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Die in technischer Beziehung hier vorliegende Schwierigkeit scheint von den neueren Herausgebern wenig beachtet zu sein. Schneidewin und Nauck erklären:„Verb. eoαασσκκε*ς ονσισηνν ν ποσς, das Eisen ist spröde, wenn es glähend aus dem Feuer kommt“. Dies ist unrichtig; das Eisen ist nicht spröde, sondern geschmeidig und weich, wenn es aus dem Feuer kommt, und daſs die Alten dieser Ansicht gewesen sind, dürfte aus den beigebrachten Belegen reichlich hervorgehen.
Wie ist da zu helfen? Man könnte daran denken, daſs vom Eisen, wenn es glühend unter den Hammer gebracht wird, es mag noch so weich und geschmeidig sein, Splitter abspringen, der aus Eisen- oxyduloxyd bestehende sog. Hammerschlag, den die Griechen σρσπᷣαιαοο lexie, die Römer squama ferri nannten. Allein diese verhältnismäſsig unbedeutende Absplitterung, die zudem bei jedem Eisen, nicht blofs beim †νοαυςοσνταστοο iονοο vorkommt, kann nicht wohl ein SHνσεπναι und a*νναν des Eisens genannt werden. Befragen wir die Scholiasten, so lassen uns die älteren Scholien ganz im Stiche, da mit der zu xeooνeu gegebenen Erläuterung: megrecædnzdr, i eexανενεμνα nichts gewonnen wird. Denn das erstere gibt nur den Begriff von eαασνsſ in verbaler Form; bei zsxανην⁴μνα(æeναμαενονο) aber scheint verfehlter Weise an die Bedeutung des von σανο herkommenden xeoοe gedacht zu sein.
Dagegen macht Triclinius einen Versuch der Deutung, der immerhin der Erörterung wert ist. Er meint, weoioxenf sei entweder zu ενᷣκ eeorov zu ziehen oder zu rπτν εέ νπκνος, und erklärt für den zweiten Fall: eloiƷοις ν νααν Sεαα τον εράμραεοσmσαιπτο( ogo S9‿ο εε̈ναια νααν βᷣaαemsέά ωαμά‿ rAeroτα mQαϑ νααρσαι Mπμον, ν να 0G eHαeκεμ, oνᷣ o,αά αρενπνα eab dτονον εννμεο.
Damit wäre freilich die Ursache des Springens und Zerreiſsens vollkommen richtig angegeben. Wenn man nämlich grölsere Stahlgegenstände im Zustande sehr starker Erhitzung durch plötzliches voll- ständiges Eintauchen und Umrühren in ganz kaltem Wasser löscht, so wird der Stahl dadurch zwar sehr hart, aber auch sehr spröde, so daſs er unter dem Hammer leicht zerspringt und bricht. Daher sorgen unsere Techniker dafür, dals die Temperaturdifferenz keine übermälſsig groſse ist; so gebraucht man z. B. in der Regel kein Wasser, das weniger als 100 C. Wärme hat, vergl. Karmarsch und Heeren, Technisches Wörterbuch, 3⁰, IV, 226. Und selbst wenn alle Vorkehrungen getroffen werden, dem Stahle nur den seiner Beschaffenheit angemessenen Hitzegrad zu geben und die Temperatur des Härtemittels gleichfalls dem entsprechend einzurichten, so erhält der Stahl dennoch gewöhnlich eine zu grofse Härte und eine damit immer verbundene Sprödigkeit. Um nun den für den jedesmaligen Zweck des Stahles erforderlichen Härte- grad zu erzielen, erweicht man das Metall wieder, indem man es mäſsig erwärmt und dann abermals abkühlt. Bei diesem langsamen Erhitzen bedeckt sich die Oberfläche des vorher blank gemachten Stahles mit einer dünnen Oxydschichte, die je nach dem Grade der angewendeten Temperatur in verschiedenen Farben erscheint(sehr hellgelb 221° C., hell strohgelb, hochgelb, braun, braun mit purpurnen Flecken, purpur, hellblau, hochblau, dunkelblau 3160 C., s. Percy, Metallurgie, übertragen und bearbeitet von Knapp, Wedding u. Rammelsberg II. Bd., III. Abteilg., S. 893). Da den verschiedenen Farben nach geschehener Ablöschung ver- schiedene Grade der Härte entsprechen, so gelingt es auf solche Weise, dem Stahl die übergroſse Härte und Sprödigkeit wieder zu nehmen und ihm den für das betreffende Werkzeug gewünschten Härtegrad zu verleihen. Diese ganze zweite Operation nennt man das„Anlassen“ des Stahles, die Farben heiſsen„Anlauffarben“. Den Griechen waren, wie es scheint, die Anlauffarben des Stahles schon frühe bekannt.(Vergl. Beck, I. cit. 406 f.) Hieraus könnte man freilich folgern, dals ihnen damit auch das Mittel gegeben war, dem idpo dναν acpels seine grolse Sprödigkeit wieder zu entziehen, und dals aus diesem Grunde die Deutung des Triclinius wenig wahrscheinlich sei. Indes wenngleich die Alten die Eigenschaft des Stahles, bei gewissen Wärmegraden wechselnde Farben zu zeigen, vermutlich gekannt haben, so ist doch zweifelhaft, ob es ihnen auch klar gewesen sei, dals der Stahl durch langsames Glühen und darauf folgendes Abkühlen von allzugrolser Härte auf eine mälsige Härte zurückgeführt werden kann, und daſs die Farben das Maſs der Härte angeben. Aulfserdem konnten beim Ablöschen des Metalls in zu kaltem Wasser sofort


