Aufsatz 
Die alten Handschriften der Gymnasialbibliothek / Dr. Pulch
Entstehung
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auch belde nemen an dieszem offin szunder Zum ersten male hatte er vorchte dar vmbe stunt er verre vnde wolde dem gotis huse nijt nehin Vnde auch en dorste er sine augen nijt uff hebin in den hymel wanne er duchte sich vnwerdig sin Zum andern male was er betrubet vmbe sine sunde wanne er ruwelichen klopte an sin herze Vnde das ted er ane glieszenunge vnde ane ffalch Vnde da mitde bewiste er sich das er waren ruwen hatte vmbe sine sunde Zum dritten male sprach er sin gebet mit groszer jnnigkeit Vnde die burnde liebe Vnde die mynne die bewyste er biesz an das ende wanne da vnser*) sprach Ich sage uch vur war das der offin sunder wart gerecht Vnde ging heim in syn husz ledig vndc loesz siner szunde Abir wollin wir in gerechtigkeit ffunden werden Vnde das vns alle vnser sunde werden vurgebin So sollen wir han die dru stugke an vns die diesze offin szunder hatte an yme wir sollin vns zum ersten(161 b) male vnwerdig machen Vnde sollin betrubet syn vmbe vnsze sunde Vnde dar vmbe waren ruwen habin wanne der wiesze man spricht Esz ist vngewisz das heil des menschen wanne niemant en kan wisszen genszlich ob yn god liep habe eder nijt Eder das er yn lasze wisszen Ob er behalden werde Odir nijt Das bewieszet vns sanctus paulus vnde spricht Eyn iglich mensche behude vnde be- ware sich das er nijt en falle wanne er duncket das er ffeste stee Das meynnet er also das er sich hude vur szunden wer auch dieseme szundere nach volget an rechtem glaubin den sollin wir han als er yn hatte Da er sprach herre god ich han glaubin das du eyn war**) god bist wanne du macht dich wol ouer mich irbarmen Das bewyszet vns sanctus augus- tinus Vnde spricht Vnszer guten wercke die wir tun die sin vns vnnutze en ist der glaube nijt dar mitde Zum andern male sollin wir gantze hoffenunge habin Als der szunder hatte da er sprach wijs mir gnedig Das bewieszet vns wol der prophet in dem szelter Vnde spricht wer hoffenunge had zu gote dem bewieszet er sine barmherzigkeit Zum dritten male sollin wir habin lutter bichte vmbe vnser szunde Als dieszer hatte da er bekante das er eyn szunder was zu der bichte manet vns sanctus gregorius Vnde spricht also Die bichte be- decket die szunde Also dut das hemelsche gebet widder die**) zijt des heiles Das die bichte war sij Des vinden wir eyn orkunde in der altffeder buche Von eynme jongelinge Der solde obir mer ffaren in eynme schieffe da waren vil lute jnne Da wart eyn vnge- witter Vnde slug das schiff das esz wart wancken Vnde ted als esz**) vursincken wolde Da hette der jongeling gerne eynnen priester gehabt Dem er hette gebichtet der en was da nijt Vnde er(162a) stunt uff vur allen luten Vnde det sine bicht Dar nach wart das wasszer witder gestillet Vnde genaszen alle in dem schieffe Da ffragete sie der jongeling Ob sie yn hetten gehort bichten Da sprachen die lute gemeynlichen neyn Da vurstunt er von gots wegen das yme sine szunde weren vurghebin Nu sollin wir bitden den almechtigen god Das er vns sine gnade gebe das wir muszen nach volgen dieszem publicano das vns vnszer herre vnser szunde vurghebe wante alle szunder hant hie uff ertrich ffreude Vnde gemach

*) herre fehlt. **) Steinmeyer p. 225, 56. 4 ***) Lücke bei Steinmeyer p. 226, 69 bis versyncken wolde etc.

*r**) Steinmeyer p. 225, 70.