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er mit so bewunderungswürdiger Standhaftigkeit ein Jahr lang ertragen hatte, unterlegen sei. Nachdem sich die Schüler zum Unterrichte versammelt hatten, wurde ihnen die Trauerbotschaft mitgeteilt, und darnach die Schule für den Tag geschlossen. In Gemässheit eines Allerhöchsten Erlasses vom 18. Juni beging die Schule am 30. Juni eine weihevolle Gedenkfeier, bei welcher Herr Oberlehrer Junghans ein Lebensbild des Entschlafenen vorführte und dabei namentlich seinen Blick auf die herrlichen menschlichen Eigenschaften des geliebten Herrschers richtete. In Ausführung eines weiteren Allerhöchsten Erlasses vom 23. Juli wurde der Geburtstag Kaiser Friedrichs, der 18. Oktober, durch eine entsprechende Feier am Schlusse des Morgenunterrichts begangen. Dieselbe begann und schloss mit Gesang, den Mittelpunkt bildete eine Ansprache des Herrn Bach, in welcher den Schülern die Thaten und Tugenden des hochseligen Kaisers vor- geführt wurden.
Der Tag der Schlacht bei Sedan wurde im engeren Kreise der Schule durch Gesang, Deklamationen und eine Rede des ordentlichen Lehrers Herrn Dr. Wetzell gefeiert. Den üblichen gemeinsamen Nachmittagsausflug unternahm die Gesamtschule Montag den 3. September unter Begleitung aller Lehrer nach dem Kuhberge. In fröhlichem Treiben, welches in Gesang, Turnübungen und allerhand Spielen seinen Ausdruck fand, in festlicher Freude, welche durch Musik und leibliche Stärkung erböht wurde, verbrachten alle, Lehrer wie Schüler, genussreiche Stunden.
Zur Vorfeier des Allerhöchsten Geburtstages Sr. Majestät Kaiser Wilhelms II. fanden in beiden Anstalten am 26. Januar Feierlichkeiten statt, wozu durch ein besonderes Programm eingeladen worden Wwar. In der Hauptschule hielt die Festrede Herr Oberlehrer Feitel über Blücher, in den Nebenklassen gab Herr Dr. Kressner eine Charakteristik der drei deutschen Kaiser des Jahres 1888 und schilderte sie als Vorbilder der Frömmigkeit, Mässigung, Selbstverleugnung und Pflichttreue. Herr Provinzialschulrat Kannegiesser chrte die Anstalt, indem er der Feier in der Hedwigstrasse beiwohnte.
In Ausführung des oben unter II erwähnten Allerhöchsten und Ministerial-Erlasses vom 9. bezw. 23. Juli v. J. wurde am 9. und 22. März, als an dem Sterbetage und Geburtstage des Hochseligen Kaisers Wilhelm je eine entsprechende Gedenkfeier abgehalten. In die betreffenden Ansprachen teilten sich der Direktor und die Herren Grün, Foertsch und Dr. Höbel. In der Hauptschule schloss sich daran die feierliche Entlassung der 17 Abiturienten durch den Direktor.
Dass an allen Schulfeierlichkeiten der beschränkten Räumlichkeiten wegen immer nur ein Drittel der Schüler teil nehmen kann, muss als ein grosser Ubelstand bezeichnet werden.
C) Unterbrechungen des regelmässigen Unterrichtsganges. Die Sommerferien begannen am 1. Juli und endigten am 29. Juli, ausserdem war das Sommersemester noch durch die vom 19. bis 23. Mai währenden Pfingstferien unterbrochen, und am 25. Juni wurde nachmittags der Hitze wegen der Unterricht ausgesetzt. Die Herbstferien dauerten vom 23. September bis zum 8. Oktober, dem Anfang des Winterhalbjahres, letzteres erfuhr qurch den Ausfull des Unterriehts am 30. Oktober(Wahltag) und durch die vom 22. Dezember bis 7. Januar dauernden Weihnachts- 35 ddweaeindhnnnen die Störungen, welchen im vorhergehenden Sehuljahre der Unterrichts- betrieb ausgesetzt gewesen ist— hatte doch 1887— 88 die Summe der V ertretungsstunden die Zahl 550 erreicht—, zum Segen der Anstalt nicht in gleicher Ausdehnung wiederholten, so sind
:..:. 122 St ussten vertretungsweise gehalten werden. sie doch nicht ganz ausgeblieben; 122 Stunden mus g geh: 5


