Aufsatz 
Die alten Handschriften der Gymnasialbibliothek / Dr. Pulch
Entstehung
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wanne lebit ir nach deme ffleische So sterbit ir Ist das abir sache das ir in dem geiste die werlt des ffleisches todet So solt ir leben wanne wilche in deme geiste gots geffurt werden die sint kinder gotis wanne ir habt nijt entphangen den geist des dienstes ander- weit in vorchte Sunder ir habt entffangen den geist in zu wunschunge der kinder In deme wir ruffen Abba vater wanne der geist gibt getzugnisse vnserme geiste das wir sint kinder gotis So sint wir auch erbe gotis Vnde abir erbe Cristi

matheus schribet diesz(VII 15 21)

IN der zijt sprach jhesus zu sinen jongern hutet uch vor den valschen wiesszagen die zu uch komen in scheffeme gewande Vnde jnnewendig sint sie tzugkende wolffe Ir sollit sie irkennen bij iren wercken Men leszet nijt von den dornen die wyndruben Vnde von disteln ffigen Also bringet eyn iglicher guter baum gute*) vruchte Vnde der bosze baum mag nijt gute vruchte brengen welch baum bosze vruchte bringet den hauwet men abe Bij irer ffruchte irkennet sie Nijt alle die da sprechen zu mir kerre(155 b) herre koment in das riche gotis Sunder die den willen myns vaters tun. Glosa

IN dieszem ewangelio sollin wir mercken drierleye ding Zum ersten male sollen wir mercken das wir bose lute fflehen Zum andern male das wir bosze lute vorchten Zum dritten male sollin wir gute wergke tun wir sollin dar vmbe bosze lute fflehen wanne von bosen luten wirt men heubt siech Das redet vns auch der wiesze man in dem buche der wiszheit Dar leszet men wer das liecht**) an grieffet an dem klebet esz gerne***) Also sollin wir wiszlichen bosze lute vliehn das wir nijt werden von yn vur vnreynniget wir sollin vns auch von yn halden ffieslichen Das vnser herre von yn icht werde vur vnreyn- niget Die bosen lute sollin wir auch stetichlichen fflihen Esz enwerde dan von vns gebetzert wante die gute geszelschafft den bosen digke gud ist Alsæ***) vns sanctus lucas beschrybet Das zu vnserme herren jhesu Cristo qwamen glieszener vnde szundere vnde bosze lute mit den hatte vnser herre geszelschafft vnde asz vnde drangk mit yn Dar vmbe das er sie bekerte Vnde das sie sich betzerten von sinen worten Dar vmbe sollen gute lute mit boszen luten vndirwielen geszelschafft han Vnde sollin sie straffen vmbe yre vnrechte zuuer- suchen Ob sie sich icht besszern wollin eder bekeren Zum andern male werden wir geleret bosze wergk zu vlihen wante eyn iglich gud baum der nijt gute vrucht en brenget der wirt abe gehauwen vnde wirt vurbrant Also tud auch der szunder der betudet ist bij dem baume der getodet wirt E sin rechte zijt komet Vnde wirt gesant in das helsche ffur wante der szunder ist vnnutze in dem garten der heiligen Cristenheit Also der vnvruchtber baum wirt auch gegebin dem ffure der helschen pyne Des sunders(156a) lebin****) wirt auch gekortzet Vnde abe gehaugen Das sine eben menschen werden irmahnet yre leben

*) Vergl. Steinmeyer a. a. O. p. 224.

**) Verſchrieben für becht..

****) Steinmeyer p. 224, 14 Also sullen wir wysse.... Darauf Lücke bis uns sanctus lucas beschriuet.. B

.*²) Steinmeyer p. 224, 15.

..*) Von hier ab Lücke bei Steinmeyer bis der baum dat ertriche.