Aufsatz 
Die alten Handschriften der Gymnasialbibliothek / Dr. Pulch
Entstehung
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des liebes Da mitde vurlieszen sie das ewige leben Vnde die ffreude des hymelschen vaters Vnde virdienent da mitde die helschen pyne Die nummer eynde genympt Das wir vns da vur behuden Vnde ablasz vurdienen vnser sunde*) des helffe vns god. Amen.

Hier folgt Epiſtel und Evangelium für Mittwoch und Freitag, dann die Epiſtel für den 13. Sonntag, darauf(Blatt 163a) nachſtehender Text.

Ilu cas disz Bwangelium(Marc.**) VII 31 37)

IN der zijt ging jhesus von Tyro vnde qwam durch sydonen zu deme mere galylee in dem lande Capoleos Vnde yme wart eyn daubir ffur bracht Vnde eyn stumme Vnde baten jhesum das er yn geszunt mechte Vnde jhesus ffurte yn usz der menige Vnde greiff yme jn syne oren Vnde spurte usz vnde bestreich yme sine tzungen Vnde sach uff geyn hymel Vnde er suffte Vnde sprach zu yme Effeta***) das ist tu dich uff Vnde zu hant wur- den yme uff getan sin oren Vnde wort irlost das bant siner tzungen Vnde rette Vnde jhesus vurbot yme das sie esz niemant sagten Vnde wunderten sic vnde sprachen Er had esz alles wol gethan Er had taube gemacht horinde Vnde stommen redende. Glosa

IN dieszen wortin sollin wir mercken drierleye stugke Zum ersten male Das vnser herre qwam von eynre stad die was gar schone Vnde was eyn heydensche stad Vnde was geffallen von dem israhelschen volgke von lazarus wegen Die stad betudet vns das hymelriche Das ist also schone Vnde also uszermaszen ffeste Das bewyszet vns her daniel der wysszage(163 b) Vnde sprach Das riche ist also ffeste Vnde also schone das syn macht vnde sin gewald nijt mag zustoret werden Das sie sal ewiglichen blieben Zum andern male sollin wir merckin Das vnser herre ffuer durg eyn stad Die was heydenisch die****) was genant Sydonem Da bij ist vns betudet die reynne jungffrauwe maria gotis muter Durch yren heylgen liep ffuer vnsze herre Vnde qwam in das mer diesszer werlde Vnde leyt dar ynne grosze smaheit vnde pine Vnde dar wort yme eynre gebracht Der was taup vnde stomme den machte er geszunt Bij dem dem ist vns betudet Adam der stomme Vnde taup was worden Vnde das gebot brach vnszes hern Als men leszet in der alten E Den machte vnser herre geszunt Da er sich gap in den tod vnde vurgosz sin blut durch vns alle ffurbasz me sollin wir mercken Das wir sollin vursteen bij dem tauben vnde stommen der taup was von des tuffels gedechtnisses wegen wanne weme gotis gebot vursmahet zu horende Vnde tud als der slange jaspis Die dar gut is zu der arzenie wanne sie die vurgipnisse in inhant wanne er sehit das en die artzetz vahn wil sox***ε*†ε*ν) bedegket sie eyn ore mit deme zagele vnde leget das andere uff die erden Das sie nijt en hore die stymme des menschen der yn dodin wil Also dut der szundere Die wiele er leyt in den dot szunden So bedegket er sin

*) Lücke bei Steinmeyer Z. 76.

*) Verwechſelung der Evangeliſtennamen kommt öfter vor in unſerer Hdſchr. Steinmeyer p. 226,77 ff. hat dies Evangelium und den Anfang der Predigt ſehr lückenhaft, doch zeigt ſich auch hier im Text des Evangeliums große Verſchiedenheit.

***) effica Steinmeyer.

¹) Steinmeyer Z. 84. ..**) Schluß von Steinmeyers Fragment.

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