Aufsatz 
Die Einführung in die französische Aussprache : lautliche Schulung, Lautschrift und Sprechübungen im Klassenunterricht / von Karl Quiehl
Entstehung
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Gleich mit Beginn des abgelaufenen Schuljahres wurden zwei Lehrer, die Herren Dr. Meinhoff und Fennel zur Ableistung einer achtwöchentlichen militärischen Ubung eingezogen und erbielten durch Verfügung des Kgl. Prov.-Sch.-K. vom 22. März 1888 für die Zeit vom 4. April bis 31. Mai Urlaub. Zur Aushülfe konnten Herr Dr. Völker, damals unbesoldeter wissenschaftlicher Hülfslehrer am hiesigen Realgymnasium, und Herr Hälfslehrer Flach mit Bewilligung Kgl. Prov.-Sch.-K. vom 10. April bezw. 22. März herangezogen werden. Einen zwölf- tägigen Urlaub bedurfte ferner ebenfalls zwecks militärischer Ubungen der ordentliche Lehrer Herr Bachmann, welcher durch hohe Verfügung vom 11. Mai für die Zeit vom 5. bis 16. Juni beurlaubt war. Anlässlich katholischer Feiertage war ein Lehrer zweimal beurlaubt, wegen Trauerfalls in der Familie ein anderer 2 Tage, vier Lehrer für den Morgen des 7. Novembers anlässlich der Kontrolversammlung. Ein Lehrer war an 3 Tagen, am 4. Mai, 1. August und 29. Oktober, als Schöffe, ein anderer 12 Tage vom 4. bis 16. März als Geschworener thätig und während dieser Zeit teils ganz, teils für einzelne Stunden der Schule entzogen. Wegen Krankheit waren genötigt den Unterricht auszusetzen an je 6 Tagen zwei Lehrer, an je 4 Tagen zwei Lehrer, an je 2 Tagen fünf Lehrer, je 1 Tag sechs Lehrer, ½ Tag ein Lehrer; an 18 Tagen war einer der Turnlehrer durch Krankheit verhindert, die Turnstunde zu halten.

Auch der Gesundheitszustand der Schüler war im Ganzen erfreulich und weit günstiger als im Vorjahre. Während im Jahre 1887/88 allein wegen ansteckender Krankheiten kürzere oder längere Zeit 133 Schüler fehlten, von denen 82 an Massern oder anderen Infektionskrankheiten selbst erkrankt, 51 durch ähnliche Krankheitsfälle in der Familie von der Schule fern gehalten waren, sind in dem verflossenen Schuljahre diese Zahlen(und zwar für die Gesamtschule) auf 30 (bezw. 19 und 11) zurückgegangen.

Durch den Tod verlor die Anstalt zwei liebe und brave Schüler, den Quartaner Erust Eigenbrodt von hier, welcher am 9. August einem Herzleiden erlag und den Sekundaner Oscar Faulstich, welchen am 5. März der Tod von schwerem Leiden erlöste. Die Lehrer und Mit- schüler gaben den Verstorbenen das letzte Geleit.

Klassenspaziergänge und Turnfahrten wurden ausgeführt am 29. Mai von Va und b nach dem Baunsberg und dem hohen Baum(Quiehl, Bachmann, Flach), IIIb und d auf den Meissner(Grün, Knabe, Boeckholt), IIIa, IIa und b durch das Niestethal nach dem Haberberg(Laus, Seibt, Zimmermann), am 31. Mai von VIc, Ve und IVe nach dem Brasselsberg und der Drusel(Deiss und Allwohl), am 1. Juni von Vd und IVd über den Brasselsberg und hohen Baum nach dem Baunsberg(Boppenhausen, Bächt, Bach), am 4. Juni von IIIc und IIc über den Bielstein nach Witzenhausen(Deiss, Höbel), am 12. Juni von VIa und VId über den Brasselsberg in die Drusel(Laus, Markert), von IVa und IVb über Holzhausen durch den Reinhardswald nach Münden(Grün, Lehmann, Kadler), am 14. August von VIe und Ve nach Guntershausen(Allwohl, Fischer), am 17. August von IIc über Münden nach Karlshafen und über Hümme zurück(Foertsch), am 23. August von VIb nach dem Heiligenberg bei Gensungen(Grün, Seibt, Kadler), am 27. August von IVe, IIIc und IIc nach dem hohen Gras(Deiss und Höbel). Unter Leitung von Herrn Oberlehrer Dr. Quiehl und unter weiterer Begleitung der Herren Dr. Dr. Knabe und Fennel führten die Schüler der drei Primen am 24. und 25. August eine zweitägige Turnfahrt in den Thüringerwald aus, nachdem hiermit am 29. Juni das Kgl. Prov.-Sch.-K. sein Einverständnis erklärt hatte. Bis Fröttstädt wurde die Eisenbahn benutzt, von da ging der Marsch über Ibenhain nach der Salz-