Aufsatz 
Die Einführung in die französische Aussprache : lautliche Schulung, Lautschrift und Sprechübungen im Klassenunterricht / von Karl Quiehl
Entstehung
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Durch Erlass des Herrn Ministers vom 10. September, mitgeteilt von Kgl. Prov.-Sch.-K. am 27. September, ist der Titular-Oberlehrer Herr Foertsch zum etatsmässigen Oberlehrer ernannt worden.

Mit dem Schluss des Sommerhalbjahres hatte Herr Kandidat Dr. Kadler sein Probejahr vollendet. Durch Verfügung des Prov.-Sch.-K. vom 15. September war genehmigt worden, dass derselbe vom 1. Oktober ab bis auf weiteres als unbesoldeter Hülfslehrer beschäftigt werde, doch machte er davon keinen Gebrauch, da er durch Verfügung des Kgl. Prov.-Sch.-K. von Schleswig- Holstein als wissenschaftlicher Hülfslehrer dem Gymnasium zu Husum überwiesen worden war.

Zu der gleichen Zeit schied aus dem Verband der Schule(Nebenklassen) der Elementar- lehrer Herr Fischer, um das Rektorat einer hier neu errichteten Volksschule zu übernehmen. An seiner Stelle wurde der Bürgerschullehrer Herr Heinemann mittelst Rescripts vom 26. September, bestätigt von dem Kgl. Prov.-Sch.-K. am 10. Oktober, vom 1. Oktober ab zum Elementarlehrer an den Nebenklassen bestellt. Seine Verpflichtung erfolgte in der Konferenz vom 19. Oktober.

Karl Heinemann, geb. den 24. Januar 1845 zu Rhoden im Waldeckischen, ev. Konfession, legte die Seminarprüfung zu Korbach am 1. September 1863, die zweite Prüfung daselbst am 16.»Juni 1869 ab. Von 1867 bis 1870 war er als Lehrer an der Volksschule zu Goddelsheim in Waldeck angestellt, dann an der Siebert'schen Privatschule in Kassel thätig, von welcher er im Herbst 1876 an die hiesige Realschule über- ging, nachdem er im Juni 1874 die Mittelschullehrerprüfung abgelegt hatte. Ostern 1882 war er an die Bürgerschule I dahier übergegangen. Durch Verfügung vom 18. August 1888 wurde der Kandidat des höheren Schulamtes Herr Siegel der Realschule als Probandus überwiesen. Hermann Siegel ist geboren am 25. Juli 1863 zu Düsseldorf. Er besuchte das Realgymnasium zu Elberfeld und widmete sich nach bestandenem Abiturientenexamen von 188287 auf den Universitäten zu Marburg und Leipzig mathematisch-naturwissenschaftlichen Studien. Am 15. Juli 1887 bestand er die Fakultätsprüfung. Vom 1. Oktober 1887 bis dahin 1888 genügte er seiner militärischen Dienstpflicht. Durch Erlass vom 7. Januar 1889 hat der Herr Minister der geistlichen etc. Angelegen- heiten, mitgeteilt vom Kgl. Prov.-Sch.-K. am 10. Januar 1889, dem Herrn Oberlehrer Dr. Hermann Kessler in Rücksicht auf dessen anerkennenswerte Leistungen das Prädikat Professor verliehen. Das Patent über diese Auszeichnung wurde dem allverehrten Senior vor versammeltem Lehrerkollegium am 15. Januar von dem Unterzeichneten überrcicht.

Am 14. Januar teilte das Kgl. Prov.-Sch.-K. einen Erlass des Herrn Ministers vom 29. Dezember v. J. mit, wonach derselbe dem ordentlichen Lehrer Herrn Dr. Quiehl den Ober- lehrertitel verliehen habe.

Durch Verfügung des Kgl. Prov-Sch.-K. vom 30. Januar wird der Kandidat des höheren Schulamtes Herr Hermann Kunze von Ostern ab der Realschule als Probandus zugewiesen.

Über eine Reihe weiterer mit Beginn des neuen Schuljahres eintretenden Veränderungen im Lehrerkollegium kann erst im nächstjährigen Programm berichtet werden.

B) Vaterländische und andere Schulfeierlichkeiten. Kaum war die Totenklage über den Heimgang Kaiser Wilhelms verstummt, als die bange Ahnung, welche Monate lang auf dem deutschen Volke gelegen hatte, am 15. Juni zur Wirklichkeit wurde. Kurz nach der MMittagsstunde dieses Tages traf hier die Nachricht ein, dass Kaiser Friedrich der tückischen Krankheit, welche