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unterschieben, so müfste der Begriff doch mindestens in ganz anderem Sinne gemeint sein, als wir ihn verstehen, wenn wir von weichem Eisen reden. Dies folgt schon daraus, dals Plutarch auch die Ausdrücke àdανονς und òvοαρρο anwendet; denn kohlenstoffarmes, weiches Eisen ist leicht schmiedbar, also gewils kein dνασςερον.
AOrομοο findet sich allerdings bei Pollux II, 101 zusammen mit uαeασαας. Dort werden die Adjectiva 6Gꝓτποινμο und eππρσσοσοε in der Verbindung mit&e†os ihrer Bedeutung nach folgendermaſsen erklärt: rp6mꝓροριμ⁴μςmĩöϑq“co το Ʒ&οꝓαοωνμμᷣενοοᷣf½ mαν m τονν τ Mναα να õʒdσοεμον Aπρό6σσον⁶οων‧ Mdrs r νμμυιόαό. Ein 6ποωGιονν ⁸iog ist ein Schwert, welches vorn mπσπιμ⁴α hat, ein ³πτιρσσομοꝓ, bei dem dies nicht der Fall ist. Die Erklärung des Pollux geht nun dahin, daſs ein ρσσωνμω ˙⁸έ⁵†ροο ⁸&οmσιηονυμμένον sei(d. h. daſs gehärtetes Eisen, Stahl an ihm verwendet war) und xονε⁶ν, d. h. scharf schneidend. Das Gd*πνροσπσοναμαο ist αeλαάααχ, d. h. es besteht nicht aus Stahl, sondern aus weichem Eisen; auch ist es doοσπασαιμον was dies bedeutet, wird durch den Gegensatz zu τοπμ klar; das Schwert ist nicht scharf, sondern stumpf. Da Gꝓτ⁶ σα beim Schwerte die Schärfe, Schneide bedeuten kann(vergl. Evang. Luc. 21, 24: rεοσαοναιασ O*τ⁶,εόόόσπσ uανάαέᷣοασς), so war es Pollux gestattet, das Adjectiv doοπσσ⁵☛ς in dem Sinne zu nehmen. Immerhin bleibt es auffallend, dals&eνποντσοαμον und dοσπσονον in demselben Satze sich finden, da die Einfügung der Präposition arpo in diesem Worte kaum einen Unterschied in der Bedeutung begründen zu können scheint. Möglich ist es freilich, unter ροστσομο osich ein Schwert zu denken, das nicht ganz aus demselben Material gefertigt, dem vielmehr für die Schneide und die Spitze ein vorzüglicher Stahl angeschweifst war; dann würde dντπροστοανον nicht zu übersetzen sein:„vorn nicht geschärft“, sondern:„vorn nicht verstählt“ und dœετονεον hieſse:„ungeschärft“. Hiernach mülsten wir das beiden Worten zu Grunde liegende σꝓπααρμαι in zweifachem Sinne nehmen; das ist zulässig, wie schon daraus hervorgeht, dals auch das Verbum.π ο sowohl „härten, stählen“, als„schärfen, spitzen“ bedeutet. Allein bei dieser Erklärung würde doch der zwischen den zwei Definitionen des Pollux bestehende Gegensatz viel genauer zu Tage treten, wenn statt àσαωωαν die Lesart gewählt würde, welche der Codex Palatinus Heidelbergensis No. 375 ¹), den Bekker mit C bezeichnet, an unserer Stelle deutlich bietet: ³π οιοοο. Das Adjectiv Aĩτονιαοαα hat gewöhnlich passive Bedeutung:„nicht zerschnitten“, und„nicht zerschneidbar“; hier würde es mit bezug auf rousvy aktivisch zu erklären sein, und der Satz gäbe den Sinn: Das Schwert, welches(ganz) aus weichem Eisen besteht und nicht scharf schneidet, wird ein„vorn nicht verstähltes“ Schwert genannt.
Aber selbst wenn man die Lesart àσσασανμμον bei Pollux festhält, so gewinnt man doch aus den Worten keine Hilfe für die Deutung von doοσπαο in der Plutarchstelle, weil es sich natürlich in ihr um die Begriffe „scharf“ und„nicht scharf“ nicht handeln kann. Die Lexica bieten zu derselben die Bedeutung:„keine Härtung zulassend“. Das ist unklar. Keine Härtung lälst dasjenige Eisen zu, welches überhaupt nicht gehärtet werden kann, also Schmiedeeisen, und derjenige Stahl, der den höchsten Grad der Härte, die sog. „Glashärte“ bereits erlangt hat. Die letztere Auffassung ist schon deshalb unmöglich, weil hierzu A⁵ραάσ̈ς nicht stimmen würde, da ein so hartes Material sicherlich nicht„schlaff“,„kraftlos“,„schwach“ genannt werden kann. Und da das Wort doοπωμωαοοα an keiner weiteren Stelle in Verbindung mit Eisen sich findet, so sind wir lediglich darauf angewiesen, es aus dem Zusammenhange zu erklären, in dem es steht. Ich glaube, es ist schon im Hinblick auf xνο G.ꝓτ⁶¶õ)³"h-aooεσαœα(in der vita Lycurgi) zu übersetzen: „keine Härte habend“. Nur ist das nicht im Sinne von„Weich“ zu nehmen, sondern es scheinen die Begriffe„Härte“ und„Festigkeit“ verwechselt zu sein, was nicht auffallen kann, indem die Alten in diesem Punkte wohl nicht denselben Unterschied machten wie wir und nach ihrer Auffassung das Metall auch die Härte verlor, wenn es die Festigkeit einbüfste. Bei dieser Erklärung sind die zwei Stellen wenigstens ohne innere
¹) Durch das freundliche Entgegenkommen des Oberbibliothekars der Groſsherzoglichen Universitäts- Bibliothek zu Heidelberg, Herrn Prof. Dr. Zangemeister, war es mir gestattet, diese Handschrift auf der hiesigen Landesbibliothek benutzen zu dürfen.


