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(var. lect.&⁴ꝓμέασσ, d-ee 6 οροο, eilgivnv dyovrec. Das Bild ist vom Schwerte entlehnt, welches ruhend rostet und seine Kraft und Schneide verliert.(Vergl. Hor. sat. II, 1, 43 ut pereat positum robigine telum!) Wenn hier den Staaten eine 3 ⁴φ† zugeschrieben wird, so ist das wegen der Verbindung mit oldoO⁵ leicht zu begreifen. Wenn aber Plutarch(quaest. conviv. III, 3, 4) sagt: Grτα oνν oOlvog eig upπ᷑nro oAA u*‿εασσ, νναρ emφάνενοι eασν ν Bac—v, 8o zeigt dieses Beispiel, wie sehr die ursprüngliche Bedeutung von 8aς†ρ zurücktrat, und nur an die Wirkung noch gedacht wurde, welche das Eintauchen auf den glühenden Stahl ausübt; sonst könnte gewils gerade in der Verbindung mit dem eig urρτεπα euecetv die Kraft des Weines nicht durch 3αᷣꝓρ bezeichnet werden. Endlich wird gar einem ganz abstrakten Begriffe, der Tapferkeit, eine Art 8a†, eine Härtung zugesprochen, die im SuμιƷ bestehen soll, und zwar bei Plutarch im Gryllus 4, 16: l τον dra i v ddgeiaς oloy 8aꝙꝓρι Ʒ ð υμναις Ʒασσα * mσσιμμμα.—
Dieselbe Entwicklung der Bedeutung, die wir bei dem Substantivum 8a†ᷣα beobachten, begegnet uns bei dem Verbum 8ãꝓc; es erhält ohne jeden Zusatz den Sinn„in Wasser eintauchen, härten“. Vergl. Plut. de primo Frig. II, 4. kvlα aall ⁴Ado Toxne, dv Ad SePureα, n†vpot e dvrd,er aaαsdmee r gArruenon 01nov. So auch Plut. de san. tuenda 23. Mit einer weit gehenden Metapher heiſst es bei Dioscorides xegt ¹Ans oroun V, 138: 15 8 2091AO... Joust Hby 8lα ᷣν εναιον, mπσεροεαες˙εασόι 6rανν έ το ιο ο&αραννο ⁵, EEλιοο P†νν εοενο εσ Banrrdsvo rol nveov, Goxee uatg rou eεινεᷣενυναμεμνο ε εεν.6ν%. Die Ansicht, daſs die Koralle eine Pflanze sei, die im Meere weich, sobald sie herausgezogen werde, sich infolge der Einwirkung der Luft verhärte, findet sich auch bei Ovid metamorph. IV, 750 ff. und XV, 416, ist aber naturgeschichtlich falsch. Uns interessiert an der Stelle der Gebrauch des durch aiρνo Sac erläuterten gdreτeSar in einem Zusammenhange, in dem gerade das Gegenteil des Eintauchens das Hartwerden bewirkt. So sehr war das ursprüngliche Bild verwischt!
Hiermit glauben wir den Beweis geliefert zu haben, dals bei dem blofsen Worte 3† die Griechen in keinem Falle an eine Erweichung des betreffenden Gegenstandes denken konnten.
Hätte daher wirklich die Löschung des glühenden Stahles in einer anderen Flüssigkeit als in Wasser, speziell in l, eine so grundverschiedene Wirkung hervorgebracht, so mulste der Dichter, wenn er bei dem Vergleiche hierauf abzielte, zu dem Begriffe„Eintauchen“ unbedingt hinzufügen:„in Ö1“. Und auch dann wäre das Bild ein nicht glücklich gewähltes gewesen, weil es von einem verhältnismäſsig seltenen technischen Vorgange entlehnt war. Schon Lobeck hat bemerkt:„Verum ab hoc genere tincturae quod tantummodo tenuioribus ferramentis adhibetur ac permultis ne notum quidem est, similitudinem transferre parum decebat“. Man dürfte hiergegen freilich einwenden, dals in Athen die Eisenschmiedekunst und der Eisenwarenhandel früh geblüht haben ¹), und deshalb den Athenern auch Einzelheiten der Fabrikationsweise vermutlich nicht fremd gewesen seien. Und wenn der Vater des Sophocles, wie der anonyme Verfasser der vita(2oꝙoxdlbou 7ενος εα loε) nach Istrus meldet, ein αemφ5α⁴αιαοσσιαα⁶ς d. h. der Besitzer einer Waffen- oder Messerfabrik gewesen ist, so würde es begreiflich scheinen können, dals der Dichter in lebhafter Erinnerung dessen, was er in der Werkstätte des Vaters gesehen, einen nach unserer Auffassung nicht eben nahe liegenden Vergleich gebraucht habe, falls die Worte an und für sich jene Deutung zulielsen. Da letzteres, wie wir zeigten, nicht der Fall ist, so müfste man, um an dem Weichwerden des„ölgetränkten“ Stahles festzuhalten, von der Annahme ausgehen, dals Sophocles sich über die technologische Grundlage
seines Vergleiches im Unklaren befunden habe, und das ist schon um der angeführten Umstände willen schwerlich denkbar.
¹) Vergl. Blümner, a. a. O. S. 68.


