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doch den vorher gefalsten Beschlufs durchzuführen, demnach durch„Flastizität“ des Verhaltens das Ziel zu erreichen. Denn das wäre eine gar künstliche und geschraubte Interpretation, da zu Srdue und SnAbouæα die metaphorischen Bedeutungen„sanft, zart, weich werden“ die nächstliegenden sind. Und selbst wenn man dies nicht gelten lassen wollte, so müſste immer noch festgestellt werden, daſs die Elastizität des Stahles den Griechen zur Zeit des Sophocles bereits bekannt gewesen sei. Nun sind wir aber in der Lage, gerade das Gegenteil ziemlich sicher erweisen zu können. Bekanntlich ist uns von einem gröſseren Werke des Philo aus Byzanz über Mechanik ein Abschnitt überliefert, der den Titel mred BeXOOuαα führt. In dieser Schrift handelt der Verfasser von§. 39— 51 über eine von ihm„αeν⁴eονον, Erzspanner genannte metallene Wurfmaschine, deren Konstruktion vom Alexandriner Ctesibius zuerst erfunden, von Philo nach eigener Methode zur Vollendung geführt wurde. Philo beschreibt uns die bei dem Geschütz in Anwendung kommenden, nach einem hölzernen Modell gebogenen Schienen(Aerεde); sie sind aus Bronze verfertigt und erhalten ihre Kraft durch die Legierung des Metalls, welches, wenn es möglichst rein gegossen wird, stark, dehnbar und elastisch ist; sie werden in kaltem Zustande lange Zeit und vielfach geschlagen und zeigen dann, dem betreffenden Geschütze eingefügt, die Eigenschaft der Plastizität. Philo sagt weiter:
Td³a ν dν„εα σο(der Angeredete ist ein Freund, namens Ariston) dGeu τι elonεeνμ εmνμι⁶ιοω 8Ivαr, Sdme a AALore Aelor 05 Td dσναονσσν Ʒwνατον elrαν mννάωάνανe εννσανσ τ‿ν Aerd dAd urd ig rou ννοοσο αν m ³‿ιεοωεiοας ¹h de d9Se ee e o iepeny, dAA οσαό οσσασσασα—⸗-²πeυάιν πν νν s dννε*⁴ςροοοσσνν oατος ναριμσσσ νμνεροοε εέν 7ο mπννν τν ⁸⁵⁶ν νσ qο τοοαννσισον S⁴eςσρέιαν νoσρ εε τννα τμόν ⁸νυανιο,„2]d r re Orn Peνεςσ˙α, 1 aede d ee Pögee ah enta ealn ro» LJer, aSd r -1ο, àαmiινεεένꝙναια εeνυνντνοοι ουν⁶ τνοσο laνς eis ro era raura diaeer r„ æ ³⁴, ισιm IXov r Ad Sh αν εαασναια σπααeνιι ασιοονσεα
Wenn Philo es in diesen Worten als die allgemeine Auffassung hinstellt, dals„aαƷλμς und Gido, von irgend einer Gewalt gebogen, fernerhin in derselben Krümmung verbleibe und sich nicht von selbst wieder aufzurichten vermöge, so konnte es noch nicht lange her sein, seit man angefangen hatte, auf die Elastizität dieser Metalle aufmerksam zu werden. Nun wissen wir freilich vom Leben des Philo nur sehr wenig, aber feststehend ist, dals er sich unter der Regierung der Ptolemäer längere Zeit in Agypten aufgehalten hat. Köchly und Rüstow setzen ihn in die letzte Hälfte des dritten Jahrhunderts v. Chr., und höher hinauf wird man seine Zeit schwerlich rücken dürfen; andere weisen ihn dem zweiten Jahrhundert zu. Da scheint es nicht wohl möglich, dals Sophocles zu einem Bilde die Flastizität des Stahles benutzt habe, mit welcher überhaupt erst 200 oder mehr Jahre später Philo seine Zeitgenossen bekannt gemacht hat. Beachtenswert ist für unsere Frage auch die Art und Weise, wie Philo gegen diejenigen auftritt, denen seine Darlegungen unglaublich erscheinen. Er berichtet nämlich, dals ähnliche Erscheinungen wie bei den bronzenen Schienen des Erzspanners pei den sogen. celtischen und spanischen Schwertern beobachtet würden. Wolle man deren Brauchbarkeit prüfen, so lege man sie horizontal über den Kopf und ziehe auf beiden Seiten nach unten, bis das Schwert die Schultern berühre. Hierauf lasse man rasch beide Hände los, worauf das Schwert wieder gerade werde und in seine frühere Gestalt so zurückkehre, daſs es keine Spur von Krümmung zeige, und so oft man dies auch wiederholen möge, das Schwert bleibe gerade. Philo erörtert dann die Ursachen, weshalb diese Schwerter so elastisch seien, und gibt deren drei an. Erstens sei das Eisen (bezw. der Stahl) aufserordentlich rein und im Feuer so bearbeitet, daſs kein Fehler an ihm bleibe; zweitens sei das Eisen auch seiner Natur nach weder zu spröde noch zu weich, sondern eine Art Mittel- gattung(Stahl); drittens aber würden die Schwerter kalt kräftig geschlagen, denn das gebe die Elasti- zität(rovrl Jàg elva τ eurovldy οιονν). Dabei wird betont, dals die Schwerter nicht mit groſsen Hämmern noch mit starken Schlägen geschmiedet werden dürften, weil sie sonst durch und durch


