückweise veröffentlicht und öfter modificirt worden, wo- durch das Studium derselben eine erhebliche Erschwerung erleidet, um so mehr, als der Ver- fasser in der Regel nur Namen mit Beifügung einer repräsentirenden Species bekannt macht; .(in„A Revision of the Genera of some of the Families of Conchifera“, Annals and Magaz. 1853. XI.;„A Revision of the Arrangement of the Families of Bivalve Shells“, Annals and Magaz. 1854. XIII., und„Additions and Corrections etc.“ ebendas. XIV. p. 21, sowie in einem Schema, das dem unten erwähnten Werk der Mrs. Gray beigegeben ist, sind jedoch kurze Beschreibungen geliefert.) Die Stellung Gray's zu den berühmten Londoner Sammlungen und ein ausserordentlich scharfer Blick für Aehnliches und Verschiedenes haben seiner um- fassenden Thätigkeit eine beneidenswerthe Grundlage verliehen; doch ist nicht zu leugnen, dass er gerade durch ein allzuscharfes Unterscheiden und Hervorheben nicht immer wesent- licher Differenzen den Irrweg hervorgerufen hat, auf dem ein Theil der Englischen Malako- logen und Conchyliologen dermalen wandelt. Der Begriff eines Genus in der hergebrachten WMeise ist dort vollständig verwischt und wo man sonst eine Section, höchstens ein Subgenus errichtete, wird dort gleich ein neues Genus aufgestellt, so dass deren Zahl allmählich Legion zu werden droht. Ich werde im Folgenden Gelegenheit haben, diese Behauptung vielfach zu rechtfertigen und führe nur noch an, dass die Gray'schen Systeme vorzugsweise in folgenden Werken niedergelegt sind:„Analyst“ 1838, VIII.;„Proceedings of the zoological Society“, (namentlich Jahrgang 1847, Abänderungen in den folgenden Bänden);„Loudon's Magazine of Natural History. New series 1837— 39;„The London medical Repository“ 1821; „Griffith etc., the Animal Kingdom“’ 1834;„Annals and Magazine of Natural History“ 1839 etc.;„Synopsis of the contents of the British Museum“ 1840, 1842; ausserdem Ein- zelnes in mehreren Reisewerken, die an den betreffenden Stellen namhaft gemacht werden sollen. In den von Gray's Frau herausgegebenen„Figures of Molluscous Animals, selected from various authors. By Maria Emma Gray, 1857 findet sich eine zweckmässige Zusam- menstellung der Figuren kopfloser Mollusken. 4
Unter den Amerikanischen Schriftstellern ist Conrad anzuführen. Dessen Arbeiten sind lange in Europa unbekannt gewesen, so dass erst jetzt über Manches Aufschluss erlangt werden kann; man findet dieselben in:„Journal of the Academy of Natural Sciences of Phi- ladelphia“, Jahrgang 1837 und 1849.


