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Wäre das Eisen an und für sich ein weicher Stoff, der erst durch 8a†ρ gehärtet würde, s0 könnten wir den Vergleich verstehen:„Ich war hart, wie Eisen durch Eintauchen hart wird“. Da dies nicht der Fall, so ist gar nicht einzusehen, weshalb der Dichter zu dem leicht verständlichen und angemessenen Vergleiche„ich war hart wie Eisen“ einen gesuchten Zusatz gemacht haben sollte, durch den das Bild nicht gewinnen konnte. Nur wenn exagrépovy einen dativus instrumenti bei sich hätte, würde die Sache allen- falls erklärlich sein. Diese Schwierigkeit scheint Welcker gefühlt zu haben, wenn er τ Jerν mit der, wie schon gesagt, sprachlich unhaltbaren Ubersetzung wiedergibt„durch das Harte“. Welcker ver- weist zum Belege für seine Auffassung der Worte auf Odyssee 9, 393. Hier wird allerdings das Ablöschen des Eisens, welches, vorher im Feuer erweicht, durch Eintauchen in Wasser gehärtet wird, zu einem Vergleiche verwendet. Odysseus hat mit seinen Gefährten dem Polyphem den Brandpfahl ins Auge gestolsen.
391. 656 d“ dr' dohg aAwsde edery efay id rdrνον 392. el udare uoc Bdrrn usrdua la orae
393. oανρμ⁴σοσσσ τ ο αννα ³α⁶ανο Ooo νρ⁴αος αmπα*ιν¹⁴) 394. 6 roũ σςι νꝓ Sa.ν μς aννεέρ m—ᷣπρε επ⁶.
Es liegt auf der Hand, dals es auf den in V. 393 enthaltenen Zwischensatz für das gewählte Bild gar nicht ankommt, und dafs ein ganz anderes tertium comparationis vorliegt, als es die Ajaxstelle aufweist, wenn man ꝓ†ρσμ o. Ge zum Vorhergehenden zieht(nämlich das zischende, prasselnde Aufspritzen). Der Scholiast, dessen Worte wir oben mitgeteilt haben, nimmt freilich an, dafs dem Sophocles dasselbe Bild vorgeschwebt habe, wie dem Homer, allein diese Erklärung ist zu verwerfen, weil exxorénovy nicht im Sinne von 2½ ε0», 286⁰» stehen kann und der Gegensatz zu&S„ν&νν˙» völlig verwischt würde. Hieraus ergibt sich, dals die angeführte Homerstelle für die Verbindung der in Rede stehenden Worte mit εxaoτεονον nicht als Beleg dienen kann; sie beweist nur, dafs schon in homerischer Zeit das noch heute übliche Verfahren, das Eisen oder genauer das mit Kohlenstoff versetzte Eisen(Stahl) ²) durch Eintauchen in Wasser zu härten, allgemein bekannt war.
Allein wenn das Beispiel auch bessere Dienste thäte, als es der Fall ist, die ganze Beziehung der Worte zum Vorhergehenden ist gezwungen und unnatürlich; wer die Stelle unbefangen liest, fühlt, dals die Verbindung mit àS,A15»Sn» die einzig mögliche ist. Wenn Campbell für seine Konstruktion Philoct. 202 f. anführt oowcdvn eruroe CPGrde roc†os d reigoubov rov, so paſst dies Citat nicht, weil hier überhaupt nur eine Auffassung denkbar ist.
Die Mehrzahl der neueren Herausgeber hat denn auch angenommen, Sac. ³« gehöre zum Folgenden, so Lobeck, Wunder, Dindorf, Schneidewin, Nauck, Wolff, Wecklein, Blaydes, Schubert; ebenso die Übersetzer Donner, Schöll, Jordan, Eyth, Bruch, Viehoff, Pfannschmidt, Wendt u. a.
In den Kommentaren wird meistens die Behauptung der Scholiasten variiert, daſs durch Eintauchen in Öl das Eisen weich gemacht werde. Diese Auslegung leidet zunächst an dem Fehler, daſs sie in tech- nischer Hinsicht auf unrichtiger Voraussetzung beruht. Glühender Stahl wird durch Eintauchen in eine Flüssig- keit, welche es auch immer sein möge, nicht erweicht, sondern gehärtet. Man erweicht Eisen und Stahl durch Glühen und langsames Abkühlen; das glühende Metall bedeckt man z. B. mit heilser Asche und
¹) Eustathius(comment. ad Hom. Odyss. 1636, 12) erläutert diesen Vers wie folgt: αρμ⁴οσσεαν oνσ dmddο vra?dd 1b Sdnretn d9, dAd εμμέαάα νει rdν εœmOſ‧α s udl 006019, Alld 15 Gro⁴εοει ναάχι στα⁶‿ 600 ν⁸νν ον οσοιν. 8Gœærr νυνι Sdmσre ααναν⁴σσν τοαμο ι άι σφσοπ roεανντνι αάφ⁵νmQα τυ tos ETei, 3 dori„œαsòο ptusratw ueyoiusyog ele alsov. Man vergleiche hiermit Lucrez VI, 968: humor aquae porro ferrum condurat ab igni, und Justin 44, 3: temperamento aquae ferrum acrius redditur.
²) Nur stahlartiges Eisen kann hier in betracht kommen; denn kohlenstoffarmes Schmiedeeisen
zeigt die Eigenschaft der Härtung durch Ablöschen nicht.


