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(Rom. 13, 11— 14) Dann das Evangelium des 1. Adv. Darauf Epiſtel und Evang. für Mittwoch, Evang. für Freitag, auf Bl. 72a Epiſtel, 7b Evang. für 2. Adv. und darauf die erſte Glosa d. h. Predigt, von der leider nur der Anfang erhalten iſt. Bl. 8 und 9 fehlen. Bl. 10a beginnt: jhesu cristi Da sante er syner jongern tzwene zu yme u. ſ. w. d. i. Evang. für 3. Adv. (Mat. 11, 2) Dann die zweite Glosa. Das fehlende Blatt 16 enthielt die Lektionen der Woche vor Weihnachten, 17 beginnt: vurleucken der sunde vnde vnmildigkeit vnde werltlich beghirde u. ſ. w. d. h. Ep. Tit. 2, 12, die Epiſtel des erſten Chriſttags. Predigten finden ſich im ganzen 39, nur zu Sonntagsevangelien.
2.(Bl. 198b— 241b) Hie hebin sich an Die Epysteln vnde die Ewangelien Durg das gansze jar von den heylgen Vnde Diesze Epysteln die leszet an synte Pauls tage In deme szomere— Nur Lektionen für Heiligentage, keine Predigten mehr.
3.(Bl. 241 b— 246a) Dyt synt die Epysteln Durch das gansze jar an deme doners- tage— Kürzere Lektionen.
4.(Bl. 246b iſt leer. Von 247 bis zum Schluß:) Des Biſchofs Johannes von Olmütz(† 1380) deutſche Bearbeitung von Eusebius de morte Hieronymi ad Damasum. Auf Bl. 247a beginnt der Widmungsbrief an die Markgräfin Eliſabeth von Mähren, auf 247b ſteht der lange Titel rot geſchrieben, auf 248a beginnt der Text. Derſelbe weicht ſprachlich ſehr von der Ausgabe A. Benedicts ab.(Das Leben des heiligen Hieronymus in der Ubersetzung des Bischofs Johannes VIII. von Olmütz hrsg. v. Anton Benedict im 3. Bd. der Bibliothek der mhd. Litteratur in Böhmen. Prag 1880.) Auch die Kapitelzählung ſtimmt gegen den Schluß nicht ganz mit Benedict.*) Bl. 298b ſchließt: Das tzehnde vnde hunderste Cap. Almechtige god war vmme hat dyn almechttigkeit von dyner kirchen alsulchen kempen entffromedet Ich meynne das dyn meynnunge also sy das du yn szelbis habin wollis.... Bei Benedict iſt das der Anfang von Kap. 113 p. 100. Der Reſt(bei Benedict 6 Seiten= 3 Seiten unſerer Hdſchr.) fehlt. 3
Einband alt: Holzdeckel mit braunem Leder überzogen(ſehr defekt), darauf Spuren eines einfachen Linienornaments und der alte Stempel der Univerſitäts⸗Bibliothek(PRO BIBLIO- THECA RINTHELENSI.).
Woher die Hdſchr. ſtammt, läßt ſich nicht ermitteln. Zuerſt erwähnt wird ſie als Postilla MSS. unter libri theologici in folio im älteſten von G. W. Molanus geſchriebenen Inventarium bibliothecae Rinthelensis aus dem Jahr 1667(enthalten in der„Bibliothec⸗Rechnung“ von 1667— 1730, die ich neuerdings in der alten Bibliothek wiedergefunden habe.) Demnach gehört unſere Hdſchr. zum älteſten Beſtande der Bibliothek. Im Katalog von 1733 wird ſie p. 87 als Vis Kap. 96 ſtimmt unſere Hdſchr.(R) mit Benedict(B). 97 fängt bei beideu gleich an, aber R ſpringt nach den Worten 0 du allir hogeste gerichte gleich zu B 98 über: Du entszetzest die mechtigen u. ſ. w. R 98- B 99. R 99— B 100 und 101, der Text hier wie überhaupt in dieſen letzten Kapiteln in R ſehr gekürzt. R 100— 102= B 102- 104 Anf. R 103= B 104 Zeile 24 und 105. R 104 B 106— 107, 23. R 105= B 107, 23 und 108. R 106 B 109 und 110, 8. R 107= B 110, 10 und 111. R 109 und 110= B 112 und 113. Unten auf Bl. 2982a rot: Das achte vnde hunderste Cap., oben auf 298 b: Das nuwen vnde hun-
derste; alſo ein Kapitel mit zwei Nummern. Das Wort loter(Bened. p. 72, 22) für lateiniſch latro in Kapit. 79 erſetzt unſere Hdſchr. durch morder(da du geliech einme mordere an deme Crutze hengest) Vgl. Benedict
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