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ihnen vor dem Glühen anhaftende Unreinigkeit und die durch Glühen entstandene dünne Oxydhaut völlig entfernt waren, und daſs Eisen und Stahl eine mattgraue Farbe zeigten. Dieselbe war jedoch in 14 Tagen wieder verschwunden. Hiernach kann auch Becks Voraussetzung nicht bestehen.
Weil ich den von mir gewonnenen Resultaten nicht traute, wandte ich mich an tüchtige Techniker, die ich ersuchte, gleichfalls Proben anzustellen. Diese Versuche sind ebenso wie die meinigen verlaufen, indem der Essig genau dieselbe Wirkung übte wie Wasser, haben also rücksichtlich der Mitteilungen Plutarchs auch ein negatives Ergebnis gehabt. Herr Ingenieur Klönne in Dortmund schreibt mir dieserhalb:„Da die Versuche vollständig resultatlos geblieben sind, so ist wohl anzunehmen, dals der Essig der alten Griechen ein anderer gewesen ist, als der unsrige. Der Essig, womit die Proben gemacht sind, ist 12 procentig oder 100 gränig. Es ist dieses der stärkste Essigsprit, der existiert, weshalb die Wirkung die intensivste hätte sein müssen. Wenn man glauben darf, daſs die Alten konzentrierte Essigsäure gehabt haben, so will ich auch damit einen Versuch machen, obwohl ich dieselbe nicht leicht bekommen kann.“ Von diesem Anerbieten habe ich abgesehen, weil der Essig der Alten nur roher Weinessig, also von unreiner und sehr dünner Beschaffenheit gewesen ist(nach Kopp, Geschichte der Chemie I, 35). Auch die Versuche, welche Herr Dr. Hintz, Dozent am hiesigen chemischen Laboratorium des Herrn Geh. Hofrats Prof. Dr. Fresenius, auf meine Bitte anzustellen die Güte hatte, haben nicht den geringsten Anhaltspunkt dafür geliefert, dals der Essig auf glühenden Stahl und glühendes Eisen eine irgendwie zerstörende Wirkung auszuüben vermöge.
Aber man kann fragen, ob sich die Erfolglosigkeit der gemachten Proben vielleicht daraus erklärt, dals der Reduktionsprocels des Eisens bei den Alten, wie schon oben hervorgehoben wurde, durchweg ein recht unvollkommener war, ihr Eisen und Stahl deshalb in einiger Beziehung andere Eigenschaften zeigte als das heutige Produkt. Hierfür einige Belegstellen. Bei Theophrast(eph αοασανςα νlν alεεꝓμνι 13) wird berichtet, wie Demokrit die Begriffe des Schweren und Leichten, des Harten und Weichen theoretisch unterscheide, wie er demgemäſs das Verhältnis von Eisen und Blei zu einander feststelle und zu dem Ergebnis komme, dals Eisen härter aber leichter als Blei, dieses schwerer aber doch weicher als Eisen sei. Dabei heiſst es vom Eisen: ròv d 7de lônpo dνυα⁴d εωι OQνεριεα mᷣαα mτ νεν˙νν εmρ᷑ νν νπα‿αμαρνꝑõł ob ναeα μεκ⁴να τπεννανκννι,οασ ⸗² αυαπαι ενια dααμυς mA6O Ielr*ey6. Dieses Eisen, welches nicht gleichmäſsig zusammengesetzt ist, sondern viele Hohl- räume enthält, und wenn es auch in groſsen Teilen verdichtet ist, doch im ganzen mehr Leere zeigt als das Blei, hat gewils ein recht lockeres Gefüge und manche blasige Stelle gehabt. Bestätigt wird dies durch Plutarch (IINAτνννπασον επναιννμαναια VII, 3). Hier wird das Wesen des Magnetismus erörtert und die Frage aufgeworfen, wie es komme, dals der Magnet das Eisen anziehe. Die gegebene Erklärung besagt, dals der Magnet gewisse schwere und windartige Ausflüsse ausströme, welche die nächste Luft fortstoſsen; diese verdrängt nun wieder die vor ihr liegende Luft, die dann im Kreise herumgeht, den leer gewordenen Raum einnimmt und auch das Eisen mit Gewalt nachzieht. Der Verfasser macht sich jetzt selbst den Einwand, warum denn die Luft weder Stein noch Holz, sondern nur das Eisen fortstolse und an den Magnet hintreibe. Darauf gibt er die Antwort, das Eisen sei weder so porös wie das Holz, noch so dicht wie Gold oder Stein, sondern habe ffnungen, Gänge und Unebenheiten, und wenn die Luft in diese eingedrungen sei, so könne sie nicht wieder abgleiten, setze sich vielmehr in einer Art von Nestern dort fest und reiſse bei der Rückkehr das Eisen mit sich fort, bis es mit dem Magnet zusammentreffe. Über die naive Erklärung des Vorganges mögen wir lächeln, indes die Worte„6 GlO᷑ ETer r6ove edl PtuAg l paxurnra“ lassen uns erkennen, welchen Grad der Porosität das Eisen der Alten meist besessen hat. Man vergleiche hiermit die Mitteilung Diodors, der(V, 13) erzählt, die Stücke, in welche die Bewohner der Insel Aethalia(Elba) das im Glühofen geschmolzene Eisen zerlegten, hätten grolsen Schwämmen geglichen(ταρααπανκσννσσww idéας uενα⁴eννα σmσ⁶ꝓρmοιςα), und den Satz des Plinius 34, 41: Mirumque cum excoquatur vena aquae modo liquari ferrum, postea in spongeas frangi. Die Beschaffenheit der an der Saalburg und in Monzenheim


