Deutsch: Ausgewählte Abschnitte aus dem Nibelungenliede, der Gudrun und eine An- zahl von Liedern Walthers von der Vogelweide im Urtext. Ausblicke auf die nordischen Sagen und die germanischen Sagenkreise. Schillers Wallenstein.— Goethes Egmont. Auswendiglernen von Stellen. Berichte der Schüler meist über die mhd. Dichtungen und im Anschluſs an die Klassenlektüre. Dispositionsübungen und Elemente der Stil- lehre. 3 St. Berch.
Aufsätze: 1I. Die Exposition in den„Piccolomini“. 2. Von welcher Seite zeigt sich Buttler in den„Piccolomini“? 3. Wodurch ist das Schwanken Wallensteins begründet? 4. Welche Gründe bestimmen Wallenstein zum Abfall?(Klassenaufsatz). 5. Wodurch sucht Oranien den Grafen Egmont zu bewegen, mit ihm aus Brüssel zu fliehen? 6. Welche Vergleichspunkte bieten die Persönlichkeiten Wallensteins und
Egmonts in den gleichnamigen Trauerspielen? 7. Durch welche Umstände wurde die Schlacht bei Marengo entschieden? 8. Welche Tendenz zeigt das Nibelungenlied in der Szene von Siegfrieds Tod?(Klassenautsatz).
Lateinisch: Livius XXIII—XXV(mit Auswahl); Cicero de imperio Cn. Pompei, pro rege Deiotaro; Vergil Aen. IV, IX(mit Auswahl). 5 St.— Alle vierzehn Tage abwechselnd eine Klassenarbeit im Anschlufs an die Lektüre oder eine Hausarbeit, da- neben alle sechs Wochen eine Ubersetzung ins Deutsche als Klassenarbeit. Grammatische Wiederholungen im Anschluſs an die schriftlichen Übungen. Mündliche UÜbersetzungs- übungen. 2 St. Zusammen 7 St. Berch.
Griechisch: Tlomer Odyssee XIII, XIV, XVI, XVII, XIX. XX, XXI, XXII, XXIV (mit Auswahl). Xenophon fell. II, VI, VII(mit Auswahl); Herodot VII, VIII, IX(mit Auswahl). 5 St.— Schriftliche Ubungen im Ubersetzen aus dem Griechischen alle vier Wochen, daneben Ubersetzungen in das Griechische. Grammatik: Weitere Einführung in die Syntax der Tempora und Modi, Lehre vom Infinitivus und Participium. Wiederholungen aus der Formenlehre. 1 St. Zusammen 6 St. Reuss.
Französisch: Thiers, Campagne d'ltalie en 1800, Marengo; Molière, l'Avare. Grammatik: Plôtz-Kares, 59 bis zum Schlufs mit den entsprechenden Abschnitten der Sprachlehre. Mündliche und schriftliche Ubersetzungen in das Französische und aus dem Franzö- sischen. Sprechübungen. 2 St. Berch.
Hebräisch: Formenlehre nach Seffers Elementarbuch der hebr. Sprache von G. R. Hau- schild§ 1— 40 mit den betreffenden Ubungsstücken. 2 St. Trommershausen.
Englisch: Grammatik(besonders unregelmäſsige Verba) und Lektüre nach dem Lehr- buch. Regelmäſsige schriftliche Ubungen. Sprechübungen. 2 St. Pelissier.
Geschichte und Erdkunde: Griechische und römische Geschichte bis zum Tode des Augustus. 3 St. Reuss.
Mathematik: Gleichungen, besonders quadratische mit mehreren Unbekannten. Einiges über harmonische Punkte und Strahlen, sowie über Transversalen, Anwendung der Algebra auf die Geometrie. Konstruktionsaufgaben, besonders auch solche mit algebra- ischer Analysis. Goniometrie. Einfache Dreiecksberechnungen. 4 St. Michelis.
Physik: Wärmelehre nebst Anwendungen auf Meteorologie. Magnetismus und Elektri- zität, insbesondere Galvanismus. 2 St. Michelis.


