13
zu betzern Das bewyszet vns vnszer herre alles in synen heilgen sprochen Auch steit in eynner andern stad Da spricht vnser herre von eynme ffigenbaume Der was dorre Den hiesz vnser herre abe hauwen Vnde sprach war vmbe bekummert*) der baum das ertriche die wiele er vnvruchtber ist Also wirt der armer szundere ewenglichen vurhauwen mit der helschen pyene Zum dritten male sollin wir gute wergke thun wanne alle die da iehen Ich han rechten cristen gelauben Vnde thun der wercke nijt die en koment nijt zu den ffreuden des ewigen lebens Sunder die gotis wyllen dunt Das bewieset sanctus paulus Vnde spricht Esz ist vnszes hern wylle das uwer iglicher konne geschigken das ir heilge wergke dunt So vurdienet ir die ffreude des ewigen lebens Dar vmbe sollin wir bosze wergke fflehin Vnde gute wercke dun das wir nijt in die pyne der hellen werden geffurt Sunder das wir komen zu den ewigen ffreuden da kein pyne jnne en ist des helffe vns god allen Amen.
Bei Steinmeyer folgt nach dieſer Predigt gleich das Evangelium des nächſten Sonn⸗ tags: Der nuynte*) sondag secundum matheum. Homo quidam erat diues. Ihesus sprach zu synen....(Lücke bis seluer, Wat dun ich wan myr myn herre u. ſ. w.) In unſerer Handſchr. kommt jetzt Epiſtel und Evangelium für Mittwoch und Freitag, darauf der folgende Text⸗
(156 b) Der zehnde suntag paulus(1 Cor. 10, 6— 13)
Brudere wir sollin nijt begernde sin boszer dinge Also auch die jenne wir sollin nijt werden apgotir als sumelich von yn vur vnkuscheyt habin als geschreben ist Das volgk sasz vnde asz vnde drangk vnde sie stunden uff zu spellende Noch wir sollin nijt vnkusch sin als semeliche(157a) Vnde in***) vnkusche syn gewest Vnde ir ffielen an eynme thage dru vnde tzwintzig duszent Noch wir sollin bekoren Cristum als yn Etliche vursuchten Vnde vurtorbin von den slangen Noch ir sollit nijt murmeln alse semeliche murmelten Vnde vurtorbin von dem storer Abir alse diesze ding geschan jn eynner ffiguren sie sint abir geschriebin in vnser beszerunge zu den komen sint die ende der werlt Alse wer dar weynet das er stee der sehe das er nijt en ffalle Vch begrieffe keyn bekorunge dan die menscheit wanne god ist getruwe Vnde stadet uch nijt zu vursuchen uber das ir vurmoget Sunder er gibt uch yme mit der vursuchunge frommigkeit das ir inoget wydder sten
llucas(XVI 1— 9) IN der zijt sprach jhesus zu sinen jongern eyn glichnissze Esz was eyn richer man Der hatte eynnen meiger Vnde der meyger wart besaget vor sime hern Das er vurwuste sin gud Vnde sante nach yme vnde sprach was hore von dy sagen gieff rechenunge von dime meygerampte wanne du en macht itzunt nijt lenger meyer gesyn Vnde der meyger sprach in yme**en) Szelbir was sal ich tun Ich en mach nijt graben Vnde schemen mich zu beteln Ich weysz was ich tun sal Alse ich von dem meiger ampte gestzotzen werde Das sie mich entphan in yr husz Da rieff er den schuldigern in
2 Steinmeyer p. 225. 30..
**) 9. Sonntag nach Trinitatis, in unſerer Hdſchr. 10. nach Pfingſten. *) verſchrieben für vnder in.
***) Steinmeyer p. 225, 43


