Aufsatz 
Die Einführung in die französische Aussprache : lautliche Schulung, Lautschrift und Sprechübungen im Klassenunterricht / von Karl Quiehl
Entstehung
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für den Taubstummen-Unterricht ablegte. Seit Ostern 1880 im Schuldienste der Stadt Cassel thätig, war er

zuerst, und zwar bis Ostern 1882, an der Realschule I. O., dann an der städtischen Vorschule angestellt.

Nach einem längeren Besuche der Kgl. Kunstakademie zu Cassel bestand er im März 1884 vor der Kgl.

Kommission zu Berlin die Prüfung für Zeichenlehrer.

Heinrich Deiss, geb. den 21. Dezember 1849, ein Sohn des Lehrers Deiss zu Weissenborn, erhielt seine Vorbildung bei seinem Vater und besuchte von Herbst 1866 bis dahin 1869 das Seminar zu Schlüchtern.

Er war darnach als Lehrer in Niederkaufungen, Dalhorn und an dem lutherischen Waisenhause hierselbst

thätig, wurde im Jahre 1875 an die Realschule dahier versetzt, von welcher er im Jahre 1883 nach Ab-

trennung der Vorschulklassen an die städtische Vorschule überging. Im Februar des Jahres 1883 bestand er zu Berlin die Turulehrerprüfung.

Durch Bestallungsurkunde vom 8. März, bezw. 17. April, mit Bestätigungsvermerk Kgl. Prov.-Sch.-K. vom 3. April, bezw. 18. Mai, wurden die Hülfslehrer Dr. Karl Knabe und Dr. Heimbert Lehmann, und zwar vom 1. Februar 1888 ab zu ordentlichen Lehrern befördert. Die Verpflichtung beider erfolgte zugleich bei der allgemeinen Erneuerung des Diensteides, welche

am 28. April vor dem Herrn Provinzial-Schulrate Kannegiesser als Königlichem Kommissar stattfand. Durch Verfügung des Kgl. Prov-Sch.-K. vom 21. Dezember 1887, bezw. 27. März 1888, wurde genehmigt, dass die Herrn Julius Flach und Johann Boekholt von Ostern 1888 ab s unbesoldete wissenschaftliche Hülfslehrer an der Anstalt beschäftigt werden. Durch Verfügung derselben Behörde vom 14. März 1888 wurde Herr Paul Gally von Ostern ab der Realschule behufs Ableistung des Probejahres überwiesen. Paul Gally, geb. 18. Juli 1856 zu Chemnitz. ev. Konfession, erhielt seine Vorbildung auf dem Real- gymnasium seiner Vaterstadt und widmete sich von Ostern 1875 bis 1880 dem Studium der Mathematik und Physik auf der Universität zu Leipzig. Nach bestandener Fakultätsprüfung und einer zweimonatlichen aus- hülfsweisen Beschäftigung am Realgymnasium zu Leipzig übernahm er am 1. October 1880 eine Lehrerstelle an der Militär-Vorbildungs-Aunstalt des Ulerrn von Hartung zu Kassel.

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Durch die Wahl der städtischen Behörden vom 4. April v. J. wurde dem Bericht- erstatter das Direktorat der Schule übertragen. Nachdem die Allerhöchste Bestätigung dieser Wahl am 1. Juni erfolgt war, fand unmittelbar nach den Sommerferien und im Anschluss an die abermalige Erneuerung des Eides Dienstag den 7. August mittags 12 Uhr die feierliche Einführung den Herrn Provinzial-Schulrat Kannegiesser statt.

Die in Folge dieser Ernennung und des damit zusammenhängenden Aufrückens der übrigen Lehrer frei gewordene ordentliche Lehrerstelle wurde dem ersten wissenschaftlichen Hülfs- lehrer Herrn Bachmann mittelst Bestallungsurkunde vom 17. November, bestätigt vom Kgl. Provinzial-Schulkollegium am 24. November, und zwar vom 1. April 1888 ab, übertragen. Die vorschriftsmässige Vereidigung erfolgte durch den Direktor in der Konferenz vom 6. Dezember 1888.

In die dadurch offen gewordene Häülfslehrerstelle trat der unbesoldete wissenschaftliche

Hülfslehrer Herr Dr. Völker ein.

Karl Völker, geboren den 21. Mai 1857 zu Kassel, evang. Bekenntnisses, erhielt seine Vorbildung für das Studium zuletzt auf der hiesigen Realschule I. O., welche er im Herbst 1876 mit dem Zeugnis der Reife verliess. Nachdem er sich zuerst dem Postdienst gewidmet hatte, studierte er von Herbst 1877 bis Herbst 1880 in Marburg Mathematik und Naturwissenschaften, wurde am 7. Juni 1880 zum Dr. phil. promoviert und bestand am 24. Juni 1881 die Lehramtsprüfung. Von Herbst 1881 bis dahin 1882 leistete er das pädagogische Probejahr an der Musterschule(Reoalgymnasium) zu Frankfurt a. M. ab. blieb hier bis Ostern 1883 beschäftigt und nahm dann eine Lehrerstelle an der höheren Kunabenschule in Angermünde an, welcher er vom I. August 1885 bis Eude 1887 als Dirigent vorstand. Vom 1. Januar v. J. ab war er an dem

hiesigen Realgymnasium thätig, von wo er im Sommer an die Realschule überging. 9

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